Informationsdienst

Infodienst Nr. 36 vom 15.10.2020

ZVG begrüßt neue Förderperspektive zur Energieeffizienz

Neues Bundesprogramm startet – Details zu Förderkriterien stehen noch aus

(ZVG) Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt die erneute Förderperspektive für mehr Energieeffizienz durch die am 9. Oktober 2020 bekanntgegebene neue Förderrichtlinie zur Steigerung der Energieeffizienz und CO2-Einsparung in Landwirtschaft und Gartenbau. Eine genaue Bewertung kann allerdings erst dann erfolgen, wenn die Spezifizierung der Förderkriterien vorliegt.

„Wir hoffen“, erklärt ZVG-Präsident Jürgen Mertz, „dass mit dem neuen Programm Anreize geschaffen werden, um die sehr kostenintensive Umstellung in den Betrieben voran zu treiben.“

„Wir befürchten allerdings, dass die Belastung, die auf die Betriebe aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) zukommt, durch das Bundesprogramm nur ansatzweise ausgeglichen werden kann. Neben dem Bundesprogramm bedarf es daher zusätzlich einer umfassenden Entlastung bei den CO2-Kosten durch das BEHG“, so Mertz weiter.

Die Maßnahmenförderung setzt in zwei Bereichen an. Zum einen werden Beratungen und Wissenstransfer sowie Informationsmaßnahmen gefördert. Zum anderen werden Investitionen für langlebige Wirtschaftsgüter gefördert, die die CO2-Emissionen des Produktionsprozesses landwirtschaftlicher Primärerzeugnisse maßgeblich reduzieren.

Bei den Investitionsmaßnahmen sind wie bisher Einzelmaßnahmen förderfähig. In einem vereinfachten Verfahren kann die Förderung von Einzelmaßnahmen beantragt werden, die zu einer CO2-Einsparung führen. Weiterhin förderfähig ist die Modernisierung bestehender Anlagen oder der Neubau von energieeffizienten Anlagen zur Minderung der CO2-Emissionen. Die Höhe der Zuwendung wird in den neuen Förderbedingungen nach der Fördereffizienz berechnet. Somit erhalten Vorhaben mit hohem CO2-Einsparpotenzial eine höhere Förderung. Bezuschusst werden bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Der ZVG sieht darin eine neue, deutlich höhere Hürde, um in den Fördergenuss zu kommen.

Neu aufgenommen wurde in die Richtlinie die Förderung der Erzeugung von regenerativer Energie zur betrieblichen Eigennutzung sowie Abwärmenutzung, sowie mobile Geräte und Maschinen, die regenerative Energien nutzen.


Hintergrund:
Das Bundesprogramm Energieeffizienz für Landwirtschaft und Gartenbau ist seit diesem Jahr Teil des Klimaschutzplans 2030 der Bundesregierung für den Sektor. Dafür stehen aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) insgesamt 156 Millionen Euro bis zum 31. Dezember 2023 zur Verfügung. Ziel des Klimaschutzplans 2030 ist es, den CO2-Ausstoß der Landwirtschaft bis 2030 um 14 Millionen Tonnen CO2 gegenüber 2014 zu senken. Die Förderung von investiven Maßnahmen kann ab dem 1. November 2020 beantragt werden.


Nadine Lechner übernimmt BVE-Geschäftsführung

BVE-Vorstand in Rotenburg

(ZVG/BVE) Nadine Lechner leitet künftig die Geschäftsstelle des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner (BVE) im Zentralverband e. V. (ZVG). Die studierte Landschaftsplanerin wurde vom BVE-Vorstand auf seiner Sitzung am 23. und 24. September 2020 in Rotenburg/ Fulda (Hessen) als zukünftige Geschäftsführerin im neuen Amt begrüßt.

Lechner unterstützte bereits mehrere Jahre die BVE-Geschäftsstelle und betreute außerdem das Thema Stadtgrün im ZVG. Sie folgt auf Stefan Gentzen, der nach 13 Jahren BVE-Tätigkeit ab 1. Oktober 2020 neue Aufgaben im ZVG übernimmt und die Nachfolge von Franz-J. Jäger in der Förderungsgesellschaft Gartenbau mbH (FGG) antritt. BVE-Vorsitzender Reiner Höpken dankte im Namen der Delegierten der Gartenbau-Landesverbände dem scheidenden Geschäftsführer Stefan Gentzen für seine jahrelange Unterstützung und wünschte ihm für seine neuen Aufgaben alles Gute.

