Informationsdienst

Infodienst Nr. 5 vom 14.02.2019

Blumenfreude zum Valentinstag

ZVG überbringt Bundeslandwirtschaftsministerin frühlingshafte Blumengrüße

(ZVG) Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) überbrachte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am 12. Februar 2019 als Dank für die gute Zusammenarbeit einen floralen Gruß anlässlich des Valentinstages. Besondere Erfolge des letzten Jahres waren die Unterstützung beim Erhalt der Gartenbauwissenschaften und die erfolgreiche Weiterführung des Bundesprogramms Energieeffizienz.

Seit vielen Jahren überbringt der Zentralverband Bundeskanzlerin Angela Merkel im Namen des deutschen Gartenbaus einen floralen Gruß zum Valentinstag. Diese Tradition möchte der ZVG auch im Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufleben lassen.

Anemonen, Clematis, Rosen, Hyazinthen, Lisianthus, Veronika, Eukalyptus und Magnolien-Zweige in Blau, Weiß und Grün zieren den Blumengruß, der den Übergang der Jahreszeiten symbolisiert. Mit den Worten „Gerade im Winter wecken Blumen und Pflanzen Vorfreude auf den bevorstehenden Frühling“, übergab die Deutsche Blumenfee 2018/19 Lea Ehlers der Bundesministerin den frühlingshaften Strauß.

Am Rande des Gesprächs informierte ZVG-Präsident Jürgen Mertz über ein vom Zentralverband in Auftrag gegebenes Model zur steuerbegünstigten Risikoausgleichsrücklage. „In den vergangenen Jahren nahmen finanzielle Schäden durch extreme Wetterereignisse verstärkt zu. Nicht selten gefährden diese Gartenbauunternehmen in ihrer Existenz. Mit einer Risikoausgleichsrücklage hätten wir ein Instrument, das die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht“, erklärte Mertz. Weitere Gesprächsinhalte waren das Thema Nachhaltigkeit im Gartenbau und die Gebäudebegrünung speziell im Innenraum.

Bildunterschrift/ Download: Foto: ZVG/ Peters
Florale Blumengrüße. (v. l. n. r.: ZVG-Präsident Jürgen Mertz, Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner, Deutsche Blumenfee Lea Ehlers)
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Gärtner managen Biosysteme

Symbolische Übergabe des Zuwendungsbescheides für die neue Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen in Erfurt

(ZVG) Mit der symbolischen Übergabe des Zuwendungsbescheides durch Wolfgang Tiefensee, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) und Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft Dr. Klaus Sühl (TMIL) erfolgte der offizielle Start für die Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen (FGK) in Erfurt. Am 7. Februar 2019 nahm Prof. Dr. Volker Zerbe, Rektor der Fachhochschule Erfurt den Bescheid entgegen. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt den Erhalt der Zierpflanzenbauforschung am Standort Erfurt für die nächsten fünf Jahre mit Perspektive auf weitere fünf Jahre.

Das gemeinsame Projekt des Bundes mit dem Land Thüringen ist einzigartig in Deutschland. Die neue Forschungseinrichtung befasst sich mit der Züchtung von Zierpflanzen und stellt eine große Chance für den deutschen Gartenbau dar. Minister Tiefensee betonte in seinem Grußwort, dass mit der symbolischen Übergabe nicht nur der Neuanfang markiert werden solle, sondern darüber hinaus die Bereitschaft seines Hauses belege, auch in Zukunft hinter diesem Projekt zu stehen. Staatssekretär Sühl erinnerte daran, dass mit der Entscheidung der Leibniz-Gemeinschaft der Standort der Zierpflanzenzüchtung in Erfurt eigentlich tot gewesen sei. Nur in einem Kraftakt mit vielen Aktiven sei das eigentlich Unmögliche möglich geworden. Insbesondere hob er das Engagement des Zentralverbandes Gartenbau e. V. hervor, der sich in unzähligen Gesprächen mit der Politik für den Erhalt des Standortes stark gemacht und die Bedeutung für die Branche deutlich gemacht habe.

