Informationsdienst

Infodienst Nr. 35 vom 25.10.2018

Erstes gemeinsames Symposium von FvRH und BuGG

(ZVG/FvRH) Erstmalig richtet der Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur (FvRH) im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) gemeinsam mit dem Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG) ein erfolgreiches Innenraumbegrünungssymposium aus. Die Veranstaltung war mit fast 70 Teilnehmern ausgebucht.

Um die Wichtigkeit der Innenraumbegrünung im Kontext eines ganzheitlichen Konzeptes zur Gebäudebegrünung zu verdeutlichen, wurde das Symposium bei der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) durchgeführt. Weitere Kooperationspartner waren das Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU), der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL), der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten e.V. (BDLA) und die Schweizerische Fachvereinigung Gebäudebegrünung e.V. (SFG).

Das ganztägige Seminar, das sich an Planer, Städte, Bauherren und Stadtplaner richtete, vermittelte bau- und vegetationstechnische Grundlagen sowie Aktuelles und Innovatives zur Innenraumbegrünung. Das Innenraumbegrünungssymposium versteht sich als Informationsplattform für aktuelle Forschungsergebnisse, neue Richtlinien und Normen und besondere Entwicklungen.

BuGG-Präsident Dr. Gunter Mann begrüßte die Teilnehmer, unterstrich die gelungene Kooperation mit dem FvRH und bedankte sich für deren Engagement. Pascale Klaunig von der DGNB ging in ihrem Vortrag zu „Nachhaltige Innenräume“ auf den Einfluss der Begrünung ein.

Weitere Themen waren „Vertikale Innenraumbegrünungen in Schulgebäuden. Forschungsergebnisse zu System- und Pflanzeneignung sowie Auswirkungen auf das Raumklima“ von Irene Zluwa, Universität für Bodenkultur Wien, Prof. Dr. Manfred Köhler, Hochschule Neubrandenburg zur „Neue FLL-Richtlinie zur Planung und Bau von Innenraumbegrünungen. Was wird sich ändern?“ und Dr. Barbara Jäckel, Pflanzenschutzamt Berlin mit „Pflanzenschutz im Innenraum. Möglichkeiten und Beachtenswertes“.

Jürgen Herrmannsdörfer und Alexander Hildebrand vom FvRH gaben ihr Wissen aus der Praxis an die Teilnehmer weiter. Darüber hinaus konnte der Fachverband seine Partner mit jahrelanger Erfahrung aus Wissenschaft und Praxis in das Symposium einbringen. So haben Gerhard Zemp aus der Schweiz zum Thema „Gute Gestaltung mit Innenraumbegrünung in der Architektur“ und Prof. Dr. Karl-Heinz Strauch aus Berlin „Grundlage für die qualitative und quantitative Beurteilung des Lichtangebots“ referiert.

Mariana Yordanova von der TU München referierte zu „Agricultural Lighting Facade. Vertical Farming und ästhetische Fassadenbeleuchtung“. Die BuGG-Mitglieder Nils van Steenis, Christian Tuschen und Stefan Brandhorst rundeten mit ihren Kurzvorträgen das interessante Tagungsprogramm ab.

Das Symposium zeigte die Aktualität des Themas Gebäudebegrünung mit seinem Segment Innenraumbegrünung, das viele Menschen aus den verschiedensten Richtungen mobilisiert.

Weitere Informationen und die Vorträge stehen unter [Link ansehen] zum Download bereit.

