Informationsdienst

Infodienst Nr. 39 vom 29.11.2018

Pflanzenschutz im Fokus

53. Herbsttagung der Bundesfachgruppe Gemüsebau in Rostock

(ZVG/BfG) Die Bundesfachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) traf sich zur 53. Jahrestagung vom 22. bis 24. November 2018 in Rostock. Zum Schwerpunktthema „Pflanzenschutz 2030“ diskutierten die Gemüsegärtner mit den Referenten aus verschiedenen Fachbereichen und beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.

Mit ihrem Vortrag „Gift im Gemüse? Von medialen Risiken und medialer Verzerrung“ zeigte Dr. Gaby-Fleur Böl, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dass Verbraucher die Risiken durch Pflanzenschutzmittel in der Regel anders als Fachleute bewerten. „Die Kluft zwischen dem gefühlten Risiko und der tatsächlichen Gefahr wird immer größer“ erklärte Dr. Böl. Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, stellte die politische Sicht auf das Thema vor. Sichere Lebensmittel werden gebraucht und von den Betrieben produziert. Hier müsse man die öffentliche Wahrnehmung verändern. „Aufgabe der Politik muss es sein, sich mit den Ängsten der Menschen auseinanderzusetzen“ meinte Dr. Buchwald. Die Perspektive der Wissenschaft zeigte Prof. Andreas Schäffer, Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften), RWTH Aachen, auf. Umweltbiologen könnten mittlerweile Zusammenhänge zwischen dem Sterben von Vögeln oder Insekten mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln belegen. Als einen von verschiedenen Lösungsansätzen stellte Schäffer unter anderem die Anlage von Hecken zum Abgrenzen der Nutzflächen und zum Schaffen neuer Lebensräume vor.

Dr. Jörn Wogram, Umweltbundesamt, stellte Überlegungen zum Extensivieren oder Segregieren von Flächen in der Landwirtschaft vor. Beim Extensivieren müssten die Flächen deutlich ausgeweitet werden, denn diese stehen der Produktion dann nicht mehr zur Verfügung. Beim Segregieren würden die Flächen für die Produktion intensiv genutzt, andere Flächen als Ausgleich für die Natur und für die Erhaltung der Vielfalt hingegen nicht bearbeitet. „Landwirtschaft ist aber auch Wirtschaft, deshalb muss es sich für die Betriebe lohnen, etwas für die Umwelt zu tun“ bekräftigte Wogram.

Wie aufwendig die Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel ist, erklärte Matthias Kastriotis, zuständig für Presse- und politische Arbeit bei BASF. Bei den kleinen Mengen, die im Gemüsebau benötigt werden, sei es angesichts hoher Entwicklungskosten deshalb immer unwahrscheinlicher, das neue und umweltverträglichere Mittel zugelassen werden. BASF setzt auch auf Smart-Farming, mit zum Beispiel dem Einsatz von Drohnen, zum gezielten Erkennen und Bekämpfen von Krankheiten und Schädlingen.

Dr. Erich Jörg, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, präsentierte Ausblicke zum Thema Pflanzenschutz. Bei der Wildkrautbekämpfung sieht er viele Methoden der mechanischen Bekämpfung, die bereits heute zum Einsatz kommen. Wichtig wären aber Fortschritte in der Züchtung von zum Beispiel resistenten Sorten oder Arten, die an ein wärmeres Klima angepasst sind. „CRISPR bietet die Chance, solche Sorten schnell auf den Markt zu bringen. Allerdings werden diese Verfahren von den Menschen mit Gentechnik in Verbindung gebracht und deshalb wahrscheinlich leider keine Chance haben“ erklärte Jörg.

In der Diskussion wurde deutlich, dass der Gemüsebau unter anderem darunter leidet, dass er mit der klassischen Landwirtschaft gleichgestellt wird. Gemüsekulturen sind jedoch grundsätzlich anders zu betrachten. Denn sie sind intensiver, die Sätze kleiner und die Anbauperioden kürzer. Der Austausch regte die weitere Zusammenarbeit in Richtung umweltverträglicher Produktion an.

