Informationsdienst

Infodienst Nr. 36 vom 07.10.2021

AMK-Beschluss zu den ZKL-Empfehlungen enttäuscht

Mertz: Nötige wirtschaftliche Perspektive anerkennen

(ZVG) Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) zeigt sich enttäuscht über die fehlende Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit der Unternehmen in der Erklärung der Agrarminister am 1. Oktober 2021 zum Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL).

„Die Mitglieder der ZKL haben gemeinsam das nötige ausgewogene Verhältnis von Ökonomie, Ökologie und sozialen Aspekten innerhalb des angestrebten Transformationsprozesses herausgestellt“, betont ZVG-Präsident Jürgen Mertz. „Wirtschaft, Umwelt und Wissenschaft waren sich einig, dass den Betrieben eine Perspektive aufgezeigt werden muss, die ökologischen Veränderungen auch ökonomisch zu bewerkstelligen.“

Es sei höchst bedauerlich, dass die Agrarminister der Länder sich nicht darauf einigen konnten, diese einstimmig zu unterstützen, so Mertz weiter. „Immerhin haben neun Bundesländer erkannt, dass die Wirtschaft mitgenommen werden muss und dies in einer entsprechenden Protokollerklärung deutlich gemacht.“


Hintergrund:
Das Bundeskabinett hat am 8. Juli 2020 zugestimmt, die Zukunftskommission Landwirtschaft einzusetzen. Diese sollte unter Einbindung von Praktikern, Wissenschaftlern und gesellschaftlichen Akteuren, insbesondere Umwelt-, Tierschutz- und Verbraucherverbänden, praxistaugliche Empfehlungen für eine produktive und ressourcenschonende Landwirtschaft erarbeiten.

Der Abschlussbericht „Zukunft Landwirtschaft. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe - Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft“ wurde einstimmig von den ZKL-Mitgliedern beschlossen und am 6. Juli 2021 an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. In diesem wurde ein klares Bekenntnis zum Zukunftsstandort Deutschland gezogen und unter anderem aufgezeigt, wie wichtig eine ökonomische Perspektive für die Betriebe ist, um die ökologischen Veränderungen anzugehen.


ZVG begrüßt AMK-Vorstoß zum Pflanzenschutz

Keine Mehrbelastung der Betriebe

(ZVG) Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt den Beschluss der Agrarminister zur Pflanzenschutzmittelsituation vom 1. Oktober 2021 und verweist auf die anhaltend nötige Unterstützung der gärtnerischen Betriebe durch Beratung und Forschungsfinanzierung.

„Die Agrarressorts der Länder hatten bereits im vergangenen Jahr die Notlage erkannt und von der Bundesregierung ein Konzept erbeten, wie die EU-Ziele zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln und zur Umsetzung des integrierten Pflanzenschutzes erreicht werden soll“, betont ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer mit Blick auf die heutige Agrarministerkonferenz (AMK).

Angesichts schwindender Pflanzenschutzmittelwirkstoffe müssen dringend ausreichend wirksame Alternativen entwickelt werden, um die Wirtschaftlichkeit der Betriebe zu erhalten und eine regionale, saisonale Versorgung zu ermöglichen. Der von den Ländern gewünschte Schwerpunkt auf die Erforschung und Förderung von vorbeugenden Maßnahmen und nicht-chemischer Pflanzenschutzmaßnahmen werde vom ZVG mitgetragen.

Außerdem müssen neue Alternativen für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln genutzt werden. Hier bietet die Anwendung molekularbiologischer Züchtungsmethoden die Möglichkeit, schneller widerstandsfähige Sorten zu erhalten. Die entsprechende Protokollerklärung mehrerer Bundesländer wird ebenfalls begrüßt.

Kritsch wird dagegen der Vorschlag einer bundesweiten Erfassung von Anwendungsdaten im Pflanzenschutz gesehen. Die Erfassung und Verwaltung dürfen nicht einfach auf die Betriebe abgewälzt werden. Stattdessen sollten alternative Lösungen eruiert werden.


Hintergrund:
Die ergänzenden Berichte des Bundes zur aktuellen Pflanzenschutzmittelsituation erscheint jährlich und zeigt dort bestehende Probleme für gärtnerische und landwirtschaftliche Erzeugung auf. Die Agrarminister bemängelten bereits im vergangenen Jahr, dass der Bericht nicht aufzeige, welche Konsequenzen oder Schlussfolgerungen aus der Situation gezogen werden sollten. Die Ressortchefs forderten den Bund auf, ein entsprechendes Konzept vorzulegen, wie unter Beachtung der im Bericht dargelegten Situation und Erreichung der Pestizidreduktionsziele auch weiterhin eine regionale Erzeugung von Lebensmitteln hoher Qualität gesichert und ausgebaut werden kann. Mit dem Beschluss vom 1. Oktober 2021 bekräftigen die Minister ihre Forderung.


BDC-Werbeausschuss erhöht Kontingent für Pilzboxen

Anhaltend große Nachfrage

(BDC/ZVG) Um der dauerhaft hohen Nachfrage an Pilzboxen für den Unterricht entgegenzukommen, hat sich der Werbeausschuss des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) e. V. dafür entschieden, das Kontingent auf insgesamt 1.250 Boxen pro Jahr zu erhöhen. Zu jeder Saison sind die beliebten Boxen schnell ausgebucht.

