Informationsdienst

Infodienst Nr. 35 vom 08.10.2020

ZVG: Wassernutzung fair gestalten

Alle Interessensgruppen frühzeitig bei Wasserstrategie einbinden

(ZVG) Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt die Ankündigung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 8. Oktober 2020, innerhalb einer Wasserstrategie gemeinsame Spielregeln für die Wassernutzung bei Knappheiten festzulegen. Frühzeitig sollten hier alle Interessengruppen beteiligt werden.

„Drohenden Nutzungskonkurrenzen und -konflikten um Wasser muss angesichts der häufiger auftretenden Dürreperioden frühzeitig, flexibel und unter Beteiligung aller Interessengruppen begegnet werden“, betont ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer.

Dafür müssen die zuständigen Behörden regionale Konzepte für Maßnahmen der Klimaanpassung und für die Festlegung von Nutzungsprioritäten von Grund- und Oberflächengewässern erarbeiten. Die Sicherung der regionalen Ernährung und gartenbaulichen Produktion muss dabei dringend ausreichend berücksichtigt werden, macht Fleischer deutlich. Klimawandelbedingt steigt der Bedarf an Bewässerung für die intensiven Kulturen.

Weitere Ansatzpunkte im Zuge einer Wasserstrategie müssen aus Sicht des ZVG die Erstellung von Wasserspeichern, die Installierung modernster Förder- und Bewässerungstechnik sowie eine noch bedarfsgerechtere Bewässerungssteuerung sein.

Gemeinsame Organisationen der Wasserverbünde mit dem regionalen Anbau sollten gefördert werden

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sprach sich beim heutigen Nationalen Wasserdialog für eine Priorisierung von Wassernutzung aus, um sich frühzeitig auf einen möglichen Wassernotstand einstellen zu können.


Hintergrund:
Der Nationale Wasserdialog war 2018 vom Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Umweltbundesamt initiiert worden. Die Schlussfolgerungen daraus sollen in die nationale Wasserstrategie einfließen, die Sommer 2021 vorgestellt werden soll.

Im Obst- und Gemüsebau führte die Trockenheit 2020 erneut zu höheren Kosten durch die Bewässerung der Kulturen. Rund 80 Prozent der Obst- und Gemüseflächen können und müssen bewässert werden.


Chancen von Crispr/Cas nutzen

ZVG beglückwünscht Nobelpreisträgerinnen für Chemie

(ZVG) Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) beglückwünscht Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna zum diesjährigen Nobelpreis für Chemie für ihre Entwicklung der Genschere Crispr/Cas9.

„Crispr/Cas9 hat neue Möglichkeiten für die Pflanzenzüchtung geschaffen“, erläutert ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. Angesichts von Klimawandel, Wetterextremen sowie Krankheiten oder Schädlingen sind widerstandsfähige Pflanzen wichtiger denn je.

Mit Hilfe neuer Züchtungsmethoden können hier dringend benötigte Antworten in kürzerer Zeit gefunden werden. Das Potenzial neuer Züchtungsmethoden muss in Deutschland nutzbar gemacht werden.

In der diesjährigen Begründung des Nobelkomitee für Chemie heißt es, Crispr/Cas9 habe die molekularen Lebenswissenschaften revolutioniert, führe zu innovativen Pflanzen, trage zu innovativen Krebstherapien bei und könne den Traum von der Heilung vererbter Krankheiten wahr werden lassen. Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna machten eines der schärfsten Werkzeuge der Gentechnologie nutzbar.


Hintergrund:
Der Nobelpreis wird seit 1901 vergeben und geht auf Alfred Nobel (1833-1896) zurück. Für jede der fünf Kategorien Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und den Friedensnobelpreis gibt es ein eigenes Nobelkomitee.

Am 25. Juli 2018 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) sein Urteil zur Einordnung neuer Mutageneseverfahren gefällt. Dadurch werden neue Züchtungstechniken, auch das DNA-freie Gene Editing, mit der klassischen Gentechnik gleichgesetzt. Das bringt hohe Anforderungen an die Zulassung und ein kostspieliges Zulassungsverfahren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der EU mit sich. Im Ergebnis lassen sich Pflanzen, die durch klassische Züchtung entstanden sind, nicht von denen unterscheiden, die durch moderne Mutageneseverfahren erzeugt wurden.


Weiterhin hoher Bedarf an Berufsschullehrern

ZVG zum Internationalen Tag des Lehrers

(ZVG) Auf den anhaltenden hohen Bedarf an gärtnerisch-qualifizierten Berufsschullehrern macht der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) zum Weltlehrertag am 5. Oktober 2020 aufmerksam.

„Der Beruf des Gärtners gewinnt bei den Jugendlichen an Attraktivität“, betont der Vorsitzende des ZVG-Ausschusses für Bildungspolitik und Berufsbildung, Jakob Hokema, und verweist auf die stabilen Ausbildungszahlen im Gartenbau. Gleichzeitig sind die gärtnerischen Betriebe dringend auf gutausgebildete Fachkräfte angewiesen.