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Über eine gute Resonanz konnten sich die Gemüsegärtner bei ihrer 53. Jahrestagung an der Ostsee freuen.
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Vorstand und Geschäftsführung der Fachgruppe Gemüsebau mit den Referenten, die Impulse zum Thema „Pflanzenschutz 2030“ gaben. (v. l. n. r.: Theo Germes, Laura Lafuente, Geschäftsführerin in Spe, Matthias Kastriotis, Geschäftsführer Jochen Winkhoff, Christian Ufen, Dr. Erich Jörg, Dr. Jörn Wogram und Wilhelm Böck.)
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Rahmenbedingungen für Gemüseproduzenten erleichtern

53. Herbsttagung der Bundesfachgruppe Gemüsebau in Rostock

(ZVG/BfG) Mit aktuell 128.900 Hektar arbeiten die Gemüsegärtner auf 52 Prozent der gärtnerisch genutzten Flächen in Deutschland. Die Zahl der Betriebe habe sich mit nun rund 6.600 im Vergleich zu 1990 deutlich verkleinert, berichtete der Geschäftsführer der Bundesfachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG)Jochen Winkhoff auf der 53. Herbsttagung vom 22. bis 24. November 2018 in Rostock.

Gründe für die Abnahme der Betriebe seien auch erschwerte Rahmenbedingungen, die es gerade kleineren Produzenten oft nicht mehr ermöglichen, wirtschaftlich zu arbeiten. Als ein Beispiel dafür nannte Winkhoff die nach wie vor stockende Harmonisierung in der EU beim Pflanzenschutz, bei Sozialstandards oder beim Mindestlohn.

Andreas Kröger, Präsident des gastgebenden Wirtschaftsverbandes Gartenbau Norddeutschland griff das Thema Dürre auf, das viele Betriebe in diesem Jahr beschäftigte. Ausfälle durch Wetterkapriolen nehmen zu, die Betriebe haben allerdings kaum Möglichkeiten, diese auszugleichen. Kröger diskutierte mit den Gemüsegärtnern mögliche Instrumente der Risikovorsorge.

Auf aktuelle Erfolge wie zum Beispiel die Entfristung der 70-Tage-Regelung für Saisonarbeitskräfte ging Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern ein. Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, forderte von der Politik Ehrlichkeit und Sachverstand bei der Diskussion zum Pflanzenschutz. „Wir treffen in der Bevölkerung häufig auf vorgefasste Meinungen. Wir müssen diese Themen aber einer breiten Schicht verständlich machen und Wege finden, miteinander auszukommen“ erklärte Kurreck.

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Konzentriertes Zuhören war bei der 53. Jahrestagung der Fachgruppe Gemüsebau in Rostock gefordert.
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Gemüsekörbchen als kleines Dankeschön für die Grußworte. (v. l. n. r.: Christian Ufen, Dr. Jürgen Buchwald, Dr. Gaby-Fleur Böl, Detlef Kurreck und Andreas Kröger).
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Christian Ufen einstimmig wiedergewählt

Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau im Amt bestätigt

(ZVG/BfG) Turnusgemäß standen Wahlen auf der Tagesordnung der 53. Herbsttagung des deutschen Gemüsebaus vom 22. bis 24. November 2018 in Rostock. Dabei wurde der Unternehmer Christian Ufen aus Dithmarschen von den Delegierten einstimmig für weitere drei Jahre als Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau in seinem Amt bestätigt.

Als Vertreter der Fachgruppe Gemüsebau in den Bundesausschuss Obst und Gemüse wurden Peter Höfler, Heinz-Peter Frehn, Theo Germes, Wolfgang Mählmann, Christoph Nagelschmitz, und Christian Ufen ebenfalls einstimmig auf weitere drei Jahre wiedergewählt.


Effizienz steigern in Produktion und Vermarktung

Azerca-Wintertagung gibt Mitgliedern Anregungen zur Weiterentwicklung

(ZVG/Azerca) Klimawandel, Digitalisierung und Globalisierung sind für den Gartenbau große Herausforderungen, für die eine adäquate Forschung notwendig ist, stellte Hartmut Weimann bei der Azerca-Wintertagung am 26. November 2018 in Rain am Lech fest. Der Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) gab den über 60 Teilnehmern der Wintertagung vom 25. bis 27. November 2018 einen Überblick über die vorrangigen Arbeitsthemen des ZVG und rief sie zu einem weiterhin aktiven gemeinschaftlichen Engagement auf.

In drei Arbeitsgruppen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit spezifischen Fragen aus dem Betrieb an Experten zu wenden, die in einem Impulsvortrag ihren Themenkreis umrissen. Das Feintuning eines Klimacomputers erläuterte Stefan Wartenberg vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, u.a. bei Energieschirmen, Lüftung, Heizung und Be- und Entwässerung.