Prof. Dr. Philipp Franken und Prof. Dr. Annette Hohe stellten darüber hinaus die Arbeit der neuen Forschungsarbeit vor. „Molekulargenetische Grundlagen für die Pflanzenzüchtung“, „Steuerung von Entwicklung und Wachstum in gartenbaulichen Kulturen“, “Epigenetische Prozesse in der Pflanzenvermehrung“ und „Pflanzen und Mikroorganismen – Wechselwirkungen im nachhaltigen Anbau“ bilden die Schwerpunkte der Arbeitsgruppen für die nächsten fünf Jahre.

In der neuen Forschungsstelle arbeiten Wissenschaftler der Schiller Universität Jena mit Wissenschaftlern aus Erfurt zusammen. Die Forscher haben den Anspruch, der gartenbaulichen Praxis neue Methoden und Wege zu eröffnen. Durch enge Kooperationen mit den mittelständischen Betrieben der Pflanzenzüchtung sollen in Deutschland und Europa praxisrelevante Fragestellungen wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Die Branche wird so beim Management der Biosysteme unterstützt.


Gemüsebau durch fehlenden Pflanzenschutz gefährdet

Vorstand der Bundesfachgruppe Gemüsebau tagte am 5. Februar 2019 in Berlin

(ZVG/BfG) Schwerpunkte der Vorstandssitzung der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und im Bundesauschuss für Obst und Gemüse (BOG) am 5. Februar 2019 in Berlin waren das Thema „Neues bei den Lückenindikationen in Gemüsekulturen: Von A(ntragsstau) bis V(erbundvorhaben)“ sowie die Forderung nach bilateralen Abkommen mit Drittstaaten zur Beschaffung von Saisonarbeitskräften.

Dr. Franziska Waldow, Julius-Kühn-Institut (JKI) zeigte den Vorstandsmitgliedern der Fachgruppe Gemüsebau den aktuellen und speziellen Bearbeitungsstand der zahlreichen gemüsebaulichen Anwendungsgebiete auf. Der Abbau des Bearbeitungsstaus in den Zulassungsbehörden erfolgt kontinuierlich. Viele Anträge müssen jedoch noch bearbeitet werden.

Die Mitglieder des Vorstandes der Fachgruppe Gemüsebau sehen den kontrollierten Integrierten Anbau von Gemüse gefährdet. Wichtige Wirkstoffe zur Bekämpfung von Schaderregern fehlen, ohne dass es Ersatzwirkstoffe geben wird. Auch im biologischen Anbau fehlen Wirkstoffe. „Im Nationalen Aktionsplan ist festgeschrieben, dass bis 2023 in 80 Prozent aller relevanten Anwendungsgebiete mindestens drei Wirkstoffgruppen zur Verfügung stehen sollen“, betonte der BfG-Vorsitzende Christian Ufen. Die Einhaltung der Vermarktungsnormen muss auch zukünftig bei allen deutschen Gemüseprodukten gewährleistet sein, forderten die Präsidenten und Vorsitzenden der 27 regionalen Gemüsebauorganisationen in Deutschland einstimmig.

Gleichzeitig steht der Gemüsebau vor der Herausforderung, ausreichend motivierte Saisonarbeitskräfte zu beschaffen. Die Vorstandsmitglieder setzen sich für bilaterale Abkommen mit Drittstaaten ein. Unmittelbarer Handlungsbedarf sei geboten, betonten sie übereinstimmend. Denn schon in der vergangenen Saison gab es erhebliche Engpässe.

Großes Potenzial sieht der Vorstand der Fachgruppe Gemüsebau, durch eine verstärkte Pressearbeit das Image des deutschen Gemüseerzeugers in der Öffentlichkeit zu erhöhen. „Dem Verbraucher soll die Fachkompetenz des Gemüsegärtners vermittelt werden. Das Vertrauen in unsere Gemüseerzeuger mit saisonalen, heimischen Produkten könne gesteigert werden, indem der Gemüseanbau mit all seinen Schwierigkeiten erklärt wird“, betonte Christian Ufen. „Der schonende Umgang mit dem Boden, der Einsatz wassersparender Techniken, die umweltschonenden Anbauverfahren, der Einsatz von Nützlingen und vieles mehr könne und müsse direkt für die Verbraucherseite thematisiert werden“. Die Bundesfachgruppe Gemüsebau wird zu den Themen mehrere Presseaussendungen über das Grüne Medienhaus erstellen und versenden lassen.

