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Obst und Gemüse darf nicht zu Ramsch verkommen

Verbraucher honorieren heimische und nachhaltige Produktion

(ZVG) Vor einem Verramschen von heimischem Obst und Gemüse warnen die Bundesfachgruppe Gemüse (BfG) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und die Bundesfachgruppe Obstbau. Anlässlich der gestrigen Anhörung im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft zum Thema Lebensmittelverschwendung verweisen die Bundesfachgruppengeschäftsführer Laura Lafuente und Joerg Hilbers auf den hohen Stellenwert einer heimischen Produktion und mahnen faire Handelspraktiken in der Lebensmittelkette an. Somit kann ein wichtiger Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung geleistet werden.

„Die Verbraucher honorieren eine nachhaltige und sozial verantwortliche Produktion von Obst und Gemüse“, betonen Lafuente und Hilbers. Das zeigen nicht zuletzt die gestiegenen Lebensmittelpreise im Zuge der Corona-Pandemie.

Akzeptanz und Wertschätzung sind für alle Handelspartner in der Lebensmittelkette wichtig, so die beiden Geschäftsführer. Obst und Gemüse dürfe nicht zu Billigware verkommen. Lafuente und Hilbers erinnern an die anstehende Umsetzung der Richtlinie zu Unlauteren Handelspraktiken (UTP) in deutsches Recht. Sie bekräftigen außerdem die Forderung der Verbände, problematische Praktiken des Einzelhandels zu unterbinden. Dazu zählen kurzfristige Stornierungen, einseitige rückwirkende Änderungen der Liefervereinbarung oder verspätete Zahlungen für verderbliche Waren nach Ablauf des Lieferzeitraums.


Hintergrund:
Der Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft beschäftigte sich gestern in einer Anhörung zum Thema Lebensmittelverschwendung. Grundlage war ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen im Rahmen der nationalen Strategie gegen Lebensmittelverschwendung für alle Stufen der Wertschöpfungskette verbindliche Reduktionsziele sowie Sanktionsmöglichkeiten zu vereinbaren.

Laut Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) stiegen die Verbraucherpreise für Obst und Gemüse im April 2020 gegenüber dem Vorjahr erheblich. Für Obst etwa zahlten die Verbraucher demnach 11 Prozent mehr, für Gemüse waren es 6,5 Prozent. Im Mai 2020 lag die Teuerungsrate für Obst bei 10,5 Prozent, bei Gemüse waren es 2,7 Prozent.

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