Zunehmende Kommunikation und Verkauf über das Internet prognostizierte Markus Kobelt, Inhaber der Firma Lubera. Er rief die Azercaner auf, mit einfachen Mitteln dort stärker präsent zu sein und den direkten Draht zu den Kunden zu suchen. Damit werde ein hoher Informationsverlust über die einzelnen Vermarktungsschritte vermieden.

Kleinere Windanlagen zur Stromgewinnung lohnen sich für Gartenbaubetrieb kaum, erläuterte Stefan Hartmann vom Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft. Um einen Nutzen der Solarstromgewinnung für den einzelnen Gartenbaubetrieb abschätzen zu können, bot er den Azercanern eine Übersicht der notwendigen Voraussetzungen und Berechnungen an.

Vielfältige Kulturen, aber auch vielfältige Wege der Energiegewinnung erlebten die Azercaner bei den Besichtigungen von Dechant Gartenbau, Hartmann Gartenbau und Gartenbau Seidl in der Gärtnersiedlung Rain. Biogasanlage, BHKW, Kohle- und Gaskessel sowie Photovoltaik bilden hier auch in einzelnen Betrieben einen vielfältigen Mix. Josef Seidl tauscht mit seinem Nachbarn die Energie aus unterschiedlichen Quellen aus, je nachdem, welche aktuell günstiger ist. Aus Mitteln des Energieeffizienzprogrammes wurden zudem seine Luftentfeuchter gefördert, die nicht nur eine Wasserrückgewinnung ermöglichen, sondern die notwenige Energie zur Heizung absenken.

Bei der Hausmesse informierten acht Förderfirmen der Azerca die Teilnehmer über ihre Produkte.

Die nächste Azerca-Wintertagung wird in Potsdam vom 17. bis 19. November 2019 stattfinden.

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Josef Seidl (4. v. l.) diskutierte offen mit den 60 Teilnehmern der Azerca-Wintertagung sein Betriebskonzept.
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Teilnehmer der Azerca-Wintertagung in Rain am Lech.
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Gerhard Friedrich mit der Goldenen Ehrennadel des ZVG geehrt

Hartmut Weimann ehrt scheidenden Vorsitzenden bei der Azerca-Wintertagung

(ZVG/Azerca) Der Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) Hartmut Weimann zeichnete den Vorsitzenden der Azerca, Gerhard Friedrich am 26. November 2018 in Rain am Lech mit der Goldenen Ehrennadel des ZVG aus.

Anlässlich der Azerca-Wintertagung fasste Weimann die Verdienste von Gerhard Friedrich während dessen 25jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit zusammen. 1993 wurde Friedrich in den Azerca-Vorstand, 2003 zum stellvertretenden und 2006 zum Vorsitzenden gewählt. Er bewies damit ein enormes Durchhaltevermögen und Pflichtbewusstsein in Zeiten starken Wandels. In seinem Betrieb in Friedrichshafen stellte der technikaffine Friedrich einige Versuche zu zukunftsweisenden Themen an, seien es Papiertöpfe, Langzeitdünger in Heidekulturen, Drohneneinsatz oder auch Online-Verkauf. Seine Erkenntnisse teilte er mit seinen Kollegen und setzte Diskussionsprozesse in Gang. Weimann hob besonders diesen uneigennützigen Austausch hervor, der eine wichtige Grundlage im Ehrenamt ist und zur Weiterentwicklung der gesamten Branche beiträgt.

Mit Standing Ovations bekräftigten die ca. 60 Teilnehmer der Tagung die Ehrung von Gerhard Friedrich, der nicht mehr für das Amt kandidierte.

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Die Goldene ZVG-Ehrennadel überreichte ZVG-Vizepräsident Hartmut Weimann (l.) Gerhard Friedrich in Anerkennung seiner 25jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit für die Azerca.
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Alternative Energiegewinnung bei Azercabetrieben

Neu gewählter Azerca-Vorsitzender legt künftige Ziele fest

(ZVG/Azerca) Einstimmig wählten die Azercaner bei ihrer Mitgliederversammlung am
26. November 2018 Matthias Küppers aus Wachtendonk zu ihrem neuen Vorsitzenden. Dieser setzte sogleich das Ziel fest, im nächsten Jahr aus dem Kreis der Betriebsnachfolger zwei neue Vorstandsmitglieder zu gewinnen, um die ehrenamtliche Arbeit personell und auch inhaltlich zu verjüngen. Neue Blickwinkel und Themen können so aufgenommen werden.

