Informationsdienst

Infodienst Nr. 17 vom 24.04.2017

Friedhofsgärtner präsentieren sich auf der IGA in Berlin

Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ im frühlingshaften Glanz zum IGA-Auftakt

(BdF/ZVG) Am 13. April 2017 eröffnete die Internationale Gartenausstellung Berlin 2017 (IGA) ihre Tore für Besucher. Schon wenige Tage nach der Eröffnung ist der Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ ein absoluter Besuchermagnet. Mit filigraner Grabgestaltung, dem neuen Grabgestaltungskonzept „NaturRuh“, umfangreicher Nachwuchswerbung und kompetenter Beratung präsentiert sich der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) auf der IGA.

Insgesamt 120 Schaugräber können Besucher bis zum 15. Oktober 2017 am IGA-Standort in Berlin Marzahn-Hellersdorf bewundern. Die 29 Urnengräber, 21 Einzelgräber und 28 Doppelgräber sind in fünf Ellipsen angelegt, durch welche Rundwege führen. Neben den traditionellen, rechteckigen Ruhestätten gibt es weitere neun Grabflächen in fließenden Formen. Diese sind flächenmäßig so groß wie Doppelgräber und stehen für eine moderne individuelle Grabgestaltung. Darüber hinaus wird das neue Konzept für Gemeinschaftsgrabanlagen – „NaturRuh“ – erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

"Filigrane Grabgestaltung, fundierte Beratungsangebote und die Präsentation von 'NaturRuh‘ - wir Friedhofsgärtner geben auf der IGA in Berlin mal wieder Vollgas. Ich freue mich sehr darüber, nun endlich das fantastische Ergebnis der jahrelangen Planungen rund um diesen Ausstellungsteil zu sehen und natürlich auf viele tausende Besucher", erklärt Birgit Ehlers-Ascherfeld, Vorsitzende des BdF.

Im Frühjahr, Sommer und Herbst setzen die Friedhofsgärtner farbliche Akzente mit der Saisonbepflanzung. Eine Fachjury bewertet die Gräber nach jedem Pflanztermin. Nach einem Punktespiegel werden Medaillen und Ehrenpreise vergeben. Die drei Gräber, die während der gesamten Laufzeit die höchsten Bewertungen erhalten, werden zum Abschluss mit dem Staatsehrenpreis ausgezeichnet. Die Pflege des Ausstellungsteils wird von jungen Friedhofsgärtnern und Auszubildenden aus dem gesamten Bundesgebiet geleistet. Sie sind jeweils für zehn Tage in Berlin, um unter Anleitung eines erfahrenen Friedhofsgärtners ihr Fachwissen und praktisches Können zu erweitern. Außerdem haben Besucher im Pavillon der Friedhofsgärtner und Steinmetze die Möglichkeit, sich rund um das Thema Grabgestaltung zu informieren.

Bildunterschriften/Downloads: Fotos: BdF
Besucher auf dem Gelände: Bereits in den ersten IGA-Stunden zog der Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ viele interessierte Besucher an.
[Bild herunterladen]

NaturRuh: Das zukunftsweisende Konzept „NaturRuh“ präsentierte Birgit Ehlers-Ascherfeld zur IGA-Eröffnung zum ersten Mal der Öffentlichkeit.
[Bild herunterladen]


Ein Jahr lang Botschafterin für die Grüne Branche sein?

Bewirb dich jetzt für das Amt der Deutschen Blumenfee 2017/2018 des ZVG!

(ZVG) Du bist Gärtnerin oder Floristin und hast Spaß daran, andere Menschen von Deinem Beruf zu begeistern? Dein Herz schlägt für Blumen und Pflanzen und du gestaltest leidenschaftlich gern mit ihnen? Dann bewirb dich jetzt für das Amt der Deutschen Blumenfee 2017/2018 des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) und sei ein Jahr lang Botschafterin der Grünen Branche.

Bei öffentlichen Auftritten in ganz Deutschland, im Fernsehen oder im Rundfunk kannst du mit deiner eigenen Leidenschaft für Blumen und Pflanzen, die der anderen wecken.

„Mein Jahr als Deutsche Blumenfee 2016/2017 war für mich eines der schönsten und spannendsten Jahre. Ich konnte viele neue Kontakte knüpfen, neue Orte entdecken und interessante Veranstaltungen besuchen. Mein persönliches Highlight war dabei die Internationale Grüne Woche in Berlin, wo ich mit meinem Team auch bei der Standgestaltung des ZVG mitgewirkt habe. Aber auch bei der Internationalen Pflanzenmesse in Essen und der Eröffnung der IGA Berlin 2017 dabei zu sein und unsere spannende Branche zu repräsentieren, war sowohl eine persönliche als auch eine berufliche Bereicherung für mich. Seid mutig und offen für alles, was die Branche umtreibt und bewerbt euch“, ermuntert Corina Krause, die amtierende Deutsche Blumenfee, interessierte junge Frauen.