Bildunterschriften/ Downloads: Fotos: BuGG/ FvRH
Fast 70 Teilnehmer verfolgten das BuGG-Innenraumbegrünungssymposium in Stuttgart.
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Die Referenten des Symposiums (stehend v.l.n.r.): Pascale Klaunig, Prof. Dr. Karl-Heinz Strauch, Alexander Hildebrand, Irene Zluwa, Nils van Steenis, Mariana Yordanova, Christian Tuschen, Stefan Brandhorst, Jürgen Herrmannsdörfer, Gerhard Zemp, Prof. Dr. Manfred Köhler, Dr. Barbara Jäckel, Dr. Gunter Mann (BuGG-Präsident).
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Analyse zum ökologischen Anbau in der beruflichen Bildung startet

ZVG unterstützt bundesweites Projekt zur Erfassung des Ökolandbaus in der beruflichen Bildung

(ZVG) Das bundesweite Bildungs-Projekt zur besseren Vermittlung beruflich relevanter Inhalte zum Öko-Landbau in der Berufsbildung wird vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) koordiniert. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begleitet das Projekt und bietet eine Plattform für Austausch. Das KÖN wird in den nächsten Wochen Interviews mit Mitarbeitern der zuständigen Organisationen führen, die den Schwerpunkt in der Berufsbildung zum Gärtner der Fachrichtung Gemüsebau haben.

Die Umsetzung des Projektes ist in drei Abschnitte untergliedert: Telefoninterviews, Dialogforum und Abschlussveranstaltung. Im ersten Projektabschnitt wird untersucht, wie der ökologische Landbau in den verschiedenen Bundesländern bislang in der beruflichen Bildung integriert ist. Dazu werden Telefoninterviews mit Akteuren der beruflichen Bildung durchgeführt, insbesondere mit Vertretern der Landesministerien, Behörden und Organisationen sowie mit Lehrkräften an Berufs- und Fachschulen und der überbetrieblichen Ausbildung.
Im weiteren Verlauf wird ein Dialogforum durchgeführt, zu dem die Interviewpartner und weitere Akteure aus dem Bereich der beruflichen Bildung eingeladen sind. Im Dialogforum werden die Ergebnisse vorgestellt, Feedback und gegebenenfalls die Ergänzungen der Teilnehmer aufgenommen. Zudem werden Handlungsoptionen erarbeitet, wie das Thema Ökolandbau stärker in die berufliche Bildung integriert werden kann.

Zur Vorbereitung des Dialogforums werden noch Ansprechpartner für Telefoninterviews (Dauer ca. 20-30 min) gesucht. Insbesondere Vertreter der Prüfungsausschüsse für Gemüsebau, der zuständigen Stellen sowie Lehrkräfte an Berufs- und Fachschulen und der überbetrieblichen Ausbildung sind gefragt.

Die Projektbeschreibung und die Tagesordnung für das Dialogforum zum Gemüsebau am
27. November 2018 stehen hier zum Download bereit:
[Projektbeschreibung ansehen]

[Tagesordnung ansehen]

Interessenten können sich direkt an info@oeko-komp.de wenden.


„Greenday – Schulen checken grüne Jobs“

Jetzt mitmachen beim bundesweiten Berufsorientierungstag für Umweltberufe

(ZVG) Jährlich findet am 12. November der bundesweite Berufsorientierungstag „Greenday – Schulen checken grüne Jobs“ statt. Auch Gartenbauunternehmen sind an diesem Tag eingeladen, ihre Betriebe für junge Schülerinnen und Schüler zu öffnen und diese durch Betriebsbesichtigungen oder Workshops vom Beruf des Gärtners zu begeistern. Auch Fachverbände sowie Bildungszentren des Gartenbaus können sich am Green Day beteiligen.

Beim „Green Day“ lernen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen Schülerinnen und Schüler aus ihrer Region kennen und stellen ihnen ihr Unternehmen vor. Davon profitieren beide Seiten. Betriebe und Institutionen, die sich am „Green Day“ beteiligen, gewinnen Nachwuchskräfte. Jugendliche entdecken grüne Berufs- und Studienperspektiven.