Jährlich stellt der BDC mehrere hundert Pilzboxen kostenlos Schulklassen zur Verfügung. Die Anzuchtboxen enthalten alles, was zur erfolgreichen Anlage einer Champignonzucht benötigt wird. Schülerinnen und Schüler können zuschauen, wie in kurzer Zeit Champignons aus der Erde sprießen. Die Pilzbox enthält zusätzlich ausführliche Lehrerdokumente für die Unterrichtsvorbereitung sowie elf verschiedene Arbeitsblätter für die Schüler mit Informationen und Aufgaben zum Ausfüllen. Jedes Paket enthält 25 Schülersätze. Das Material wurde erst vor Kurzem umfassend überarbeitet. Mit Hilfe der Arbeitsblätter erfahren die Kinder mehr darüber, was Pilze sind und welche Aufgabe sie in der Natur haben. Die besondere Bedeutung der Pilze für den Menschen wird herausgestellt. Es wird erklärt, welch wichtige Aufgabe Pilze im biologischen Kreislauf – zum Beispiel als Zersetzer von organischen Materialien – haben. Darüber hinaus wird die Verwendung von Pilzen in der Herstellung verschiedener Lebensmittel wie Milchprodukte (Käse), alkoholische Getränke (Wein oder Bier) und Backwaren (Hefe) informiert.

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Trifft weiterhin auf große Beliebtheit: Pilzboxen des BDC für Schulklassen
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Dr. Kruse ist neuer stellvertretender Vorsitzender im BDC

73. Jahrestagung des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer

(BDC/ZVG) Im Rahmen der Mitgliederversammlung auf der 73. Jahrestagung des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer e. V. (BDC) in Berlin standen Wahlen zum Vorstand und Beirat an. Waldemar Schuller, langjähriger Geschäftsführer der Dohme Pilzvertrieb GmbH, hat sich aus familiären Gründen aus der Geschäftsführung des Unternehmens zurückgezogen. Sein Amt als stellvertretender Vorsitzender des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) e. V. hat Waldemar Schuller Ende September 2021 im Rahmen der Jahrestagung niedergelegt. Nach dem Rücktritt übernimmt Dr. Torben Kruse als langjähriges Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der Pilzland Produktions GmbH die Position des stellvertretenden Vorsitzenden. Nach einstimmiger Wahl in der Jahreshauptversammlung ist der Wechsel der Position erfolgt.

Max Dohme wurde ebenfalls in den Vorstand gewählt sowie Bernd Böging im Amt bestätigt. Für den BDC-Beirat wurden Alfred Evers, Benno Moser, Christian Vogt, Johannes Lücker, Hans Deckers und Andreas Schmaus im Amt bestätigt. Jens Wulfers, Susanne Knobloch, Matthias Surmann und Peter Klocke wurden neu in den Beirat gewählt. Alle Wahlen erfolgten im Rahmen der Mitgliederversammlung in Berlin einstimmig.

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Dr. Torben Kruse, neuer stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender Michael Schattenberg und Waldemar Schuller, ehemaliger Stellvertreter.
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Öffentliche Diskussionsveranstaltung der ZKL am 19. Oktober 2021

Teilnahme per Livestream möglich

(ZKL/ZVG) Auf einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung sollen die Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) und ihre Auswirklungen für die Agrar- und Umweltpolitik in der kommenden Legislaturperiode mit Fachpolitikern diskutieren werden.

Die Veranstaltung mit dem Titel „Im Dialog – Zukunft Landwirtschaft. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ findet am Dienstag, 19. Oktober 2021, ab 15:00 Uhr im Leibniz-Saal der Berlin- Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt und kann unter http://www.zklimdialog.de/ per Livestream verfolgt werden.


Kontaktstudientage in Osnabrück feiern 50. Jubiläum

Treffen vor Ort am 12. und 13. November 2021

(ZVG/Freundeskreis) Bereits zum 50. Mal bieten die Kontaktstudientage der Hochschule Osnabrück anschaulich und kompakt Einblick in Methoden und Ergebnisse der transdisziplinären Forschung. Eingeladen sind am 12. und 13. November 2021 alle Akteure der pflanzentechnologischen, landschaftsarchitektonischen und gartenbaulichen Ausbildung, Fach- und Führungskräfte aus der grünen Branche einschließlich der Beratung, Behörden und Verbände, Absolventinnen und Absolventen der Hochschule und Studierende.

Ziel der Kontaktstudientage soll der rege Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sowie das Pflegen bzw. Knüpfen von (neuen) Kontakten sein. Veranstalter sind der Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück in den Bereichen Gartenbau & Pflanzentechnologie und der Landschaftsarchitektur.

Die Firmenkontaktmesse Gartenbau und Landschaftsarchitektur findet mit über 25 Unternehmen statt. Außerdem werden neue Ergebnisse der bundesweiten Berufsfeldanalyse Landschaftsarchitektur vorgestellt und sechs Absolventinnen und Absolventen berichten aus ihrem Berufseinstieg.

Vorgestellt wird zudem das vom Bundesforschungsministerium geförderte Forschungsprojekt „Produktiv. Nachhaltig. Lebendig. Grüne Finger für eine klimaresiliente Stadt“, das am Beispiel Osnabrücks das Freiraumsystem als resilienzstärkenden, strukturgebenden Teil der Stadtlandschaft entwickeln will.

Am zweiten Tag werden in der Sektion Landschaftsarchitektur Exkursionen in die Grünen Finger der Stadt Osnabrück durchgeführt. In der Sektion Gartenbau & Pflanzentechnologie werden traditionsgemäß aktuelle Forschungsarbeiten aus den beiden Bereichen Gartenbau & Pflanzentechnologie der Hochschule Osnabrück vorgestellt.

Weitere Informationen unter www.kontaktstudientage.de


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