Informationsdienst

Infodienst Nr. 14 vom 27.03.2017

Herausforderungen für den Deutschen Gartenbau im Klimaschutz

Berthold Goeke im Gespräch mit dem ZVG-Präsidium zum Klimaschutzplan 2050

(ZVG) Im Rahmen des Präsidiums des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) am 23. März 2017 sprach Berthold Goeke, Leiter der Unterabteilung Klimaschutzpolitik, des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) über den Klimaschutzplan 2050. Dabei wurden Fragen zu den Möglichkeiten und Herausforderungen für den Deutschen Gartenbau im Klimaschutz diskutiert.

Klimaschutz ist ein zentrales Thema für die Zukunft des Deutschen Gartenbaus. Mit der Verabschiedung des Klimaschutzplans 2050 der Bundesregierung in 2016 ist ein wichtiger Grundstein für den Klimaschutz gelegt worden. In den Beteiligungsprozess hatte sich auch der ZVG intensiv eingebracht.

Aktuell gelte es, konkrete Sektorziele zur Minderung der Emissionen bis 2030 festzulegen, informiert Goeke. Gleichzeitig räumte er ein, dass Treibhausgasemissionen im Gartenbau nicht vollständig vermieden werden könnten, denn gartenbauliche Produkte seien nicht emissionsfrei produzierbar.

Für den Deutschen Gartenbau lägen die Herausforderungen somit im Energiebereich, beispielsweise bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Da Biomasse und Holz ein begrenztes Gut sind, empfehle die Bundesregierung die Kaskadennutzung, deren Vorrang im Klimaschutzplan ebenso festgelegt sei.

Goeke würdigte auch das Bundesprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau als wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen aus fossilen Energieträgern.

Auch die Rolle von Mooren als natürliche Senke sei für den Klimaschutz von großer Bedeutung. So müssten Moore langfristig geschützt und regeneriert sowie der Torfabbau zurückgeführt werden, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Dies sei jedoch nur mit einer ausreichenden Menge an Torfersatzstoffen möglich, räumte Goeke ein. „Mit dem Klimaschutzplan wollen wir die Forschung nach Torfersatzstoffen ausweiten und Informations- und Beratungsmaßnahmen zu deren Verwendung im Gartenbau entsprechend umsetzen“ erklärt der Unterabteilungsleiter.

Bildunterschrift/ Download: Foto ZVG/ Markula
Im Rahmen des ZVG-Präsidiums 2017 sprach Berthold Goeke über den Klimaschutzplan 2050 (l. ZVG-Präsident Jürgen Mertz, r. Berthold Goeke)
[Bild herunterladen]


Züchtung ist Motor des Zierpflanzenbaus

Großes Interesse an 2. Symposium für Zierpflanzenzüchtung in Quedlinburg

(ZVG) Für die Zierpflanzenzüchtung ist Deutschland traditionell einer der wichtigsten Standorte weltweit. „Um diese Spitzenposition langfristig zu sichern, müssen für Wissenschaft und Praxis die Rahmenbedingungen verlässlich gestaltet werden“, so Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbands Gartenbau e.V. (ZVG), anlässlich des 2. Symposiums für Züchtungsforschung, das vom 13. bis 14. März 2017 am Julius Kühn-Institut in Quedlinburg stattfand.
Knapp 100 Züchter, Unternehmer und Wissenschaftler trafen sich etwa sechs Jahre nach dem ersten Symposium, um über aktuelle Themen in der Pflanzenzüchtung und den derzeitigen Stand der Zierpflanzenzüchtung zu diskutieren. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hatte das Julius Kühn-Institut in Quedlinburg mit der Durchführung des Symposiums beauftragt, die Züchterverbände Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP), Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) im ZVG, Ciopora und Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e. V. (GFPi). waren Partner.

Aufgeteilt war das Symposium in die Themenblöcke:

  • Pflanzengenetische Ressourcen und deren Verfügbarkeit
  • Züchtungsmethodik
  • Beispiele für Züchtungsforschung an Zierpflanzen
  • Praktische Zierpflanzenzüchtung und Ausbildung des Züchternachwuchses
  • Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.