Küppers griff zudem Anregungen aus der Tagung zur Onlinepräsenz der Azerca auf und initiierte eine Arbeitsgruppe hierzu.
Bestehende Leistungen im Umweltbereich wie den Einsatz von ressourcenschonenden Pflanztöpfen aus recyceltem Kunststoff oder die Verwendung alternativer oder ressourcensparenden Energiequellen von Azercabetrieben sollen zukünftig stärker in die Öffentlichkeit getragen werden. So haben fünf der acht Vorstandsmitglieder Fotovoltaikanlagen mit zusammen 278 kW. Ein Vorstandsmitglied bezieht 60 kW Strom und 1,3 MW Abwärmeleistung aus einer Biogasanlage. Zwei Vorstandsmitglieder nutzen die Kraft-Wärmekopplung aus BHKW mit zusammen 80 kW Strom du 150 kW Wärmeleistung.

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Der Stellvertretende Vorsitzende Stefan Kanders (l.) und der scheidende Vorsitzende Gerhard Friedrich (r.) beglückwünschen den neuen Azerca-Vorsitzenden Matthias Küppers zu seiner Wahl.
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ePaper des ZVG GARTENBAU report jetzt online

Veröffentlichung der Schwerpunktthemen des Verbandsmagazins

(ZVG) Das ePaper über die Schwerpunktthemen des ZVG GARTENBAU reports aus dem Jahr 2018 hat der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) heute veröffentlicht. Themen wie Gesundheit im Gartenbau, Nachwuchsförderung, Ressourcenschutz oder Technik im Gartenbau standen im Fokus dieses Jahres.

Im Blickpunkt jeder Ausgabe wird schwerpunktmäßig ein spezielles Thema behandelt. Aus den Blickpunkten des Jahres 2018 hat der ZVG nun ein ePaper erstellt. Veröffentlicht ist das ePaper auf der Internetseite des Verbandes. „In jedem Jahr profitieren unsere Mitglieder von der Vielfalt an branchenrelevanten Themen, die in unserem Verbandsmagazin vorgestellt werden. Mit den uns angeschlossenen Verbänden, Firmen und Institutionen arbeiten wir diese Schwerpunkte aus. Dieses breite Leistungsspektrum öffnen wir für die gesamte grüne Branche in der Sammlung als ePaper“, erklärt ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer.

Das Verbandsmagazin „ZVG GARTENBAU report“ informiert zehn Mal im Jahr exklusiv Mitglieder der Gartenbau-Landesverbände, angeschlossene Institutionen der Grünen Branche sowie die Politik über aktuelle Themen des Gartenbaus und die Arbeit des Zentralverbandes Gartenbau e. V..

Das ePaper kann hier eingesehen werden:
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Förderung von Innovationen zur Minderung der Torfanteile in Kultursubstraten

ZVG begrüßt Forschungsförderung des BMEL

(ZVG) Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat am 27. November 2018 die Bekanntmachung über die Förderung von Innovationen zur Minderung der Torfanteile in Kultursubstraten veröffentlicht. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Produktions- und Wertschöpfungskette im Gartenbau die Förderung der Forschungsvorhaben.

Mit der Bekanntmachung sollen auf Grundlage der maßgeblichen Förderprogramme innovative Forschungsvorhaben zum Torfersatz in Kultursubstraten unterstützt werden. Dabei stehen Umwelt- und Klimaschutz sowie Verbesserung der Ressourceneffizienz, der Ressourcenqualität und der Kultursicherheit von Torfersatzstoffen im Gartenbau im Fokus.

Auf Grundlage von drei bestehenden Förderprogrammen möchte das BMEL gezielt innovative Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben fördern. Die Module sind zum einen die Innovationsförderung des BMEL sowie das BMEL-Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft und zum anderen das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe des BMEL.

Gefördert werden insbesondere Vorhaben, die auf Innovationen in den Bereichen Verfügbarkeit, Qualitätsverbesserung und praktischer Einsatz alternativer Substratausgangsstoffe und Identifizierung relevanter biologischer Qualitätsparameter abzielen. Auch die Überarbeitung bestehender und Etablierung neuer Methoden zur Qualitätskontrolle und torffreie oder stark torfreduzierte Kulturverfahren sind förderfähig.