Höpken berichtete vom vergangenen Verbandsjahr und gab einen Ausblick auf zukünftige Aktivitäten: „Nicht nur in Zeiten von Corona ist die gemeinsame politische Arbeit und Interessenvertretung des BVE mit den Fach- und Sondergruppen innerhalb des ZVG sehr wichtig. Denn gerade auch Themen wie Datenschutz, Nachhaltigkeit und Kassengesetz sind in der täglichen Arbeit für jeden Mitgliedsbetrieb in den Gartenbau-Landesverbänden von großer Bedeutung.“

Von der erfolgreichen Medienarbeit des BVE über das Grüne Medienhaus (GMH) berichtete Michael Legrand. Durch die Mediendienste, die das Grüne Medienhaus für den BVE versendet, konnten im zurückliegenden Jahr rund 38 Millionen Zeitungsleser in fast 700 Veröffentlichungen erreicht werden. Darüber hinaus sind rund 1,8 Millionen Seitenaufrufe in den Onlinemedien registriert worden. Diese Abdruckzahlen zeigen deutlich, dass die Pressearbeit sehr gut bei den Journalisten ankommt, wobei gerade die herausragende fachliche Qualität der veröffentlichten Artikel sehr geschätzt wird.

Thomas Will als Vertreter des Einheitserde Werkverband e. V. berichtete zum Sachstand „Torf im Gartenbau“ aus Produzentensicht und diskutierte gemeinsam mit dem BVE-Vorstand die veränderte Rohstoffsituation und das geänderte Verbraucherverhalten.

Abgerundet wurde die Sitzung des BVE durch die Besichtigung des Pflanzenzentrum Dunst in Bebra unter Führung des Betriebsinhabers und Delegierten des Gartenbauverbandes Baden-Württemberg-Hessen e. V., Stefan Dunst.

Bildunterschrift/ Download: Foto: GMH
Reiner Höpken (1.von rechts) bedankte sich bei Stefan Gentzen (2. von links) für die geleistete Arbeit und wünschte ihm alles Gute für die neuen Aufgaben. Die Geschäftsstelle des BVE besteht in Zukunft aus Nadine Lechner (2. von rechts) und Marion Fiebig (1. von links).
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Erfolgreiche Allerheiligen-, Advents- und Weihnachtssaison

BVE-Merkblatt klärt auf

(BVE/ZVG) Ein Merkblatt zur erfolgreichen Durchführung von Ausstellungen in der Allerheiligen-, Advents- und Weihnachtssaison hat der Bundesverband Einzelhandelsgärtner e. V. (BVE) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) erarbeitet und stellt dies seinen Mitgliedern zur Verfügung.

Das Corona-Virus verändert das öffentliche Leben in Deutschland und auch den Einkaufsalltag. Gerade auch zur Adventszeit stellen die Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen eine große Herausforderung für den gärtnerischen Fachhandel dar. Eine strikte Einhaltung der empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen der einzelnen Bundesländer ist unerlässlich, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Im Merkblatt werden die zu beachtenden Regeln aufgeführt und Tipps für die erfolgreiche Durchführung gegeben. Das Merkblatt kann im Mitgliederbereich unter www.bundesverband-einzelhandelsgaertner.de heruntergeladen werden.


Europäische Gartenbautagung SHE im März 2021 als Online-Format

Bewerbungsfrist für Tagungsstipendien läuft

(DGG/BHGL/ZVG) Das aufgrund der Corona-Pandemie verschobene 4th International Symposium on Horticulture in Europe (SHE) findet nun vom 8. bis 12. März 2021 als Onlinetagung statt. Eingebettet ist die 54. Jahrestagung der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft e. V. (DGG) und des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. (BHGL).

Die dreitägige SHE-Veranstaltung umfasst Plenarpräsentationen von weltweit führenden Wissenschaftlern, Podiumsdiskussionen mit renommierten Unternehmen, Interessengruppen und Gesetzgebern der Branche, kurze Vorträge und Posterpräsentationen zu Grundlagenforschung und angewandter Forschung, Ausstellung von Produkten und Dienstleistungen. Der deutschsprachige DGG-Track mit 24 bis 30 Beiträgen sowie Postern findet parallel statt.

Für die DGG-Tagung vergibt die Deutsche Gartenbauwissenschaftliche Gesellschaft noch bis zu drei Tagungsstipendien für Studierende/Promovierende. Einreichungsfrist für die DGG-Beiträge ist der 30. November 2020. Alle wichtigen Informationen zu den Teilnahmebedingungen und Einreichungskriterien finden Sie auf der Internetseite der DGG unter: http://dgg-online.org/website_neu/tagungen.

Die Registrierung zum SHE erfolgt über:
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