Unternehmen haben die Möglichkeit, dem Fachkräftemangel aktiv entgegen zu wirken in dem sie sich und ihre Veranstaltung zum „Green Day“ in die Veranstaltungsliste eintragen. Die Nachwuchswerbekoordinatoren der Gartenbau-Landesverbände und Anja Hübner als bundesweite Koordinatorin des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) geben Anregungen für den Aktionstag. Konzepte zum Ablauf eines Aktionstages im eigenen Betrieb finden Mitglieder der Gartenbau-Landesverbände im internen Bereich des ZVG.

Interessierte können ihre Veranstaltung eintragen unter: [Link ansehen].


Für die Attraktivität des Grünen Studiums werben

13. gemeinsamer Parlamentarischer Abend des VDL und BHGL

(ZVG/VDL/BHGL) Am 15. Oktober 2018 fand der 13. gemeinsame Parlamentarische Abend des VDL Bundesverbandes, Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e. V. sowie des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL) in Berlin statt. Abgeordnete aller im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien waren der Einladung der beiden Berufsverbände gefolgt. Zudem konnten zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie der Spitzenverbände des Agribusiness im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft begrüßt werden.

„Für uns als VDL - dem größten akademischen Berufsverband im Agrar-, Ernährungs- und Umweltbereich in Deutschland - zählt die Beobachtung und Analyse des Arbeitsmarktes in der Grünen Branche zu den vorrangigen Aufgaben“, erklärte VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann in seiner Eröffnungsrede. „Und wie sieht es am Arbeitsmarkt für unsere Hochschulabsolventen aktuell aus? Ich bin versucht zu sagen: rosig!“. Ebel-Waldmann verwies dabei auf eine aktuelle VDL-Studie zum Studienverlauf und Berufsfeld von Agrarabsolventen, die am selben Tag in Berlin präsentiert worden war. „Seit einigen Jahren schon können viele Unternehmen, aber auch die öffentliche Verwaltung ihren Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht mehr voll oder nur mit großen Anstrengungen decken. Und dieser Trend wird sich aufgrund des demographischen Wandels noch weiter verstärken“, zeigte sich Ebel-Waldmann überzeugt.

Ebel-Waldmann betonte die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens. Deshalb starte der Verband ab 2019 mit der VDL-Akademie. Gemeinsam mit der Andreas-Hermes-Akademie (AHA) als Kooperationspartner werde der Verband in der VDL-Akademie ein bundesweites Angebot an Seminaren, Trainings und Coachings anbieten.

Der Präsident des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL), Marc-Guido Megies, wies auf die sehr kritische Situation an den deutschen Gartenbau-Hochschulen hin, durch die die universitäre Ausbildung ernsthaft gefährdet sei. Er betonte die Bedeutung der Gartenbauwissenschaften für die Lösung wichtiger Zukunftsfragen. „Unterstützen Sie bitte politisch mit Nachdruck im Dialog mit den Regierungen der Länder und den dort angesiedelten Universitäten und Hochschulen die Ausschreibung von Professorenstellen für die Gartenbauwissenschaften“, appellierte er an die anwesenden Politiker.

Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Agrar- und Gartenbauwissenschaften ein: „Jetzt ist die richtige Zeit, ein Landwirtschafts- und Ernährungsbewusstsein aufzubauen. Das bedeutet eine Politik des aufeinander Zugehens auf einer wissensbasierten Grundlage. Die Digitalisierung ist dabei für mich ein Schlüssel für die weitere Entwicklung der Agrarwirtschaft in den kommenden Jahren. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt Forschung und Innovation und stellt mit dem viertgrößten Forschungshaushalt unter den Ressorts der Bundesregierung hierfür rund 825 Millionen Euro zur Verfügung. Der Gartenbau ist dabei eine wichtige Säule, deren Ausbildung auch in der deutschen Hochschullandschaft verankert sein sollte. Dabei nehmen Berufsverbänden eine besondere Rolle ein als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Politik.“

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VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann (links) und BHGL-Präsident Marc-Guido Megies (rechts) begrüßten den Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Bildmitte) beim gemeinsamen Parlamentarischen Abend der beiden Berufsverbände.
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BHGL bekommt Verstärkung

Verband der Weihenstephaner Ingenieure e. V. Gartenbau, Landschaftsarchitektur neues Mitglied im BHGL

(ZVG/BHGL) Der Verband der Weihenstephaner Ingenieure e. V. Gartenbau, Landschaftsarchitektur wird ab dem 1. Januar 2019 Vereinsmitglied im Bundesverband der Hochschulabsolventen/ Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. (BHGL).

