Informationsdienst

Infodienst Nr. 41 vom 11.11.2021

ProSieben: Tendenziöse und diffamierende Berichterstattung kritisiert

Protestschreiben der Bundesfachgruppen Obst und Gemüse

(ZVG/BfG/Bundesfachgruppe Obstbau) Der heimische Obst- und Gemüsebau wehrt sich gegen die tendenziöse und diffamierende Berichterstattung in der Fernsehsendung „JENKE. Das Food-Experiment“.

„Als Obst- und Gemüseproduzenten setzen wir uns tagtäglich für die Produktion von gesunden Lebensmitteln ein und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt und auch zum Klimaschutz“, betonen Christian Ufen, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) und Jens Stechmann, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Obstbau in einem gemeinsamen Schreiben an Redaktion, Redakteur und Senderverantwortlichen.

„Unsere Produktion ist sicher und umweltschonend mit hohen Sozialstandards für Mitarbeiter, einschließlich Saisonarbeitskräfte. Diese Bemühungen werden durch eine tendenziöse Berichterstattung mit Vermischung von Herkünften, fraglichen Untersuchungsmethoden sowie nicht belegten Behauptungen zunichte gemacht“, stellen die Bundesfachgruppenvorsitzenden klar.

Das Schreiben ist mit einem Gesprächsangebot verbunden. Gleichzeitig behält man sich vor, eine Beschwerde beim Presserat zu prüfen.

Die jüngste Ausstrahlung reiht sich ein in eine Kette von Medienberichten, die den heimischen Obst- und Gemüsebau einseitig negative Umweltwirkungen und Schadstoffbelastungen unterstellt und gegenteilige Argumente und Studien nicht berücksichtigt.


Hintergrund:
Der Fernseh-Journalist Jenke von Wilmsdorff zeigte in der Sendung "Was essen wir wirklich? - JENKE. Das Food-Experiment“ des Senders ProSieben, welche mutmaßlichen Auswirkungen Schadstoffbelastungen in Nahrungsmitteln haben. In einem Selbstexperiment konsumierte er über zwei Wochen die am stärksten belasteten Lebensmittel. Nun wird die Branche mit den teilweisen einseitigen Inhalten der Sendung von verschiedenen Seiten konfrontiert. Dabei sieht sich der deutsche Gartenbau zu Unrecht mit an den Pranger gestellt.


Mit zukunftsträchtigen Bäumen das Stadtklima verbessern

Fachseminar der Baumpfleger am 27. Mai 2022

(ZVG/FgB) Langlebigkeit und Resilienz im Stadtklima sind Ziele von Baumneu- und Ersatzpflanzungen. Welche Baumarten sollen Baumpflegern ihren Kunden für welche Standorte empfehlen? Dr. Philipp Schönfeld, LWG Veitshöchheim, wird mit den Mitgliedern des Fachverbandes geprüfter Baumpfleger e. V. unterschiedliche Empfehlungen diskutieren und ihre Erfahrungen beim Fachverbandsseminar am 27. Mai 2022 in der Bildungsstätte Grünberg mit aufnehmen.
Maßnahmen zur Erhaltung wertvoller, aber gefährdeter Bäume erläutert Jürgen Unger anhand einer sehr alten, rotblättrigen Buche.

Zu dem Thema „Miete oder Kauf- ab wann lohnt sich eine Investition?“ referiert der Bereichsleiter für Baumunterhaltung der Stadt Aachen, Andreas Schulz, und erläutert Anforderungsprofil und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Neue Urteile zum Arbeitsgebiet der Baumpflege stellt der Jurist Rainer Hilsberg vor und diskutiert sie mit den Teilnehmern. Diese können vorab auch ihre juristischen Fragestellungen einreichen.
Erstmaßnahmen bei Schnittverletzungen und die notwendige Ausrüstung bei EPS-Maßnahmen demonstriert Stephan Lange, Baumpfleger und Sanitäter.

Für die Teilnahme an dem Fachprogramm stellt der Fachverband geprüfter Baumpfleger e. V. Fortbildungsbestätigungen aus.

Die genauen Themen der Tagung am Samstag, 27. Mai 2022 sind der Homepage des Fachverbandes www.baumpflegeverband.de zu entnehmen.


Baumpflegefachtagung vom 27.-29. Mai 2022 in Grünberg

Habitaterkennung, EPS-Bekämpfung, Seil-Klettertechnik und PSA-Kontrolle

(ZVG/FgB) Den Artenschutz hat der Fachverband geprüfter Baumpfleger e. V. (FgB) zum beständigen Tagungselement erhoben. Der Habitaterkennung widmet der Verband bei der Baumpflegefachtagung vom 27. bis 29. Mai 2022 in der Bildungsstätte in Grünberg daher viel Raum.

Am Freitag, 27. Mai 2022 leitet die Geo- und Naturparkführerin Susanne Jost die Exkursion in den Vogelsberg zu Habitaten in alten Bäumen und einem Bibergebiet. Demonstrationen zur Seil-Klettertechnik (Münchner Baumkletterschule, Gilching) sowie der Bekämpfung des Eichen-Prozessionsspinners -EPS - (Eiko Leitsch Baumpflege e. K., Nauheim) ergänzen das Tagesprogramm.
Parallel zu den Vorträgen bietet der Fachverband eine Kontrolle der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) an. Ganztägig ist ein Kletterforum an den Bäumen der Bildungsstätte möglich. Nach Absprache können die Teilnehmer der Fachverbandstagung einzelne Baumstämme nach Wunsch am Freitag oder Samstag aufsägen lassen. Vor der Tagung bietet der Fachverband zudem einen Lehrgang zur „Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen“ (RSA) einer begrenzten Teilnehmerzahl an.

Nähere Informationen sind auf der Internetseite www.baumpflegeverband.de einzusehen und herunterzuladen.


Zurück

© Zentralverband Gartenbau e.V.