Informationsdienst

Infodienst Nr. 30 vom 03.09.2020

ZVG fordert Folgenabschätzung für Brennstoffemissionshandelsgesetz

Vorgeschlagene Entlastungsmaßnahmen reichen nicht aus

(ZVG) Im Vorfeld der erneuten Befassung des Bundestages mit dem Änderungsgesetz zum Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) warnt der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) vor einer übermäßigen Belastung der gärtnerischen Betriebe. Er fordert eine Folgenabschätzung der geplanten CO2-Bepreisung für den Gartenbau und eine entsprechende Anpassung bei den Entlastungsmaßnahmen.

„Unsere Unternehmen zählen zu den kleineren Unternehmen und bedürfen von daher auch einer besonderen Berücksichtigung bei den Entlastungsmaßnahmen“, betont ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer.

Vor der Verabschiedung des Änderungsgesetzes ist unbedingt notwendig, die Ergebnisse der Folgenabschätzung in die Gestaltung der Entlastungsmaßnahmen einfließen zu lassen, unterstreicht Fleischer. Sollten sich die Kompensationsregelungen an der Industrie im bestehenden EU-Emissionshandel orientieren, drohen die Unternehmen des Gartenbaus aus dem Förderrahmen herauszufallen.

Der ZVG hatte wiederholt auf die besondere Bedeutung der CO2-Bepreisung für die Gartenbau-Unternehmen hingewiesen und nötige Entlastungsmaßnahmen aufgezeigt. Im Vorfeld der kommenden Sitzungswoche des Bundestages wandte er sich zuletzt in einem Schreiben mit konkreten Entlastungsvorschlägen an die Mitglieder der Bundestagsauschüsse für Umwelt, Ernährung und Wirtschaft.

Das Positionspapier „Vorschlag für Entlastungsmaßnahmen zur CO2-Bepreisung“ kann HIER nachgelesen werden.


Hintergrund:
Das Gesetz zur Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes ist auf den parlamentarischen Weg gebracht worden, am 18. Juni 2020 erfolgte die erste Lesung und die Überweisung an den federführenden Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Große Industrieanlagen sind im EU-Emissionshandelssystem mit Carbon-Leakage-Maßnahmen geschützt. Gartenbaubetriebe sind nicht Teil des europäischen Emissionshandelssystems. Im Zuge des BEHG bedarf es daher eines Schutzes für kleinere und mittelständische Unternehmen, die nur über den nationalen Emissionshandel betroffen sind.

Der ZVG fordert eine umfassende Absenkung der EEG-Umlage. Weitere mögliche Entlastungsmaßnahmen wären Investitionsförderungen, steuerliche Sonderabschreibungen auf Investitionen in erneuerbare Energien, die Abschaffung der Stromsteuer, eine Senkung der Abgaben und Umlagen im Strompreis sowie die Erstattung der CO2-Kosten bei Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienzmaßnahmen.


Workshops zu umweltschonender Kultivierung

Azerca-Wintertagung vom 6. bis 8. Dezember 2020 in Heidelberg

(ZVG/Azerca) Die gesetzlichen Vorgaben für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Substraten, Dünger und Verpackung nehmen EU-weit und national zu, die Qualitäts- und Preisvorgaben ebenfalls. Wie können Gärtner perspektivisch dennoch erfolgreich kultivieren? Die Azerca bietet ihren Mitgliedern bei der Wintertagung drei Workshops, um gezielt auszuloten, wie sie ihre Produktion optimieren können und welche Fragen aus der Praxis im Versuchswesen noch gelöst werden müssten. Einen umfassenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Umweltbereich auf nationaler und EU-Ebene gibt der Umweltreferent des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), Dr. Hans Joachim Brinkjans. Den Workshop Substrate/ Düngung/ Bewässerung leiten Barbara Degen, Lehr- und Versuchsanstalt Heidelberg, Norbert Gröger, Ingenieurbüro Gröger, Willich, und Dr. Elke Ueber, Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Zu Pflanzenschutz und Kultivierung leiten Rainer Wilke und Rainer Peters, beide Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, die Arbeitsgruppe und zu Töpfe, Trays und Verpackung Dr. Svea Pacyna-Schürheck, Geschäftsführerin der Landgard Obst & Gemüse GmbH & Co. KG und Dr. Hans Joachim Brinkjans.

Ein speziell auf die Azerca ausgerichtetes Pflanzenschutzmittel-Sachkunde Seminar leitet Rainer Wilke am 8. Dezember 2020 nachmittags. Zuvor werden die Teilnehmer die Lehr- und Versuchsanstalt in Heidelberg besuchen und die Baumschule Huben in Ladenburg.

Zu den Entwicklungen bei Gefahren und im Risikomanagement wird Manfred Klunke, Vorsitzender des Vorstandes der Gartenbau-Versicherung VVaG die Azercaner informieren.
Nähere Informationen zu der Tagung stehen auf der www.azerca.de und gibt die Azerca-Geschäftstelle unter info@azerca.de.


HortiCo 4.0 präsentiert Innovationsprojekte beim Gemüsebaufeldtag

Vorige Anmeldung der Besucher notwendig

(ZVG/ HortiCo 4.0) Im Förderschwerpunkt Gartenbau 4.0 fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium Innovationsprojekte im Bereich Digitalisierung und Automatisierung im Gartenbau.