Im Rahmen des Parlamentarischen Abends in Berlin gab Präsident Marc-Guido Megies am 15. Oktober 2018 bekannt: „Über diese „fast historische Entscheidung“ freue ich mich riesig! Der Weihenstephaner Verband hat sich mit rund 500 Mitgliedern für die Vereinsmitgliedschaft im BHGL entschieden. Das bundespolitische Gewicht des BHGL nimmt mit jetzt rund 1.500 Mitgliedern für die Gartenbauwissenschaften und die Landschaftsarchitektur erheblich zu.“

Die Vorsitzende Katrin Kell erklärte: „Zusätzlich war für uns die Öffnung des ergänzenden Serviceangebotes des BHGL für die Mitgliedsverbände ausschlaggebend.“

Neben den Weihenstephanern sind auch der Verein der Ehemaligen Erfurter und Köstritzer Gartenbau, Landschaftsarchitektur e. V., die VEG Geisenheim Alumni Association e. V. und der Freundeskreis der Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. Vereinsmitglied im BHGL.

Die neue Homepage des BHGL wird voraussichtlich zum 1. Januar 2019 freigeschaltet. Mitglieder der Mitgliedsverbände werden dann den zusätzlichen Service erhalten, die BHGL-Stellenangebote, die Praktikumsbörse und die Mentorenliste online nutzen zu können. Mitgliedsverbände haben auch die Möglichkeit, den BHGL-Newsletter an ihre Mitglieder zu versenden.

Bildunterschrift/ Download: Foto: Julia Reinhardt
BHGL-Präsident Marc-Guido Megies (links) und die Vorsitzende der Weihenstephaner Ingenieure Gartenbau, Landschaftsarchitektur Katrin Kell (rechts) freuen sich gemeinsam über die Ausdehnung der zukünftigen bundespolitischen Zusammenarbeit für die Gartenbauwissenschaften und die Landschaftsarchitektur.
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Fortwährende Farbenpracht auf der BUGA Heilbronn 2019

BUGA pflanzt über eine Million Blumenzwiebeln

(ZVG/BUGA Heilbronn 2019) Mehr als eine Million Blumenzwiebeln werden im nächsten Jahr auf der BUGA Heilbronn für eine fortwährende Farbenpracht sorgen. Über mehrere Tage hinweg wurden dafür vor allem an der Sommerinsel und im Rosengarten Zwiebeln von Hand gepflanzt und zwischen Rosen und Stauden verstreut.

Der überwiegende Teil der Blumenzwiebeln auf der Sommerinsel wurde maschinell in den Rasen gepflanzt. Im Frühjahr prägen vor allem Tulpen, Narzissen, Märzenbecher und Schachbrettblumen das Bild. Zierlauch, Steppenkerzen, Lilien und Sternblumen werden sich später dazugesellen.

„Die grünen Rasenhügel der Sommerinsel ahmen die Moränenlandschaft des Voralpenlandes nach“, sagt Wolfgang Schück vom Architekturbüro LOMA in Kassel. „Auf den Hügeln soll farbiger Schaum blühen – ähnlich dem Schaum von Wasserwellen im Meer“, erläutert Schück die kreative Idee hinter der Gestaltung. Das Design der Sommerinsel mit Hügeln, Wellen und Bepflanzungskonzept entstand digital. Auch die Umsetzung erfolgt unter digitaler Anleitung. So zeigten Displays dem Baggerfahrer an, wann die Hügel nach Höhe und Schräge die richtigen Maße erreicht hatten. Auch die maschinelle Pflanzung folgt einem exakten digitalen Fahrplan.