„Wir brauchen starke Standorte, die Berufsschullehrer ausbilden“, so Hokema. Der ZVG hat sich gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband e. V. (DBV) erfolgreich für den Erhalt des Studiengangs zum Berufsschullehramt Gartenbau- und Agrarwissenschaft für den Standort Berlin eingesetzt. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Berufsausbildung auf die anrückende Pensionswelle der Berufsschullehrer nicht ausreichend vorbereitet ist. Bei den Prüfungskommissionen muss in den Bundesländern teils bereits auf pensionierte Lehrkräfte zurückgegriffen werden.


Hintergrund:
Der Weltlehrertag wird seit 1994 jährlich am 5. Oktober begangen. Er geht auf eine Initiative von UNESCO, Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) und Bildungsinternationale (EI) zurück. Mit ihm soll auf die besondere Bedeutung des Lehrerberufs für die Bildung hingewiesen werden. Dazu zählt auch die Ausbildung der Lehrkräfte selbst.


Pflanzkonzepte für den Schatten und Halbschatten

Staudengärtner veröffentlichen kompakte Broschüre über sieben Staudenmischungen

(ZVG/BdS) Reiche Formen- und Farbspiele sind auch bei Pflanzungen im Halbschatten und Schatten dauerhaft und pflegeleicht möglich. Dies zeigt die kompakte Broschüre „Pflanzkonzepte für den Schatten und Halbschatten“ des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG).

Die Staudenmischpflanzung „Veitshöchheimer Schattengold“ kombiniert beispielsweise gelbe Blüten mit sehr unterschiedlichen gelb-grünen Blattformen. Rottöne dominieren im „Veitshöchheimer Rubinsaum“. Mit dem Klassiker im Schatten – weißen Blüten und wintergrünen Blättern - bezaubert das "Schattengeflüster. Die vom Bund deutscher Staudengärtner veröffentlichte Broschüre „Pflanzkonzepte für den Schatten und Halbschatten“ informiert attraktiv, bildreich und kundenfreundlich über den Charakter und die Verwendung von sieben Mischpflanzungen. Die jeweilige Pflanzenliste ist das Kernstück der Mischung und ihre Einhaltung sichert den Erfolg der wissenschaftlich getesteten Mischungen. Für Kunden wird der Aspektkalender interessant sein, der bebildert aufzeigt, in welchen Monaten Blatt-, Blüten- und Fruchtstände besonders prägnant hervortreten.

Neben vier überaus reizvollen Konzepten der LWG Veitshöchheim, geeignet für niederschlagsreiche Regionen, sind die bekannten und bewährten Schattenmischungen „Schattengeflüster“, „Schattenglanz“ und „Schattenzauber“ in der Broschüre aufgeführt. 48 Seiten umfasst die handliche Zusammenstellung im DIN-lang-Format. Sie ist über den BdS erhältlich unter info@stauden.de. Ab einer Bestellmenge von 10 Exemplaren wird die Schutzgebühr von jeweils 1 Euro berechnet.

Bildunterschrift/ Download: Foto: BdS
Die Broschüre „Pflanzkonzepte für den Schatten und Halbschatten“ kann beim Bund deutscher Staudengärtner (BdS) bestellt werden
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8. Grünberger Friedhofsgärtnertage finden statt

Programm für den 9. bis 12. Dezember 2020 veröffentlicht

(Bildungsstätte/ZVG/BdF) Die 8. Grünberger Friedhofsgärtnertage finden vom 9. bis 12. Dezember 2020 in der Bildungsstätte Gartenbau statt. In einem umfangreichen Programm werden aktuelle Themen aufgegriffen.

Andreas Hilger vom Gartenbauverband Mitteldeutschland e. V., der das Projekt Next Green Generation–Unternehmensnachfolge im Gartenbau leitet, wird mit den Teilnehmern intensiv das Thema „Betriebsnachfolge richtig planen“ besprechen. In dem „Social Media Workshop: Mehr Präsenz im Internet“ erhalten die Teilnehmer von den Referentinnen Diana Fütterer und Dr. Birgit Puck hilfreiche und praxisnahe Tipps für einen professionellen Internetauftritt.

Außerdem werden Prof. Dr. Wolfgang Ziegler und Viola Röder zu den Themen „Friedhofsgärtner zukunftsfähig machen“ und „Persönlichkeitsgerechte Kundenansprache“ als Referenten auftreten.

Am Samstagvormittag haben die Teilnehmer zusätzlich die Möglichkeit, das Programm aktiv mit zu gestalten. Probleme, Ideen oder Themen, die Sie bewegen, können in Form eines kurzen Beitrages angesprochen und im Anschluss diskutiert werden.

Unter info@bildungsstaette-gartenbau.de oder www.bildungsstaette-gartenbau.de können Sie sich anmelden.


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