Informationsdienst

Infodienst Nr. 1 vom 17.01.2019

„Auf zu neuen Wegen“

Die Bundestagung der Friedhofsgärtner vom 8. bis 10. Januar 2019 in Trier

(ZVG/BdF/GdF) Auf der Bundestagung der Friedhofsgärtner vom 8. bis 10. Januar 2019 in Trier stand das Motto „Auf zu neuen Wegen“ im Mittelpunkt. Neben Wahlen, Diskussionen und Beschlüssen bot ein kulturelles Rahmenprogramm, bestehend aus einem römischen Themenabend und einer Stadtführung durch Trier, Raum für Austausch und Begegnung.

Mit ihrer Tagung legten die Friedhofsgärtner den Grundstein für ein arbeitsreiches Jahr 2019. Die Vorsitzende des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) Birgit Ehlers-Ascherfeld resümierte: „Die gemeinsamen Tage waren gefüllt mit sehr lebhaften Gesprächen und Diskussionen, die immer nach vorne gerichtet waren.“

ZVG-Präsident Jürgen Mertz betonte in seinem Grußwort, dass nur durch die verstärkte strategische Zusammenarbeit aller friedhofsgärtnerischen Institutionen unter dem politischen Dach des ZVG die gesteckten Ziele erreicht werden können. Sein größter Wunsch sei es, die Gesellschaft für eine würdevolle Bestattung zu sensibilisieren. Auch Volker Schmitt, Präsident des Landesverbands Gartenbau Rheinland-Pfalz e. V., und Holger Busch, Vorsitzender der Landesfachgruppe der Friedhofsgärtner im Landesverband Gartenbau Rheinland-Pfalz e. V., begrüßten die Teilnehmer in ihrem Verbandsgebiet. Wolfram Leibe, Oberbürgermeister, hieß die Tagungsteilnehmer in seiner Stadt Trier, der ältesten Deutschlands, willkommen und rief zum Austausch im Sinne der Friedhofskultur auf.

Der BdF beteiligt sich an der Strategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Torfreduktion. Interessierte Friedhofsgärtner sind zur Teilnahme am Förderprogramm „Über die Förderung von Innovationen zur Minderung der Torfanteile in Kultursubstraten – Torfersatz“ eingeladen. Für das modifizierte Bewertungsverfahren des Qualitätszeichens zum „Überprüften Fachbetrieb Friedhofsgärtnerei“ steht die Testphase bevor. In jeder Region werden mindestens fünf Betriebe zusätzlich zum herkömmlichen auch mit dem überarbeiteten Bewertungsbogen geprüft. Anschließend fließen die Ergebnisse der Tests in die weitere Modifikation ein. Mit der Überarbeitung soll mehr Wert auf die Betriebsberatung sowie auf die Außenwerbung gelegt werden.

Neben dem Blick auf die bevorstehende Bundesgartenschau (BUGA) Heilbronn 2019 wurden auch Entscheidungen für die BUGA Erfurt 2021 gefällt. Über deren aktuellen Entwicklungsstand berichteten Claudia Göhring, BUGA Erfurt 2021, Thomas Seppelfricke, Leiter des BdF-Arbeitskreises Ausstellung und Gestaltung sowie Friedhofsgärtner Jens Prager als regionaler Vertreter. Auch hier galt das Motto „Auf zu neuen Wegen“ in dem der friedhofsgärtnerische Bereich „Grabgestaltung und Denkmal“ mit etwa 45 Ausstellungsgräbern mit Beschluss der BdF-Delegiertenversammlung nun am BUGA-Standort „Egapark“ verortet ist.

Dem Thema Ausbildung soll weiterhin hohe Aufmerksamkeit gewidmet werden. Im Rahmen eines Workshops mit dem Titel „ZVG-Nachwuchswerbung – Leben und Weitergeben“ zeigten Heidi Hecht, Grünes Medienhaus und ZVG-Nachwuchswerbekoordinatorin Anja Hübner Möglichkeiten zur Motivation junger Menschen für den Ausbildungsberuf Gärtner auf. Projektideen und Werbemittel der ZVG-Nachwuchswerbekampagne „Gärtner. Der Zukunft gewachsen.“ unterstützen Betriebe bei der Suche nach Auszubildenden.

Die Bundestagung wurde gemeinsam mit der Fachgruppe der Friedhofsgärtner des Landesverbandes Gartenbau Rheinland-Pfalz e. V. sowie mit der Genossenschaft der Friedhofsgärtner im Land Rheinland-Pfalz eG organisiert und durchgeführt.

Bildunterschriften: Bilder BdF, Bonn
Der Oberbürgermeister in Trier, Wolfram Leibe, begrüßte alle Friedhofsgärtner und rief zur aktiven Diskussion rund um das Thema Friedhofskultur auf.
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Volker Schmitt und Holger Busch begrüßten die Teilnehmer in ihrem Verbandsgebiet (v. l. n. r.: Holger Busch, Birgit Ehlers-Ascherfeld, Volker Schmitt).
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Starkes ehrenamtliches Engagement

Ralf Kretschmer im Amt als stellvertretender Vorsitzender bestätigt

(ZVG/BdF/GdF) Während der Delegiertenversammlung des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und der Beiratssitzung der Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner mbH (GdF) standen turnusgemäß Wahlen an.