Kurzfassungen aller Beiträge finden sich im Tagungsband, der im Heft Nr. 188 in der Reihe „Berichte aus dem JKI“ unter folgendem Link verfügbar ist: https://ojs.openagrar.de/index.php/BerichteJKI/issue/view/1336

Bei der Mehrzahl der Zierpflanzenzüchter handelt es sich um kleine und mittelständische Unternehmen, die nur begrenzte Möglichkeiten zur eigenen Forschung haben und somit auf Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen angewiesen sind. Um den Bedarf an Fachkräften in der Züchtung decken zu können, ist es zudem dringend notwendig, qualifizierte Fachkräfte im Gartenbau und in der Pflanzenzüchtung an deutschen Hochschulen und Universitäten auszubilden.
Um die Zukunft der deutschen Zierpflanzenzüchtung sicherzustellen, forderte Jürgen Mertz die Bundesregierung auf, die notwendigen finanziellen Fördermittel zur Verfügung zu stellen und mit dem BMEL langfristig für verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen Sorge zu tragen.

Bildunterschriften/ Downloads:
Tagungsteilnehmer aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden beim Züchtungssymposium in Quedlinburg. Foto: JKI Quedlinburg
[Bild herunterladen]

ZVG-Präsident Jürgen Mertz anlässlich seines Grußwortes zum 2. Züchtungssymposium. Foto: BVZ
[Bild herunterladen]


Aufbruchstimmung im Fachverband geprüfter Baumpfleger

Mitglieder wählen Torsten Drübert zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden

(ZVG/FGB) Aufbruchstimmung prägte die Mitgliederversammlung des Fachverbands geprüfter Baumpfleger e. V. (FGB) am 26. März 2017 in Oberhof/Thüringen. Einstimmig votierten die über 40 anwesenden Mitglieder für einen Beitritt zum Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) und damit auch offiziell für eine Verlegung ihres Vereinssitzes nach Bonn. Sie bekräftigten die Notwendigkeit einer Beibehaltung des Fachagrarwirtes auf Meisterebene im Rahmen der aktuellen Novellierung.

Bei körperlich hoher Anforderung im Beruf müssen Perspektiven für Ausbildungstätigkeiten und andere Arbeitseinsätze für Ältere gesichert werden. Facharbeiter mit einer qualifizierten Ausbildung verfügen über eine nachhaltige Kernkompetenz, auf die sie jederzeit besonders mit dem Älterwerden zurückgreifen können. Jörg Cremer, Vorsitzender des Fachverbandes, hatte von den aktuellen Verhandlungen darüber berichtet. Ausführlich stellte er die Überarbeitung des Regelwerks „ZTV Baumpflege“ der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) vor. Jörg Cremer, der im entsprechenden FLL-Regelwerksausschuss für den Fachverband mitarbeitet, kündigte weitreichende Änderungen an, die im Weißdruck ab Sommer 2017 nachzulesen sein werden.

Jan Rahmann, stellvertretender Vorsitzender fasste die Aktivitäten des vergangenen Jahres und die künftigen Ziele zusammen. Eine Hausmesse unterblieb im Übergangsjahr des Geschäftsstellen-wechsels; diese soll für 2018 neu belebt werden. Ausbildungsstätten für Gärtner, Fachagrarwirte, European Tree Worker und European Tree Technicians sollen systematisch von Mitgliedern mit Vorträgen über die Branche informiert werden. Dies wird der Schriftführer Frank Rheinwald koordinieren, der zudem für die Werbemittel verantwortlich ist. Mit dem neuen Start in der Geschäftsstelle werden einige Aktivitäten, die im vergangenen Jahr brach lagen, wieder neu aufgenommen. Für Exkursionen, Workshops, Messebeteiligungen, Mitgliederwerbung, Tagungsorganisation und Internetseite meldeten sich zudem Mitglieder als verantwortliche Koordinatoren.

Geschäftsführerin Bettina Banse berichtete über die bisherige Geschäftsstellentätigkeit und weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Der neue Tagungsstandort der Jahreshauptversammlung in der Bildungsstätte Grünberg ab 2018 wurde allgemein positiv aufgenommen.
Jan Rahmann zeigte sich sehr zufrieden mit dem Fortschritt des Vereins, und setzt nun seinen Wunsch um, nicht mehr als Vorsitzender, sondern als Mitglied Aufgaben zu übernehmen. Jörg Cremer dankte seinem Vorstandskollegen, mit dem er seit 2010 vertrauensvoll zusammengearbeitet hat.

Die Mitglieder wählten Torsten Drübert, Breckerfeld, zum stellvertretenden Vorsitzenden. Er ist seit 2004 Mitglied im Fachverband und „will nun von den vielen Vorteilen, die er erhalten hat, etwas zurückgeben“, so Drübert. Die Aufbruchsstimmung im Verband und die kollegiale Umgangsweise waren weitere Motive, sich zur Wahl zu stellen.

