Informationsdienst

Infodienst Nr. 26 vom 25.06.2020

ZVG begrüßt Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Dauerhafte Förderung der betrieblichen Verbundausbildung sinnvoll

(ZVG) Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt den Kabinettsbeschluss vom 24. Juni 2020 zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ und fordert eine schnelle Umsetzung, um den Betrieben Planungssicherheit zu verschaffen. Angesichts des anhaltenden Fachkräftebedarfes und nötigen Nachwuchsförderung sollte unbedingt die dauerhafte Förderung der betrieblichen Verbund- oder Auftragsausbildung diskutiert werden.

„Ausbilden in der Krise ist nicht einfach, denn das bringt eine finanzielle und zeitliche Belastung für die Betriebe mit sich“, betont ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer.

Die Unterstützung der Ausbildungsbetriebe, die ihr Ausbildungsplatzangebot während der Pandemie aufrechterhalten oder sogar erhöhen konnten, ist daher ein wichtiges Signal. Zu begrüßen ist auch die Übernahmeprämie für Betriebe, die zusätzlich Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen. Bei allen anstehenden Beschlüssen muss sichergestellt sein, dass alle Berufe in der dualen Ausbildung davon profitieren. Zu oft wurde der Gartenbau und der Agrarbereich bei den notwendigen Formulierungen vergessen.


Hintergrund:
Das Bundeskabinett hat gestern beschlossen, ein Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ aufzulegen. Das Eckpunktepapier sieht fünf Unterstützungsmaßnahmen zur Sicherung der betrieblichen Ausbildung vor.

Dazu gehören eine Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind sowie eine Ausbildungsprämie bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus. Außerdem soll es Unterstützung für die Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung geben. Des Weiteren ist eine Übernahmeprämie für klein- und mittelständische Unternehmen vorgesehen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen KMU bis zum 31. Dezember 2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.

KMU, die die Ausbildung im Betrieb nicht fortsetzen können, sollen die Möglichkeit einer vorübergehenden geförderten betrieblichen Verbund- oder Auftragsausbildung erhalten.


Mertz: Urbanen Raum beim Insektenschutz einbeziehen

ZVG zum Runden Tisch der Bundesregierung

(ZVG) Für eine stärkere Berücksichtigung der urbanen Räume beim Insektenschutz hat sich der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) ausgesprochen. Beim Runden Tisch Insektenschutz der Bundesregierung am 24. Juni 2020 verwies ZVG-Präsident Jürgen Mertz auf die Mitverantwortung und Unterstützungswillen der Bevölkerung.

„Die Corona-Pandemie hat nochmals die hohe Identifikation der Verbraucher mit den heimischen Gärten und Produkten herausgestellt“, betont Mertz. Der Insektenrückgang wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Ebenso muss auch der Insektenschutz auf mehreren Ebenen ansetzen. Der Berufsverband kann über seinen Kontakt mit den Verbrauchern beraten und unterstützen.

Des Weiteren sprach sich der ZVG-Präsident für eine intensivere Forschung und Züchtung aus. Auch der Integrierte Pflanzenschutz mit seinen abgestimmten vorbeugenden, mechanischen, biologischen und chemischen Maßnahmen muss unbedingt weiterverfolgt werden, unterstreicht Mertz.


Hintergrund:
Der Runde Tisch findet zweimal jährlich statt und ist Teil des Aktionsprogramms Insektenschutz (API) der Bundesregierung, mit dem die Ursachen für das Insektensterben umfassend angegangen werden sollen. An ihm nahmen neben Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auch Vertreter von Branchen- und Umweltverbänden teil.

Der ZVG hat sich von Anfang an für eine differenzierte Betrachtungsweise und die gemeinsame Entwicklung von Maßnahmen mit allen Betroffenen stark gemacht.


Leitlinie zum integrierten Pflanzenschutz im Haus- und Kleingartenbereich

Jetzt zum Download bereit

(ZVG) Die „Sektorspezifische Leitlinie zum integrierten Pflanzenschutz im Haus- und Kleingartenbereich“ hat das Anerkennungsverfahren, das der Nationale Aktionsplan Pflanzenschutz (NAP) vorgibt, durchlaufen und kann auf der Internetseite des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) unter www.g-net.de heruntergeladen werden.

An der Erarbeitung der Leitlinie war der ZVG mit weiteren Verbänden der Grünen Branche unter Federführung des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde beteiligt. Die Leitlinie gibt den Handlungsrahmen für den Pflanzenschutz in Privatgärten vor. Dabei haben kulturtechnische, biologische, biotechnische und physikalische Maßnahmen und die Anwendung von Pflege- und Pflanzenstärkungsmitteln Vorrang. Zusätzlich werden auch praktische Hinweise zur Anwendung der Pflanzenschutzmittel und zum Anwenderschutz gegeben. Die Broschüre richtet sich an die für den Pflanzenschutz im privaten Bereich zuständige, bundes- und landespolitische Ebene sowie an Fachberater und Verkäufer.


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