Engagierte Gärtnerinnen und Floristinnen können sich für das Ehrenamt der Deutschen Blumenfee bewerben, um ein Jahr lang den Deutschen Gartenbau zu repräsentieren, wenn sie:

  • eine abgeschlossene Berufsausbildung als Gärtnerin oder Floristin vorweisen können
  • Spaß am Gestalten mit Pflanzen haben
  • flexibel auf Termine eingehen können
  • offen sind und Freude an Auftritten vor Publikum und in der Öffentlichkeit haben

Deine schriftliche Bewerbung mit Lichtbild und Lebenslauf sowie einer aussagekräftigen Begründung für das Amt der Deutschen Blumenfee 2017/2018 richtest du bitte bis Mitte Juni 2017 an:

Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG)
z.H. Gabriele Harring
Godesberger Allee 142-148
53175 Bonn
E-Mail: info@bundesverband-zierpflanzen.de
Tel. 0228 81002-60

Mehr über das ereignisreiche Leben als Deutsche Blumenfee findest du auf ihrer Facebook-Seite www.facebook.com/deutsche.blumenfee

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren gibt es auf der Website www.deutsche-blumenfee.de


Politische Meldungen der letzten Woche

„Ein MEHR aus Farben“ erleben

IGA Berlin 2017 durch Bundespräsident Steinmeier eröffnet

(ZVG) „2006 war die Welt zu Gast bei Freunden und es wurde ein Sommermärchen. Märchen lassen sich nicht planen. Aber wenn die Welt zu Gast bei Gärtnern ist, kann eigentlich nichts schiefgehen. Mindestens auf der IGA wird auch dieser Sommer märchenhaft, das versichere ich Ihnen.“, mit diesen Worten eröffnete Bundespräsident Steinmeier die Internationale Gartenausstellung Berlin 2017 (IGA) feierlich beim Festakt am 13. April 2017. Unter dem Motto „Ein MEHR aus Farben“ lädt die IGA bis zum 15. Oktober Besucher aus aller Welt ein, gestaltetes Grün in all seiner Vielfalt zu erleben.

14 Jahre nach der letzten Internationalen Gartenausstellung öffnet heute in Berlin die IGA für die nächsten 186 Tage. Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) und stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft (DBG), begrüßte zur Eröffnungsfeier die geladenen Gäste. „Gartenschauen, und so auch die IGA, sind seit jeher ein bedeutender Faktor, wenn es darum geht, Städte nachhaltig zu begrünen. Sie unterstreichen den Wert von städtischem Grün und sind immer auch eine Investition in das Dauerhafte“, würdigt Mertz die gärtnerische Leistung. Gartenschauen seien eine Kompetenzschau der grünen Branche und zeigten, was ein ganzer Berufsstand gemeinsam erreichen könne. „Der Gartenbau sind wir alle! Und wir sind diejenigen, die diese IGA mit unserer Leidenschaft aufblühen lassen“, betont der ZVG-Präsident.

Der ZVG ist ideeller Träger der Bundesgartenschauen und setzt sich seit Jahrzehnten für grüne Städte und Gemeinden ein. Dies so von der Unterzeichnung der Grünen Charta von der Mainau vor nunmehr fast 56 Jahren, über die langjährige Trägerschaft des Städtewettbewerbes Entente Florale, bis hin zur aktiven Beteiligung jüngst am Weißbuchprozess „Stadtgrün“ der Bundesregierung.

Bildunterschriften/Downloads: ZVG/Peters
Feierliche Eröffnung der IGA Berlin 2017. (v. l. n. r.) Christoph Schmidt, Geschäftsführer der IGA Berlin 2017 GmbH; Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin; Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident; Jürgen Mertz, Präsident des ZVG; Katharina Lohmann, Geschäftsführerin der IGA Berlin 2017 GmbH
[Bild herunterladen]


Invasive Arten - keine EU-Listung von Pennisetum und Gunnera

ZVG beteiligt sich an Konsultation zum ersten Update der EU-Liste

(ZVG) Die Europäische Kommission hatte bis zum 29. März 2017 aufgerufen, an einer Konsultation zu einem ersten Update der EU-Liste über invasive, gebietsfremde Arten teilzunehmen. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) hat sich an dieser Konsultation beteiligt. Insbesondere eine zukünftige Listung der Arten „Pennisetum setaceum“ sowie „Gunnera tinctoria“ hat der ZVG aufgrund ihrer Bedeutung für den gärtnerischen Fachhandel abgelehnt.

Pennisetum haben als Containerpflanze für den gärtnerischen Fachhandel größere Bedeutung, insbesondere im Zierpflanzenbau. Eine Verbreitung ist nur in Gebieten Spaniens, der balearischen und kanarischen Inseln zu befürchten. Eine unionsweite Invasion kann ausgeschlossen werden und eine unionsweite Bedeutung ist nicht erkennbar. Zudem muss festgestellt werden, dass Pennisetum setaceum im Großteil des Unionsgebiets nicht winterhart ist und daher eine Invasion bzw. Verdrängung anderer Arten ausgeschlossen werden kann. Ferner werden Hybride von Pennisetum setaceum gehandelt, welche sterile Züchtungen sind.

Auch eine Listung von Gunnera tinctoria hat der ZVG abgelehnt. Gunnera tinctoria entspricht nicht den Kriterien wie sie in der Verordnung 1143/2014 für invasive Arten mit unionweiter Bedeutung gelistet sind. Es wird nur von einem moderaten Risiko ausgegangen, und dies auch nur für Gebiete wie Großbritannien, Irland und ggf. dem Nordwesten der Iberischen Halbinsel. Auch für Gunnera tinctoria gilt, dass sie nicht winterhart ist und daher eine Invasion bzw. Verdrängung anderer Arten ausgeschlossen werden kann.

Der ZVG wird sich auch bei weiteren Updates der Liste, die bereits von der EU-Kommission angekündigt sind, kritisch in die Listung solcher Arten einbringen, die für den gärtnerischen Fachhandel von Bedeutung sind.


Zurück

© Zentralverband Gartenbau e.V.