Das Fachverbandsseminar mit Jahreshauptversammlung wird vom 20. - 22. April 2018 in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg stattfinden.

Bildunterschrift/ Download: Foto: FGB/ Banse
v.l. der scheidende stellvertretende Vorsitzende Jan Rahmann, der Vorsitzende Jörg Cremer, der neu gewählte stellvertretende Vorsitzende Torsten Drübert und Schriftführer Frank Rheinwald.
[Bild herunterladen]


Bäume im Klimawandel

Ausschreibung, Pflanzung, Pflege und Erhalt von Bäumen waren Themen auf dem Seminar des Fachverbandes geprüfter Baumpfleger

(ZVG/FGB) „Ausschließlich heimische Gehölze in der Stadt helfen uns nicht weiter“, war das klare Statement von Klaus Körber bei dem Seminar des Fachverbandes geprüfter Baumpfleger vom bis 26 März 2017 in Oberhof/Thüringen. Aufgrund des Klimawandels werden Gehölze benötigt, die Temperaturen von minus 30 Grad Celsius im Winter und plus 40 Grad Celsius im Sommer aushalten. Der Experte der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim bezieht sich u.a. auf das Forschungsprojekt „Stadtgrün 2021“. Das Überleben in der Stadt wird zudem durch mangelhafte Pflanzung erschwert. Dringend notwendig ist es, betonte Körber, darauf zu achten, dass der Baum im richtigen Substrat und nicht zu tief gepflanzt wird, Stammschutz aufgetragen und ausreichend und zielgenau gewässert wird.

Die Zunahme abiotischer Schäden sowie die stärkere Verbreitung heimischer und neu eingewanderter Schädlinge, zeigte Dr. Ralf Petercord, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, eindrücklich in seinem Vortrag. Durch länger anhaltende Vegetationsperioden haben Schädlinge beispielsweise eine höhere Generationenfolge. Neue Schädlinge werden häufig durch Verpackungsmaterial und billige Pflanzenimporte des Handels eingeführt. Dr. Petercord rät daher, Verpackungen sofort zu entsorgen und außerdem mehr Hygiene durch Laubentfernung in der Stadt anzustreben. „Alles über Buchdrucker, Kupferstecher & Co.“ ist im Borkenkäferinfoportal unter www.borkenkäfer.org nachzulesen.
Vom Rettungsversuch der größten Rotbuche Sachsens, Fagus sylvatica `Asplenifolia´, in Dresden-Pillnitz berichtete Dr. Henrik Weiß vom Büro Baum & Landschaft in Dresden. Der Weißfäuleerreger Meripilus giganteus Riesenporling hatte den mächtigen Baum befallen. Die Behandlung mit dem Antagonisten Trichoderma scheint aktuell erfolgreich zu sein.
Möglichkeiten einer Bekämpfung von Schadorganismen mit Kontaktmitteln zeigte Wolfgang Vaas-Ruchti von der Firma Organics International aus Höchstädt auf.

Jörg Cremer, Vorsitzender des Fachverbandes und Mitglied im Regelwerksausschuss zur ZTV-Baumpflege, fasste für die Mitglieder die Änderungen in dem zukünftigen Regelwerk zusammen.
Die ZTV-Baumpflege ist das Bindeglied zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer und gibt u.a. dem Ausschreibenden eine Konfiguration gemäß der VOB vor. Eine fachgerechte Beurteilung von Angeboten und Leistungsabnahmen setzt voraus, dass auf der ausschreibenden Seite eine fachlich qualifizierte Person arbeitet.

Auch bei Entsorgern, die durch häufiges Verlegen von Leitungen im Wurzelbereich von Gehölzen arbeiten, hilft fachkundiges Personal dabei, Bäume zu schützen und zu erhalten. Dennis Wilstermann vom Institut für Baumpflege in Hamburg, referierte über Normen und Regelwerke für den Umgang mit Bäumen auf Baustellen. Er zeigte anhand von ausdrucksvollen Bildern aus der gängigen baumschädigenden Praxis auch sehr positive Beispiele eines sorgsamen und erhaltenden Baumschutzes.
„Unterweisungen und ihre Delegierung durch den Arbeitgeber müssen klar dokumentiert werden“, bekräftigte Markus Breithaupt, u.a. Ausbilder bei den Baumgenossen e.G. in Nürnberg. Er empfahl u.a. in seinem ausführlichen Vortrag die fachkundigen Veröffentlichungen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Scheinselbständigkeit, die unterstellt wird, wenn ein Baumpfleger als Subunternehmer vorübergehend mit der Stammbelegschaft zusammenarbeitet. Neue Urteile des Verwaltungsgerichtes sollten beachtet werden.