Weitere Themen der Vorstandssitzung waren der Betriebsvergleich 4.0, der durch die neue Online-Version jedem Betrieb eine schnelle, anonyme, gebührenfreie und realistische betriebswirtschaftliche Einschätzung seines Unternehmens im Vergleich zu Mitwettbewerbern ermöglicht sowie die Ergebnisse der Verbandsarbeit der ZVG-Ausschüsse Recht und Steuern, Umweltfragen und Bildungspolitik und Berufsbildung, in denen die Vorstandsmitglieder der Fachgruppe Gemüsebau aktiv sind.

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Rechtsanwältin und stellv. ZVG-Generalsekretärin Romana Hoffmann (2. v. l.) erläuterte den Vorstandsmitgliedern der Bundesfachgruppe Gemüsebau den Sachstand zur möglichen Drittstaatenregelung in Bezug auf Erntehelfer.
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Kein Risiko durch Pflanzenmittelrückstände

BVL veröffentlicht Ergebnisse der Untersuchungen von Lebensmitteln auf Rückstände von Pestiziden

(ZVG) Lebensmittel in Deutschland enthalten nur sehr geringe Pflanzenschutzmittelrückstände. Die Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) im Zentralverband Gartenbau e. V. und im Bundesauschuss für Obst und Gemüse (BOG) weist auf die Untersuchungsergebnisse des Bundesamtes für Verbraucherschutz (BVL) hin. Die Überschreitungsquote bei deutschen Lebensmitteln ist 2017 auf 1,1 Prozent gesunken.

Die im Januar dieses Jahres veröffentlichten Untersuchungsergebnisse des BVL aus 2017 stützen sich auf insgesamt 20.202 Lebensmittelproben. Dabei wurden bei 1,1 Prozent der untersuchten Proben aus Deutschland bzw. bei 1,9 Prozent der Proben aus anderen EU-Staaten Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte festgestellt. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Karotten, Kartoffeln oder Äpfel und saisonale Erzeugnisse wie Erdbeeren oder Spargel seit Jahren so gut wie keine Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen aufweisen.

Die Überschreitungsquote bei deutschen Lebensmitteln ist nach einem leichten Anstieg im Vorjahr von 1,7 Prozent im Jahr 2017 auf 1,1 Prozent gesunken. Lebensmittel aus den EU-Mitgliedstaaten sind dagegen von 1,6 Prozent auf 1,9 Prozent leicht gestiegen. Bei Lebensmitteln aus Drittstaaten liegt die Quote unverändert bei 6,3 Prozent.

Auch Bio-Lebensmittel verbessern ihr Ergebnis. Die Kontrolle zeigte erneut, dass diese Produkte allgemein niedrigere Pflanzenschutzmittelrückstände enthalten. So weisen 77,3 Prozent der Proben aus ökologischem Anbau keine quantifizierbaren Rückstände auf. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 70,9 Prozent.

Weitere Informationen unter: „Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2017“:
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Langfristige Präsenz von Stauden auf Gartenschauen

BdS-Wintertagung: Stauden sind Investitionsgüter

(ZVG/BdS) Michael Moll, Vorsitzender des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) berichtete anlässlich der BdS-Wintertagung vom 5. bis 7. Februar 2019 in Grünberg über die positive Herbstsaison, der die Staudengärtner einen insgesamt guten Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr zu verdanken haben.