Begleitet werden die geförderten Projekte von einem übergreifenden Vernetzungs- und Transfervorhaben "HortiCo 4.0", welches vom Thünen-Institut, dem Leibniz Institut für Agartechnik und Bioökonomie, dem DLR Rheinpfalz, der LVG Heidelberg sowie dem Institut für mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge der TU Braunschweig in enger Abstimmung mit dem Ministerium durchgeführt wird. Im Zentrum des Vorhabens stehen die projektübergreifende Vernetzung sowie der öffentlichkeitswirksame Transfer der Projektthemen und der Forschungsergebnisse.

HortiCo 4.0 stellt sich und die Innovationsprojekte erstmalig auf einer Besucherveranstaltung, dem Gemüsebaufeldtag in Schifferstatt, vor.
Eines der Innovationsprojekte ist "HortiSem", an dem auch hortigate beteiligt ist. In dem Verbund-Projekt „HortiSem“ soll das Pflanzenschutz-Informationssystem „PS Info“ mit Informationen aus weiteren Quellen, wie beispielsweise den Rückstandshöchstmengen der EU-Datenbank sowie Informationen der Warndienste, mittels Linked-Data-Prinzipien verknüpft und maschinell lesbar aufbereitet werden.

Der Feldtag findet am 10. September 2020 am Versuchsbetrieb Queckbrunnerhof in Schifferstadt statt. Aufgrund der Corona-Vorschriften müssen sich Besucher vorab unter https://www.gartenbau.rlp.de anmelden. Anmeldeschluss ist der 7. September 2020.


32. Berufswettbewerb mit Aufgaben für jede Fachrichtung

Vorbereitungen laufen

(AdJ/ZVG) Mit neuen Aufgabenfeldern und neuen Autoren steht der 32. Berufswettbewerb der Gärtnerinnen und Gärtner unter dem Motto „Berufswettbewerb für junge Gärtner*innen 2021. Gärtner. Der Zukunft gewachsen. Wir sind die Lösung “ in den Startlöchern.

Erstmals wird jede Fachrichtung mit einer Aufgabe vertreten sein. Zusätzlich gibt es eine übergreifende Aufgabe mit dem Schwerpunkt „Kreatives Gestalten“. Diese Aufgabenanzahl wird im Bundesentscheid auf zwölf gesteigert, in denen neben den Fachrichtungen weitere aktuelle Themen aufgegriffen werden, die zu dem Motto „Wir sind die Lösung“ passen. Im Vorfeld startete eine Weiterbildung der Autoren, um die Schnittpunkte von Nachhaltigkeitsfragen im Gärtnerberuf zu verdeutlichen.

Der Wettbewerb wird am 5. Februar 2021 an der Ernst-Benary-Schule in Erfurt offiziell eröffnet. Das Zeitfenster für die Erstentscheide läuft bis zum 1. März 2021. Für die sichere Durchführung wird derzeit ein bundesweites Hygienekonzept erarbeitet, welches vor dem Startschuss an die jeweiligen Vorgaben der Länder angepasst wird.


Schnuppermitgliedschaft im Bund deutscher Staudengärtner erneuert

Starkes Interesse an der Gemeinschaft soll weiterhin gefördert werden

(ZVG/BdS) Die kollegiale Zusammenarbeit und die Fachkompetenz der Staudengärtner nimmt im Bund deutscher Staudengärtner weiter zu. 2020 hat der BdS allein vier neue Mitglieder aufgenommen. Die Dynamik kann mit der nun vom BdS-Vorstand erneuerten Probemitgliedschaft verstärkt werden. Interessierte Staudengärtner und Staudengärtnerinnen sind damit eingeladen, die aktive Gemeinschaft ein Jahr lang mitzuerleben:

  • Sie können an den Wintertagungen und den sehr engagierten Mitgliederversammlungen teilnehmen (ohne Stimmrecht).
  • Sie können die Kollegen in den Regionalgruppen kennen lernen.
  • Sie erhalten die Mitgliedsinformationen des BdS.
  • Sie können Werbematerialien für ihre Kunden nutzen.

Für eine Jahrespauschale von 100 Euro öffnet sich der Bund deutscher Staudengärtnern neuen Mitgliedern. Vollmitgliedern bleibt weiterhin die Stimmberechtigung vorbehalten, den Pflanzentausch nutzen zu können und auch in die Bezugsquellenliste aufgenommen zu werden. Auch das Qualitätszeichen Stauden des Zentralverbands Gartenbau e. V. (ZVG) mit dem intensiven fachlichen Austausch können nur ordentliche Mitglieder führen.

Nähere Informationen gibt die Geschäftsstelle des BdS unter info@stauden.de und telefonisch unter 0228 8100-251.


VDG mit neuem Geschäftsführer

Thomas Buchenau folgt auf Peter Botz

(VDG/ZVG) Der Vorstand des Verbandes deutscher Gartencenter e. V. (VDG) hat einstimmig Herrn Thomas Buchenau zum neuen Geschäftsführer berufen. Er wird sein neues Wirkungsfeld zum 1. Oktober 2020 antreten.

Der 48-jährige studierte Landschafts- und Freiraumplaner und arbeitete zunächst als Landschaftsarchitekt und Vertriebsmitarbeiter im hagebaumarkt Empelde bei Hannover. Daran schlossen sich verschiedene Positionen im Gartencenter-Franchiseverband NBB egesa Gartencenter GmbH an. Zuletzt war er Regional Manager Deutschland bei dem niederländischen Franchiseverband Intratuin Nederland B.V.

Buchenau folgt auf Peter Botz, der aus Altersgründen aus seinem Amt ausscheidet. Der ZVG dankt Peter Botz für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit zwischen den Verbänden und freut sich auf deren Fortsetzung mit Thomas Buchenau.

Bildunterschrift/ Download: Foto: VDG
Neuer VDG-Geschäftsführer Thomas Buchenau
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