Begleitprogramm des Seminars war die Besichtigung eines der größten Laubholzsägewerke Europas. Technik und Arbeitsproduktivität der Firma Pollmeier in Creuzburg beeindruckten die Teilnehmer.
Das Fachseminar wird 2018 in der Bildungsstätte Gartenbau Grünberg vom 20. bis 22. April stattfinden.

Bildunterschriften/ Downloads:
Die Referenten des Fachverbandsseminars v.l. Dennis Wilstermann, Dr. Henrik Weiß, Wolfgang Vaas-Ruchti, Dr. Ralf Petercord, Klaus Körber und Jörg Cremer. Foto: Banse
[Bild herunterladen]

Mit über 80 Teilnehmern war das Seminar des Fachverbandes geprüfter Baumpfleger wieder gut besucht. Foto: Banse
[Bild herunterladen]


Lust auf Gartenschauerfahrung?

Friedhofsgärtner ermöglichen Auszubildenden und jungen Gärtnern einmalige Berufserfahrung auf der IGA Berlin 2017

(BdF/ZVG) Engagierte junge Friedhofsgärtner erhalten die Chance, zehn Tage lang auf der Internationalen Gartenausstellung in Berlin (IGA) mitzuarbeiten. Unter dem Titel „Pflegemodell“ übernimmt der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) seit mehr als 20 Jahren bei allen Internationalen Gartenausstellungen und Bundesgartenschauen die Pflege der friedhofsgärtnerischen Wettbewerbsbeiträge. Dafür können Friedhofsgärtnerbetriebe aus ganz Deutschland für zehn Tage engagierte Azubis und junge Friedhofsgärtner entsenden, die mindestens 18 Jahre alt sein müssen.

Während der IGA pflegen die Teilnehmer des Pflegemodells die Gräber, fachgerecht angeleitet von einem Betreuer. Die jungen Gärtner erhalten auch die Chance, Besuchern Fragen zu ihrer Arbeit und ihrem Beruf zu beantworten und vor Publikum selbst zu pflanzen.

Das Feedback der Teilnehmer aus vorherigen Gartenschauen ist sehr positiv. Viele betrachten die Tage als bereichernd für ihre Ausbildung und ihre berufliche Laufbahn. Während die Unternehmen, die ihre Azubis oder Mitarbeiter entsenden, den Lohn oder die Ausbildungsvergütung für die Dauer des Aufenthaltes weiterbezahlen, übernimmt der BdF die Anreise mit der Deutschen Bahn, stellt eine kostenfreie Unterkunft, zahlt ein Taschengeld für die Verpflegung und schließt eine zusätzliche Unfallversicherung ab. Es wird eine einheitliche Berufsbekleidung zur Verfügung gestellt.

Anmeldungen und Fragen sind zu richten an den Bund deutscher Friedhofsgärtner, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn unter 0228/8100244 oder friedhofsgaertner@g-net.de.

Bildunterschrift/ Download: Foto BdF
Die Teilnehmer im BdF-Pflegemodell werden bei der Pflege der Gräber fachgerecht durch einen Betreuer angeleitet.
[Bild herunterladen]


Azerca-Sommerreise an den Niederrhein

Azerca-West lädt vom 30. Juli bis 1. August 2017 in ihre Betriebe ein

(ZVG/Azerca) Als erste Regionalgruppe lädt die Azerca West zu einer allgemeinen Azerca-Sommerreise ein. Die Azerca-Mitglieder hatten bei ihrer letzten Versammlung beschlossen, Sommerreisen generell von regionalen Gruppierungen vorbereiten und umsetzen zu lassen.

Vom 30. Juli bis 1. August werden am Niederrhein die Betriebe von Dieter Boland und Klemens Keysers in Kevelaer sowie von Mareike van Adrichem in Geldern besucht. Das Gartencenter Leurs in Venlo und das Versuchszentrum Gartenbau Straelen mit seinen Versuchen zu Callunen, Gaultherien und Stauden stehen ebenfalls auf dem Programm.
Koordiniert werden die Anmeldungen von Uwe Klemens, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Hans-Tenhaeff-Str. 40 - 42 47638 Straelen.