Ralf Kretschmer aus Kiel wurde von den Delegierten auf weitere drei Jahre als stellvertretender BdF-Vorsitzender bestätigt. Er hat dieses Amt bereits seit Anfang 2017 inne. Zusammen mit der BdF-Vorsitzenden Birgit Ehlers-Ascherfeld aus Langenhagen und der stellvertretenden Vorsitzenden Karoline Heiser aus Trier bildet Ralf Kretschmer den Geschäftsführenden Vorstand des BdF. Dieser wird vom ZVG zudem in den Aufsichtsrat der Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner mbH (GdF) entsandt, so dass Ralf Kretschmer weiterhin Mitglied in diesem Gremium bleibt.

Peter Oßwald stellte sich zur Wahl zum Vorsitzenden des BdF-Arbeitskreises Marketing. Der Friedhofsgärtner aus Ludwigsburg freut sich auf die Herausforderungen bei der strategischen Weiterentwicklung einer Marketingstrategie der Friedhofsgärtner.

Erneut seitens des GdF-Beirats in den GdF-Aufsichtsrat entsendet wurden Stefan Friedel, Geschäftsführer der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH, Martin Walser, Geschäftsführer der Rheinischen Treuhandstelle für Dauergrabpflege GmbH und Ralf Harbaum, Gesellschaft für Dauergrabpflege Westfalen-Lippe mbH. Gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Vorstand des BdF bilden sie den Aufsichtsrat der GdF.

Bildunterschriften: Bilder BdF, Bonn
Birgit Ehlers-Ascherfeld (Mitte), Karoline Heiser (links) und Ralf Kretschmer stellen gemeinsam den Geschäftsführenden Vorstand des BdF.
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Stefan Friedel (ganz rechts), Martin Walser (Zweiter von rechts) und Ralf Harbaum (ganz links) wurden als Mitglieder des GdF-Aufsichtsrats bestätigt – gemeinsam mit Birgit Ehlers-Ascherfeld (Dritte von links) und Karoline Heiser (Dritte von rechts) sowie Ralf Kretschmer (Zweiter von links) stellen sie den GdF-Aufsichtsrat.
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Peter Oßwald ist neuer Leiter des BdF-Arbeitskreises Marketing und freut sich auf die Herausforderungen.
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Politische Meldung dieser Woche

Risikoausgleichsrücklage wirkt

ZVG und GUB legen Berechnungen für Gartenbaubranche vor

(ZVG) Die Dürre im vergangenen Sommer hat es noch einmal deutlich gemacht - Finanzielle Schäden, die durch Extremwetterereignisse verursacht werden, treten in den letzten Jahren verstärkt auf. Dies kann Gartenbaubetriebe in ihrer Existenz gefährden. Die Gartenbau-Unternehmens-Beratungsgesellschaft mbH (GUB) hat im Auftrag des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) die Risikoausgleichsrücklage als Instrument im Risikomanagement prüfen lassen. Die Ergebnisse stellte Jürgen Forster, Geschäftsführer der GUB, im Rahmen eines Berichterstattergesprächs dem Bundestagsausschuss für Landwirtschaft und Ernährung am 14. Januar 2019 vor.

Hilfe durch die Politik wird bei Extremwetterereignissen wie Dürre oder Spätfrösten regelmäßig für Betriebe geleistet. Hier sind die Unterschiede für die betroffenen Unternehmen je nach Ausgangslage und auch zwischen den Bundesländern jedoch groß. Durch die Bildung einer Risikoausgleichsrücklage, auf der Basis einer bundeseinheitlichen Rechtgrundlage, könnten die Betriebe eigenverantwortlich eine finanzielle Reserve für Notfälle bilden.

„Mit einer Risikoausgleichsrücklage hätten wir ein Instrument, dass die Hilfe zur Selbsthilfe stärkt, ohne die Allgemeinheit übergebührlich zu belasten“, so ZVG-Präsident Jürgen Mertz im Vorfeld einer Expertenanhörung im Deutschen Bundestag.

Der ZVG hat den Wirkungsmechanismus eines solchen Risikoinstrumentes an Modellbetrieben der unterschiedlichen Sparten des Gartenbaus berechnen lassen. Diese Berechnungen belegen, dass die steuerfreie Risikoausgleichsrücklage ein wirksames Instrument zur Risikominimierung in den Gartenbauunternehmen sein kann. In der Vergangenheit hatte der Zentralverband regelmäßig die Notwendigkeit eines solchen Instrumentariums gegenüber der Politik betont.

„Die Risikoausgleichsrücklage soll eine Möglichkeit bieten, steuerbegünstigt Rücklagen zu bilden, die im Schadensfall zum Ausgleich verwendet werden können“, erklärt Forster. Pro Jahr sollen 50.000 Euro in die Rücklage eingestellt werden können, jedoch maximal 20 Prozent der Umsatzerlöse des Vorjahres. „Parallel muss ein Konto bei einem Kreditinstitut eingerichtet werden, auf dem 30 Prozent der Rücklage - maximal 15.000 Euro pro Jahr - eingezahlt werden muss. Im Schadensfall kann die Rücklage steuerfrei aufgelöst und der entsprechende Geldbetrag zur Schadensregulierung verwendet werden“, so Forster weiter.
Deshalb fordert der ZVG die Politik auf, diese Möglichkeiten in der Steuergesetzgebung zu schaffen. „Dadurch entsteht eine weit größere Sicherheit und Verlässlichkeit, als jeweils neu festzulegende Ad-hoc-Hilfen im Krisenfall, die dazu immer wieder auch sehr umstritten sind“, betont Mertz.

Ansprechpartner für die Risikoausgleichsrücklage ist Jürgen Forster, Gartenbau-Unternehmens-Beratungsgesellschaft mbH, 069 – 90477677, gub@gub.biz.


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