Die Förderwürdigkeit wird im wettbewerblichen Verfahren auf der Grundlage von Projektskizzen beurteilt.

Die Bekanntmachung über die Förderung kann hier eingesehen werden:
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Als Friedhofsgärtner Berufserfahrung auf der BUGA sammeln

(ZVG/BdF) Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) sucht zwei Betreuer für den Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ auf der BUGA Heilbronn 2019. Aufgabe der Betreuer ist es, von Anfang April bis Ende Oktober 2019 Verantwortung für den allgemeinen Pflegezustand des beliebten Ausstellungsteils der Friedhofsgärtner zu übernehmen. Dabei werden Azubis angeleitet, die bei den Arbeiten unterstützen. Es sind praktische Erfahrungen im Gartenbau, Kontaktfreudigkeit und Führungsqualitäten erwünscht. Bewerbungen können bis spätestens zum 31. Januar 2019 eingereicht werden.

Die detaillierte Stellenausschreibung kann hier eingesehen werden:
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Anmeldungen für das sogenannte BdF-Pflegemodell werden ab jetzt ebenso vom BdF entgegengenommen. Im Rahmen des Pflegemodells erhalten Auszubildende zum Gärtner mit Fachrichtung Friedhofsgartenbau die Möglichkeit, für bis zu zehn Tage auf der BUGA Heilbronn 2019 mitzuwirken und spannende Einblicke in das Gartenschau-Geschäft zu erhalten. Die entsendenden Unternehmen bezahlen den Lohn bzw. die Ausbildungsvergütung für die Dauer des Aufenthaltes weiter. Der BdF übernimmt die Kosten für die Anreise, zahlt ein Taschengeld und stellt die Unterkunft.

Das Anmeldeformular kann hier eingesehen werden:
[Anmeldeformular ansehen]

Nähere Informationen zu den ausgeschriebenen Stellen sowie zum Pflegemodell können unter
0228 81002-44 oder unter friedhofsgaertner@g-net.de eingeholt werden.


Politische Meldung dieser Woche

Bundesprogramm Energieeffizienz geht in die nächste Runde

ZVG begrüßt die Fortführung des Programms und plädiert für Verstetigung

(ZVG) Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die neue Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau veröffentlicht. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt die Fortführung des Bundesprogramms Energieeffizienz bis 2021 vor dem Hintergrund der Energieeinsparpotenziale der Branche und Investitionsbereitschaft der Gartenbaubetriebe.

Die neue Richtlinie tritt am 1. Januar 2019 in Kraft. Weiterhin stehen drei Förderansätze im Vordergrund - Die Förderung in Investitionsmaßnahmen, die Förderung von Energieberatung und des Wissenstransfers. Anpassungen wurden auch auf Basis der Begleitstudie zum aktuellen Bundesprogramm vorgenommen. Die Studie zur „Ermittlung zusätzlicher Energieeinsparpotenziale und Effizienzreserven in der Landwirtschaft und im Gartenbau“ hatte die Einsparpotentiale der unterschiedlichen Förderansätze bewertet. In den Jahren 2016 und 2017 sind jährlich rund
235 Gigawattstunden durch umgesetzte Projekte des Bundesprogramms eingespart worden.

„Die Fortführung des Bundesprogramms bis 2021 ist ein wichtiges Signal für unsere investitionsbereiten Unternehmen, die mit der Steigerung der Energieeffizienz im Gartenbau einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das Programm des BMEL ist integraler Bestandteil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE). Vor diesem Hintergrund fordern wir eine Verstetigung des Programms, um der anhaltenden Nachfrage der Branche zu begegnen“, erklärt ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer.

Bei den investiven Maßnahmen bleibt es bei der Unterscheidung zwischen der Förderung von Einzelmaßnahmen und systemischer Optimierung. Die Förderung von Neubaumaßnahmen unterscheidet nun zwischen Maßnahmen zum Neubau von Niedrigenergiegebäuden für die pflanzliche Erzeugung und dem Neubau von energieeffizienten Anlagen für die Lagerung oder Erstaufbereitung von pflanzlichen Erzeugnissen. Auch die Effizienzkriterien für Kühlanlagen wurden modifiziert.


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