Die langanhaltende Trockenheit im vergangenen Sommer erforderte einen sehr hohen Arbeitsaufwand in den Betrieben. Aufgrund der Witterung kam es zu Engpässen in der Vermehrung. Der gute Herbstverkauf wird zudem dazu beitragen, dass die Sortimentstiefe im Frühjahr nicht vollständig gegeben ist. Die Qualitäten sind durchgehend hervorragend. Zur Sicherung der Lieferbarkeit sollten für Projekte Stauden aber rechtzeitig vorbestellt werden, empfahl Moll. Beeindruckend waren trockenheitsverträgliche Pflanzungen, die sich in der Hitze und Dürre sehr gut bewährt haben. „Für den Klimawandel haben wir Staudengärtner schon seit Jahrzehnten angepasste Stauden“, fasste der BdS-Vorsitzende zusammen.

Wie lange sich Stauden auf fachgerecht gepflegten Flächen halten können, illustrierte Daniela Kuptz, Hochschule Neubrandenburg, bei ihrem Vortrag über Stauden auf Gartenschauen seit den Anfängen Ende des 19. Jahrhunderts. In Potsdam waren 2018 in den kartierten Beeten des ehemaligen Geländes der Bundesgartenschau (BUGA) von 2001 noch über 70 Prozent der Originaltaxa erhalten, in Koblenz (BUGA 2011) und Hamburg (IGS 2013) jeweils über 60 Prozent. Da die Pflege oft mangelhaft ist und gute Pflanzenbestände gefährdet sind, sprach sich die Landschaftsarchitektin für einen Ausbildungsberuf „Pflegegärtner“ sowie Pflegehandbücher auch für Gartenschauen aus. Ausschreibungen sollten zudem verstärkt Forderungen nach Dauerhaftigkeit, Standortgerechtigkeit und Strategietyp aufgreifen.

„Stauden aus Staudengärtnereien sind Investitionsgüter und keine Konsumgüter“ bekräftigte auch Erich Luer, Leiter des BdS-Arbeitskreises Markt, die Sichtweise der Gartenschauexpertin. Die allseits geforderte Nachhaltigkeit erfüllen Staudengärtnereien überzeugend. Martin Becker vertritt den BdS im Beirat für Ausstellungsfragen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG). Er lud zu einem Treffen mit dem Gartenschaubevollmächtigten Rüdiger Eckhardt ein. Ziel ist es, die Breite des Sortiments auf Gartenschauen langfristig zu erhalten. Eine engere Zusammenarbeit von Planern und Staudengärtner sahen die Beteiligten als eine wichtige Maßnahme an. Über die bevorstehende Bundesgartenschau Heilbronn berichtete Eckhardt ausführlich in einem Vortrag. Der BdS-Vorstand wird am 10. Juli 2019 mit interessierten Mitgliedern die Bundesgartenschau Heilbronn besichtigen.

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Aktiv für Stauden auf Gartenschauen: (v. l. n. r.) Rüdiger Eckhardt, Ausstellungsbevollmächtigter der BUGA Heilbronn, Daniela Kuptz, Hochschule Neubrandenburg, und Martin Becker, Vertreter des BdS im ZVG-Arbeitsausschuss Ausstellungsfragen.
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Zahlreiche Ziele erreicht

Dynamische Mitgliederversammlung der Staudengärtner

(ZVG/BdS) Die gesteckten Ziele des vergangenen Jahres hat der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) zu einem großen Teil erreicht, stellte BdS-Vorsitzender Michael Moll bei der BdS-Mitgliederversammlung am 6. Februar 2019 in Grünberg fest. Die engere Zusammenarbeit mit anderen benachbarten Gartenbauverbänden soll nun weiter intensiviert werden. Stauden aus Staudengärtnereien sollen in der Öffentlichkeit klarer positioniert und die Ergebnisse der eigenen Arbeit auf verschiedenen Internetseiten besser dargestellt und publiziert werden.

Dr. Elke Ueber, Vorsitzende des externen BdS-Arbeitskreises Versuchswesen Stauden gab einen Überblick über Staudenversuche im Zierpflanzenbau. Erneut wurde offensichtlich, dass Versuchsansätze aus dem Zierpflanzenbau nicht unbedingt übertragbar auf Staudengärtnereien sind.