Kontakt: uwe.klemens@lwk.nrw.de.

Das Anmeldeformular ist auch unter www.azerca.de herunterladbar.


„Heute für Morgen säen“

Aufruf zur Teilnahme am bundesweiten „Tag des Schulgartens“ und ersten Bundesschulgartentag in Berlin

(ZVG/BAG Schulgarten) Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten e. V. (BAG Schulgarten) ruft einen bundesweiten „Tag des Schulgartens“ aus, um der Öffentlichkeit zu zeigen, was Schulgärten leisten und welches Potenzial sie besitzen. Am 20. Juni 2017 sind Schulen und andere Institutionen, die Garten-Bildungsarbeit leisten, in allen Bundesländern aufgerufen, ihre Schulgartentore zu öffnen und die Vielfalt der Schulgärten sichtbar zu machen.

Zum Ersten Bundesschulgartentag mit dem Titel „Heute für Morgen säen“ lädt die BAG Schulgarten am 22. Juni 2017 nach Berlin ein. Hier werden die Aktionen vom „Tag des Schulgartens“ präsentiert und gewürdigt.

Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) unterstützt die Veranstaltungen im Sinne der frühzeitigen Nachwuchsgewinnung und Verbraucherbildung, die unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt stehen. Schulgärten sind Lernorte, die die Begegnung mit der Natur erlebbar machen und praktische Kompetenzen vermitteln. So fordert der ZVG in seinem Positionspapier zur Bundestagswahl 2017 auch die Aufnahme von Schul- und KITA-Gärten in die Lehrpläne der frühkindlichen und allge­meinbildenden Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen entnehmen Sie der Einladung:

Weitere Informationen und die Postervorlagen zum Ausdrucken, um auf die eigene Teilnahme aufmerksam zu machen, erhalten Sie hier: www.schulgarten.info/index.php?id=184


Stecklinge aus dem Weltraum

Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Erfurt unterstützt Schülerprojekt „Vegetative Vermehrungsfähigkeit von Pflanzen im Orbit“

(IGZ/ZVG) Eine der großen Herausforderungen für zukünftige längere Reisen im All z.B. zum Mars ist die Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln während dieser Missionen. Neben der Pflanzenanzucht aus Samen können Pflanzen vegetativ über Stecklinge vermehrt werden. Diese Methode ist besonders dann von Interesse, wenn die Vermehrbarkeit über Samen eingeschränkt ist.

Im Gegensatz zur Samenkeimung ist der Prozess der Stecklingsbewurzelung, bei dem zunächst bestimmte Zellen des Sprosses zu neuen Wurzelzellen umprogrammiert werden müssen, unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit gänzlich unerforscht.

Eine Schülergruppe an der Edith-Stein-Schule in Ravensburg konnte unter der Leitung ihrer Lehrerin Brigitte Schürmann entscheidende Unterstützer, darunter die NASA, für das „Jugend forscht“ Projekt V3PO zur „Vegetativen Vermehrungsfähigkeit von Pflanzen im Orbit“ begeistern, so dass die Idee umgesetzt werden kann.

Nach Identifikation des kleinblättrigen Ficus pumila als geeignete Versuchspflanze wurden im Februar 2017 acht Stecklinge in einer speziell dafür entwickelten Bewurzelungsbox zur Internationalen Raumstation ISS transportiert. Am 19. März 2017 sind die Stecklinge wieder auf der Erde eingetroffen, wo die Wurzelbildung analysiert und mit einer Referenzkultur verglichen werden soll.

Als auf dem Gebiet der Wurzelentwicklung international ausgewiesener Wissenschaftler wurde Dr. Uwe Drüge am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Erfurt gebeten, die Auswertung dieses Experimentes wissenschaftlich zu betreuen. Nach seinen Empfehlungen wird das Schülerteam die am 24. März 2017 im BASF Agrarzentrum eintreffenden Stecklinge zunächst makroskopisch bonitieren und vermessen. In einigen Wochen werden die Schüler im IGZ in Erfurt weitere mikroskopische und biochemische Analysen der Stecklinge vornehmen, um Hinweise auf gewebe- und stoffwechselspezifische Anpassungen an die Schwerelosigkeit zu bekommen.

