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Mertz: Wer Biodiversität will, kommt am Gartenbau nicht vorbei

IPM 2020 feierlich eröffnet

(ZVG) Den Beitrag der gärtnerischen Betriebe für Artenvielfalt und Lebensqualität hob der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), Jürgen Mertz, heute bei der Eröffnung der Internationalen Pflanzenmesse (IPM ESSEN) hervor und mahnte mehr Besonnenheit bei den anstehenden politischen Entscheidungen zu Klima- und Insektenschutz an.

„Wer Biodiversität will, kommt am Gartenbau nicht vorbei“, betonte Mertz. Mit Stauden, Gehölzen sowie Beet- und Balkonpflanzen biete die Branche eine enorme Vielfalt und Insektennahrung. Insektenschutz hängt aber nicht nur von den Betrieben, sondern auch vom Verbraucher ab. Das ist eine große Chance für die Branche.

Deutliches Potenzial nach oben sieht Mertz auch beim nichtprivaten Verbrauch. Wie die gestern veröffentliche neue „Warenstromanalyse Blumen, Zierpflanzen & Gehölze 2018“ zeigt, gibt die öffentliche Hand pro Einwohner lediglich 50 Cent für Pflanzen und Gehölze aus.

Mertz verwies auf die Innovationsleistung der Branche: „Um den Anforderungen der Gesellschaft und den Kundenwünschen gerecht zu werden, sind Neuheiten und Neuzüchtungen unabdingbar.“ Die Betriebe brauchen außerdem Innovationen, um Anbauverfahren anzupassen und Alternativen zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu haben. Große Chancen sieht der ZVG u.a. auch in neuen Züchtungsmethoden. Das ZVG-Präsidium hatte kürzlich ein Positionspapier verabschiedet, in dem es sich für die Überarbeitung des EU-Gentechnikrechtes ausspricht.

Der ZVG-Präsident unterstrich die Bedeutung der IPM als Leitmesse für die Branche. „Sie ist beeindruckende Leistungsschau und Ideengeber, die der Branche immer wieder neuen Schub gibt“. Mertz beglückwünschte die diesjährigen Gewinner der Pflanzenneuheiten.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hob den Innovationsgeist des Gartenbaus hervor. Die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit seien allgegenwärtig. Auf der IPM werde gezeigt, wie man konstruktiv und gewinnbringend damit umgehe. Klöckner unterstrich, dass ihr bewusst sei, in welch hartem Wettbewerb die Branche stehe.“ Der Gartenbau ist ein zentraler Bestandteil der deutschen Agrarwirtschaft. Wir wollen, dass das so bleibt."

Bildunterschrift/ Download: Foto: ZVG
Feierliche Eröffnung der IPM Essen 2020 (v.l.) Mikael Mercier, Vorsitzender von VAL'HOR, der Dachbranchenorganisation für Zierpflanzenbau in Frankreich, ZVG-Präsident Jürgen Mertz, Geschäftsführer der Messe Essen Oliver P. Kuhrt, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen Eva Kähler-Theuerkauf, die Deutsche Blumenfee Annika Stroers, Generalkonsulin Französisches Generalkonsulat Olivia Berkeley-Christmann, Präsident des Fachverbandes Deutscher Floristen Helmuth Prinz, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Ursula Heinen-Esser, Oberbürgermeister der Stadt Essen Thomas Kufen.
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Hintergrund:
Die IPM ESSEN ist die Weltleitmesse des Gartenbaus. In diesem Jahr werden mehr als 1.500 Aussteller aus rund 50 Nationen ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Dazu gehören hitze- oder kältetolerante Pflanzensorten ebenso wie umweltfreundliche Verpackungslösungen.

Der ZVG als ideeller Träger der IPM ESSEN und sein Mitveranstalter, der Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e. V. präsentieren vom 28. bis 31. Januar 2020 ihr umfangreiches Leistungsspektrum im Infocenter Gartenbau in Halle 1A auf der IPM ESSEN. Neben den Berufsverbänden präsentieren sich auch Institutionen aus Beratung, Wissenschaft und Forschung sowie Aus- und Fortbildung.

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