Die Veröffentlichungen des Bundes deutscher Staudengärtner über Stauden und ihre Verwendung nehmen nach eigenen Recherchen weiterhin zu. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, Klaus-Peter Manig, zeigte sich sehr zufrieden mit der ansteigenden Zahl von Besuchen auf den Internetseiten des BdS. Der Arbeitskreis Ausbildung wird in diesem Jahr noch enger mit der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner zusammenarbeiten, kündigte die AK-Vorsitzende Kordula Becker an.

Die Hausmesse mit den beiden Modulen einer kurzen Präsentation und anschließenden Ausstellung fand in der Form zum zweiten Mal statt und wird von Ausstellern und Staudengärtnern als noch informativer geschätzt.

Bildunterschrift/ Download: Foto: BdS/ Banse
Intensive Diskussionen und einvernehmliche Abstimmungen kennzeichnen die Mitgliederversammlung des Bundes deutscher Staudengärtner.
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Substrat entscheidet über Pflanzungserfolg

BdS-Wintertagung legt Schwerpunkt auf die Staudenverwendung

(ZVG/BdS) Staudenmischungs-Pflanzungen benötigen einen komplett ausgetauschten mineralischen Boden. Dies bestätigte Arno Panitz in seinem Vortrag auf der Wintertagung des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) vom 5. bis 7. Februar 2019 in Grünberg. Nur ein mineralisches Substrat mit sehr geringen organischen Anteilen gewährleistet Strukturstabilität auch im verkehrsnahen Bereich.

Mineralische Substrate mit geringem organischem Anteil sorgen zudem für eine schnelle vertikale Wasserabfuhr in Schichten, aus denen sich die Pflanzen langfristig versorgen können. Auch werden die Pflanzen weniger mastig. Mit einer Abdeckung aus einkörnigem Material sinkt die Pflegezeit auf den optimalen Wert. Der BdS beschloss, die fachlichen Zusammenhänge für Kunden aufzuarbeiten und diesen zur Verfügung zu stellen.

Für begrünte Wände empfahl Christoph Roesler von der Firma secop in seinem Vortrag über Baubotanik und Vegetationswände ein Substrat mit maximal 6 Prozent organischem Anteil. Die statisch selbsttragenden Korbstrukturen können bis zu einer Höhe von 6 Metern allseitig bepflanzt werden. Nach zwei bis drei Vegetationsperioden haben sie eine sehr gute Pflanzdichte und Verdunstungsleistung. Auch bieten sie Lärm- und Sichtschutz.

Die Pflanzenverwendung für wechseltrockene Standorte, wie Mulden-Rigolen-Systeme und Versickerungsmulden, stellte Prof. Cassian Schmidt als ein künftiges Arbeitsfeld des BdS-Arbeitskreises Pflanzenverwendung vor. Auch soll die Insektenfreundlichkeit der Staudenmischungen konkret aufgelistet und zusammengefasst werden. Viele sehr gute Sorten wurden bei der Ergänzungssichtung der Sortimente von Panicum virgatum und Veronicastrum ausgezeichnet, berichtete Prof. Dr. Bernd Hertle. Er informierte über neue Sichtungssortimente. Über generelle Digitalisierungschance berichtete Dr. Kai Blanck von der IHK-Hessen-innovativ.

Die nächste BdS-Wintertagung findet vom 4. bis 6. Februar 2020 in Grünberg statt.

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Foto: Arno Panitz
Diese Pflanzung zeigt ein wünschenswertes Wuchsverhalten in einer Staudenmischung.
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Foto: Arno Panitz
Diese Pflanzung ist zu üppig für die Verwendung als Staudenmischung.
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Foto: Tina Banse
Die Referenten der BdS-Wintertagung am 7. Februar (v. l. n. r.): Dr. Kai Blanck, Christoph Rösler und Arno Panitz.
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Großmann neuer Stellvertretender Vorsitzender

Wahlen im Bund deutscher Staudengärtner

(ZVG/BdS) Die Mitglieder des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) wählten am 6. Februar 2019 einstimmig den Stellvertretenden Vorsitzenden Matthias Großmann aus Hameln. Großmann koordiniert seit einigen Jahren die praktischen Versuche im BdS-Arbeitskreis Versuchswesen und ist Vorsitzender der BdS-Regionalgruppe Nord.

