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Zukunftskommission Landwirtschaft

Tragfähige Lebensmittelproduktion mit Umweltschutz in Einklang bringen

(ZVG) Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt den Vorstoß der Bundesregierung, eine Zukunftskommission Landwirtschaft zu gründen, um die Diskrepanz zwischen der wirtschaftlichen Lebensmittelproduktion und den Belangen des Umweltschutzes zu lösen. Die Einberufung von ZVG-Präsident Jürgen Mertz als Mitglied in die Kommission ist ein positives Signal für die ganze Branche. So kann sichergestellt werden, dass die Expertise des Gartenbaus als auch die des deutschen Obst- und Gemüsebaus eingebracht werden kann.

„Zukunftsfragen im Agrarsektor können nur mit allen Akteuren gemeinsam vorangetrieben werden. Die Zukunftskommission Landwirtschaft bietet Potenzial und Chance zugleich, die unterschiedlichen Interessen auf den Tisch zu bringen“, erläutert Mertz. Nur gemeinsam mit der Branche können Lösungen gefunden werden.

Ziele der Kommission sind, Lösungen für eine wirtschaftlich nachhaltige Lebensmittelproduktion zu finden, die mit den verstärkten Zielen des Klima- und Umweltschutzes vereinbar sind sowie die Diskrepanz zwischen Preisbewusstsein und steigenden Verbrauchererwartungen aufzulösen. Der ZVG weist auf die Verantwortung aller Beteiligten in der Wertschöpfungskette hin. So bedarf es fairer Handelspraktiken in der Lebensmittelkette, vom Erzeuger über den Lebensmitteleinzelhandel bis zum Verbraucher.


Hintergrund:
Das Bundeskabinett hat am 8. Juli 2020 zugestimmt, die Zukunftskommission Landwirtschaft einzusetzen. Die Einsetzung war wesentliches Ergebnis des Agrargipfels, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, rund 40 landwirtschaftliche Verbände eingeladen hatten. Die Kommission soll unter Einbindung von Praktikern, Wissenschaftlern und gesellschaftlichen Akteuren, insbesondere Umwelt-, Tierschutz- und Verbraucherverbänden, praxistaugliche Empfehlungen erarbeiten und für eine produktive und ressourcenschonende Landwirtschaft sorgen. Es geht darum, ein übergreifendes gemeinsames Verständnis zu entwickeln, wie mehr Klima- und Umweltschutz, Biodiversität und Tierwohl mit den fundamentalen Aufgaben der Erntesicherung und der ökonomischen Tragfähigkeit zusammengebracht werden können. Im Herbst soll die Kommission einen Zwischenbericht mit ersten Empfehlungen abgeben. Der Abschlussbericht soll laut Landwirtschaftsministerium mit der Auflösung des Gremiums im Sommer 2021 vorliegen.

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