„Jetzt ist die richtige Zeit für die Pflanzung der Blumenzwiebeln“, erklärt Rüdiger Eckhardt, Leiter der gärtnerischen Abteilung bei der BUGA. „Und wir haben Glück. Witterung und Bodenbeschaffenheit sind ideal für die Arbeiten.“

„Über eine Million Blumenzwiebeln – das ist schon eine imposante Zahl. Aber für die große Fläche brauchen wir auch entsprechende Mengen. Farben und Düfte sind immens wichtig. Solche Sinneseindrücke prägen das Erlebnis Gartenschau“, sagt Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH. “Unsere Besucher sollen ja nächstes Jahr sehen und spüren, dass sie auf einer BUGA sind.“

Außerdem sind für den Wechselflor während der Bundesgartenschau 250.000 einjährige Pflanzen eingeplant. An mehrjährigen Pflanzen hat die BUGA bereits 100.000 Stauden und 8.000 Rosen auf dem Gelände gepflanzt. Im nächsten Jahr, wenn die BUGA für 173 Tage ihre Pforten geöffnet hat, zeigt sich dann die ganze Pracht der Blumen und Pflanzen.

Die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 ist die erste, die eine Garten- und Stadtausstellung kombiniert. Unter dem Motto „Blühendes Leben.“ gehen vom 17. April bis 6. Oktober 2019 gärtnerisches Können und urbanes Wohnen am Neckar eine Symbiose ein.

Bildunterschrift/ Download: Foto: © Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH
Der überwiegende Teil der Blumenzwiebeln auf der Sommerinsel wurde maschinell in den Rasen gepflanzt.
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Politische Meldung der letzten Woche

Gartenbau von Mautpflicht verschont

Bundestag verabschiedet Ausnahmeregelung für lof Fahrzeuge

(ZVG) Der Bundestag hat gestern das fünfte Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes verabschiedet. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt die Ausnahmeregelung für land- und forstwirtschaftliche (lof) Fahrzeuge und Transporte.

Im Bundesfernstraßenmautgesetz ist nun mehr geregelt, dass „land- oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge im Güterkraftverkehr mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von maximal 40 km/h“ von der Mautpflicht ausgenommen sind. Leider ist es nicht gelungen, die von den Verbänden geforderte Erhöhung auf 60 km/h umzusetzen. Dies wurde vom Bundestag mit Hinweis auf zu große Wettbewerbsverzerrungen gegenüber dem gewerblichen Güterkraftverkehr abgelehnt.

Beschlossen wurde außerdem, dass alle Transporte, die gemäß § 2 Absatz 1 Nummer 7 Güterkraftverkehrsgesetz von den Vorschriften des Güterkraftverkehrs ausgenommen sind, in Zukunft auch nicht der Mautpflicht unterliegen. Diese Transporte können auch mit Fahrzeugen durchgeführt werden, die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h überschreiten. Voraussetzung für die Mautbefreiung ist, dass es sich um Transporte eigener landwirtschaftlicher Produkte oder Bedarfsgüter oder um solche Transporte im Rahmen der Nachbarschaftshilfe handelt. Auch landwirtschaftliche Gartenbaubetriebe, wie etwa Produktionsbetriebe im Zierpflanzenbau, Gemüse- und Obstbau oder Baumschulen profitieren von dieser gesetzlichen Regelung.

„Besonders positiv bewerten wir auch die Klarstellung, nach der auf Leerfahrten im Zusammenhang mit den befreiten Transporten durch land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge, ebenfalls keine Maut entfällt. Mit der Gesetzesänderung herrscht für unsere Gartenbaubetriebe nun endlich mehr Rechtssicherheit“, erklärt ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer.

Das fünfte Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes wird ab 1. Januar 2019 in Kraft treten.


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