Großmann folgt damit als Stellvertretender BdS-Vorsitzender auf Eckehard Pöppel, der darüber hinaus jahrelang die Anliegen des BdS im Beirat für Ausstellungsfragen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) einbrachte und als Vorsitzender die Geschicke der Regionalgruppe Nord lenkte. Der BdS-Vorsitzende Michael Moll dankte Pöppel für die gute und pragmatische Zusammenarbeit in den verschiedenen Funktionen als Delegierter im DBG Ausschuss Ausstellungsfragen und Vorsitzender der Regionalgruppe Nord.

Als Vorsitzende der Arbeitskreise und somit BdS-Vorstandsmitglieder wurden Kordula Becker (AK Ausbildung), Martin Häussermann (AK Daten) und Klaus-Peter Manig (AK Werbung und Öffentlichkeitsarbeit) einstimmig bestätigt. Prof. Dr. Bernd Hertle, Hochschule Weihenstephan Triesdorf, und Prof. Cassian Schmidt, Sichtungsgarten Weinheim, wurden einstimmig als Vorsitzende der externen Arbeitskreise Staudensichtung bzw. Pflanzenverwendung wiedergewählt. Jürgen Tolksdorf nahm das Amt des Kassenprüfers nach einstimmiger Wahl an.

Bildunterschriften/ Downloads: Foto: BdS/ Banse
Michael Moll (r.) dankte Eckehard Pöppel (l.) für seinen umfassenden Einsatz als Stellvertretender Vorsitzender.
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Nach den Neuwahlen gehören dem aktuellen BdS-Vorstand an (v. l. n. r.) Erich Luer (AK Markt), Michael Moll (AK Vorsitzender), Klaus-Peter Manig (AK Werbung und Öffentlichkeitsarbeit), Kordula Becker (AK Ausbildung), Matthias Großmann (Stellv. Vorsitzender) und Martin Häussermann (AK Daten).
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Einstimmig wählten die BdS-Mitglieder (v. l. n. r.) Jürgen Tolksdorf zum Kassenprüfer, Matthias Großmann zum neuen Stellvertretenden Vorsitzenden, Kordula Becker erneut zur Vorsitzenden des Ausbildungs-Arbeitskreises (AK), Martin Häussermann zum Vorsitzenden des Daten-AK, Cassian Schmidt zum Vorsitzenden des AK Pflanzenverwendung. Michael Moll gratulierte allen.
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Dritter Azubi-Tag Gemüsebau

Jetzt anmelden zur gemeinsamen Prüfungsvorbereitung

(ZVG/BfG/AdJ) Am 11. Mai 2019 können sich wieder Auszubildende der Fachrichtung Gemüsebau beim Azubi-Tag gemeinsam, praxisorientiert anhand von Prüfstationen auf die Abschlussprüfung im Lehr- und Versuchsbetrieb Queckbrunnerhof, bei Schifferstadt in Rheinland-Pfalz vorbereiten. Der Azubi-Tag wird von der Bundesfachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ) und dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz veranstaltet.

Besonders Auszubildende, die vor der Abschlussprüfung stehen, wird die Teilnahme empfohlen.

Nähere Informationen zur Veranstaltung können hier heruntergeladen werden:
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Verbraucherwerbung für Spargel

Spargelverbände wollen Image des Spargels weiter stärken

(ZVG/BfG) Die 8. Sitzung der Spargelverbände fand am 7. Februar 2019 auf Einladung der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) im Zentralverband Gartenbau e. V. und im Bundesauschuss für Obst und Gemüse (BOG) in Berlin statt. Dabei standen die Themen Öffentlichkeitsarbeit für Verbraucher, Saisonarbeitskräfteregelung und Umweltauflagen im Fokus.