Nähere Informationen zum Projekt V3PO finden Sie hier: www.ess-rv.de/?page_id=1679


2017 Wechsel an der KTBL-Spitze

Prof. Dr. Eberhard Hartung ist neuer KTBL-Präsident

(KTBL/ZVG) Anlässlich der KTBL-Tage in Berlin wählte die Mitgliederversammlung des KTBL am 22. März 2017 Prof. Dr. Eberhard Hartung zum neuen Präsidenten. Professor Hartung folgt damit Prof. Dr. Thomas Jungbluth im Amt nach, der sechzehn Jahre an der Spitze des KTBL stand und für eine Wiederwahl nicht mehr kandidierte.

Als Stellvertreter wurden Peter Spandau, Fachbereichsleiter für Betriebswirtschaft, Bauen, Energie und Arbeitnehmerberatung bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und Dr. Stefan Neser, Leiter des Arbeitsbereiches Umwelttechnik in der Landnutzung bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) gewählt.
Professor Hartung studierte von 1984 bis 1992 Allgemeine Agrarwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und promovierte im Anschluss 1995 am Institut für Agrartechnik der Universität Hohenheim. Nach Stationen, wie der wissenschaftlichen Mitarbeit und dem Abschluss der Habilitation in 2001 folgte eine Oberassistenz am dortigen Institut für Agrartechnik. Seit 2005 ist er Direktor des Institutes für Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Professor Hartung engagiert sich seit 1999 in verschiedenen KTBL-Arbeitsgemeinschaften und -gruppen, gehört seit 2005 dem KTBL-Hauptausschuss an und wurde 2009 in das Präsidium und nun an dessen Spitze gewählt.

Die weiteren gewählten Präsidiumsmitglieder sind Frau Professor Dr. Nicole Kemper, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie, Herr Dr.-Ing. Jens Möller, Geschäftsführer, DKE-Data GmbH & Co. KG in Osnabrück sowie Frau Professor Dr. Christine Tamásy, Universität Vechta, Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten.

Zusätzlich zu den gewählten Mitgliedern ist MinDir Clemens Neumann, Leiter der Abteilung 5, Biobasierte Wirtschaft, Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft kraft Amtes Mitglied des Präsidiums.

Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) erfreut sich traditionell guter Zusammenarbeit mit dem KTBL, unter anderem zu Fragen der Gartenbautechnik im Arbeitsausschuss Technik und Bauwesen im Gartenbau des ZVG. Der Zentralverband wünscht Prof. Dr. Eberhard Hartung in seinem neuen Amt alles Gute.

Bildunterschrift/ Download: Foto: KTBL e. V.
v.l.n.r.: Prof. Dr. Eberhard Hartung, Prof. Dr. Thomas Jungbluth
[Bild herunterladen]


Karl Voges mit Goldener Raiffeisennadel geehrt

(DRV/ZVG) Als Anerkennung für sein erfolgreiches, langjähriges Engagement in Genossenschafts-Organisationen wurde Karl Voges mit der Goldenen Raiffeisennadel ausgezeichnet.
„Sie sind ein anerkannter Kämpfer für die vielfältigen Interessen und Belange der Genossenschaften und ihrer Mitglieder“, betonte Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), bei der Ehrung, die auf der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen für Obst und Gemüse (BVEO) in Münster stattfand.
Nüssel dankte Karl Voges insbesondere dafür, dass er mit seinen Erfahrungen in der Verbandsarbeit unter anderem als Mitglied des DRV-Präsidiums und Vorsitzender der BVEO, maßgeblich zur neustrukturierten Verflechtung der BVEO im Gefüge des DRV beigetragen hat. Voges hat richtungsweisende Impulse für die künftige Verbandsarbeit im Bereich Obst-, Gemüse- und Gartenbauwirtschaft gegeben.
Seit über 25 Jahren ist Voges als Geschäftsführer bzw. Vorstand in genossenschaftlich organisierten Unternehmen des Obst-, Gemüse- und Gartenbaus tätig. Seine profunden Branchenkenntnisse und seine exzellenten Vernetzungen zeichnen ihn aus. Die Vielzahl seiner Ehrenämter unterstreicht sein hohes persönliches Engagement.

Bildunterschrift/ Download: Foto: DRV
(v.l.) Karl Voges, Vorstand Landgard eG und BVEO-Vorsitzender, und DRV-Präsident Manfred Nüssel
[Bild herunterladen]


Zurück

© Zentralverband Gartenbau e.V.