Gemeinsam beschlossen die Vertreter der regionalen Spargelgruppierungen die Fortführung der erfolgreichen Verbraucheröffentlichkeitsarbeit. Mit regelmäßigen und gemeinsam finanzierten Presseaussendungen wird das Grüne Medienhaus auch in diesem Jahr Presseaussendungen an Journalisten senden. Laut Analysen sind in einigen Regionen bis zu 25 Prozent Blütenpollen aus Spargel in Honig enthalten. Die Presseaussendungen werden daher schwerpunktmäßig das Thema Bienen betrachten.

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Die Teilnehmer aus den Spargelverbänden berieten über die Themen zur Fortsetzung der Öffentlichkeitsarbeit.
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Bildung und Begegnung - Weiterbilden im Gartenbau

Bildungsstätte Gartenbau stellt Seminarprogramm für März und April vor

(ZVG) Die Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg ist die zentrale Weiterbildungseinrichtung des gärtnerischen Berufstandes. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) verweist auf das aktuelle Programm für die Monate März und April mit Seminaren und Tagungen für den Gartenbau, Garten- und Landschaftsbau, für Floristen, Gartenplaner und Landschaftsarchitekten.

Ein wichtiges Thema im Gartenbau wird im Seminar „Moderne Bewässerungstechnik für Privatgärten und öffentliche Freiflächen“ vom 21 bis 23. März 2019 besprochen. Geraten die Pflanzen durch mangelnde Bodenfeuchte wie beispielsweise im letzten Sommer unter Trockenstress, so hat dies oft fatale Folgen. Das Seminar informiert über Planungsgrundlagen von Bewässerungsanlagen, aktuelle Produkte und Materialien.

Vom 23. bis 24. April 2019 finden die „7. Grünpflegetagen“ in Grünberg statt. Unter Zusammenarbeit mit dem Magazin FLÄCHENMANAGER gibt das Seminar Einblicke in praktische Themen. In einer Praxisvorführung werden u.a. Maschinen und Geräte gezeigt, die eine Regeneration von Rasenflächen begünstigen. Aber auch „Digitales Management“ und „Krankheiten und Schädlinge an (Groß)-Bäumen“ gehören zu den diesjährigen Themen.

Anmeldungen für die Seminare können über die Website der Bildungsstätte gestellt werden unter [Link ansehen].

Das Programm für den Monat März 2019 steht hier zum Download bereit:
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Für den Monat April 2019 ist das Programm hier herunterzuladen:
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Politische Meldung dieser Woche

„Frühling fürs Bundeskanzleramt“

Florale Valentinsgrüße des ZVG begeistern Bundeskanzlerin Angela Merkel

(ZVG) Die amtierende Deutsche Blumenfee Lea Ehlers und Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), überbrachten Bundeskanzlerin Angela Merkel heute den traditionellen floralen Valentinsgruß im Namen des deutschen Gartenbaus.

Begeistert nimmt Angela Merkel den luftigen und farbenfrohen Frühlingsstrauß entgegen. „Der Strauß aus Ranunkeln, Hyazinthen, Freesien, Clematis, Veronika, Lisianthus, Astrantien, Johanniskraut sowie Forsythien- und Magnolienzweigen symbolisiert den Umbruch der Jahreszeiten zum Frühling“, so die Blumenfee.

In guter Tradition nutzt der ZVG den Valentinstag, um auf die Wertschätzung der gärtnerischen Produkte in Deutschland aufmerksam zu machen. „Der florale Gruß zeigt die kreative Leistung unserer Branche. Der deutsche Gartenbau ist mit seiner Vielfalt an qualitativ hochwertigen gärtnerischen Produkten ein besonders leistungsstarker Wirtschaftssektor“, erklärt Mertz anlässlich des Besuches im Kanzleramt.

Die 21-jährige Lea Ehlers aus Westerstede hat seit September 2018 das Amt der Deutschen Blumenfee inne. Die gelernte Floristin vertritt ein Jahr lang den deutschen Gartenbau in der Öffentlichkeit.

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Die Deutsche Blumenfee und ZVG-Präsident Jürgen Mertz überbrachten Bundeskanzlerin Angela Merkel die traditionellen floralen Valentinsgrüße.
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