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Informationsdienst

Infodienst Nr. 6 vom 08.02.2018

Herausforderungen für den deutschen Spargelanbau

Vorträge, Meinungsaustausch und Exkursion beim 27. Spargelseminar in Grünberg

(ZVG/BfG) Das 27. Spargelseminar lockte Interessierte vom 21. bis 25. Januar 2018 mit einem vielseitigen Programm nach Grünberg. Veranstaltet wurde das Seminar von der Fachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG).

Zum Zeitpunkt der Ausschreibung des 27. Spargelseminars in Grünberg war nicht damit zu rechnen, dass es noch keine neue Bundesregierung gibt. Ein Thema des Seminars befasste sich mit den Auswirkungen der neuen Bundesregierung auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen des deutschen Anbaus von Spargel. Dabei konnte herausgestellt werden, dass unabhängig von der Regierungsbildung die Produktion der Gemüsekultur in Deutschland weiterhin vor großen Herausforderungen stehen wird. Die Anbaufläche wurde in den vergangenen Jahren nochmals erheblich ausgeweitet und liegt mittlerweile bei 27.000 Hektar. Damit ist Spargel die mit Abstand wichtigste Gemüsekultur, auch in Bezug auf die Verkaufserlöse, die sich auf geschätzte 570 Millionen Euro belaufen.

Weitere Fragen, beispielsweise wieviel Spargel der Markt verträgt oder wie Produzenten die Motivation durch leistungsbezogene Entlohnungssysteme hochhalten, aber auch ob Beerenobst im Spargelbetrieb wirtschaftlich erfolgreich sein kann, wurden im Rahmen des Seminars diskutiert.

Auch die Vor- und Nachteile des Folieneinsatzes im Spargelanbau wurden thematisiert. Oftmals werden Folientunnel von der Bevölkerung durch die Veränderung des Landschaftsbildes als negativ empfunden. Das imagefördernde Verfahren der Zwischenreihenbegrünung könnte die Akzeptanz erhöhen ohne dabei erhebliche Mehrkosten für den Betrieb mit sich zu bringen. Aus fachlicher Sicht überwiegen die Vorteile des Folieneinsatzes, wie Ernteverfrühung und Verringerung des Herbizideinsatzes. Über die Ergebnisse neuester Untersuchungen werden Spargelberater auf den Folgeveranstaltungen informieren.

Das nächste Spargelseminar findet vom 20. bis 23. Januar 2019 mit einer Exkursion in hessische Spargel- und Champignonbetriebe statt.

Bildunterschrift/ Download: Foto: BfG/Winkhoff
Das 27. Spargelseminar lockte Interessierte vom 21. bis 25. Januar 2018 mit einem vielseitigen Programm nach Grünberg.
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Zweiter Azubi-Tag Gemüsebau

Jetzt anmelden zur gemeinsamen Prüfungsvorbereitung in Heidelberg

(ZVG/BfG/AdJ) Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr geht der Azubi-Tag Gemüsebau in die zweite Runde. Am 21. April 2018 haben angehende Gemüsegärtner die Gelegenheit, sich praxisorientiert anhand von Prüfstationen auf die Abschlussprüfung vorzubereiten. Der Azubi-Tag wird von der Bundesfachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ) und der Lehr- und Versuchsanstalt für den Gartenbau veranstaltet.

Besonders Auszubildende, die vor der Abschlussprüfung stehen, wird die Teilnahme empfohlen.

Nähere Informationen sind dem Flyer der Veranstaltung zu entnehmen:
[Flyer ansehen]

Programm und die Anmeldung sind auch einzusehen unter:
[Link ansehen]


Grün inspiriert Pädagogen

ZVG informiert über die Vielfalt des Gartenbaus auf der didacta

(ZVG) Vom 19. bis 24. Februar 2018 findet die Bildungsmesse didacta in Hannover statt. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) präsentiert die Vielfalt des gärtnerischen Berufs auf der Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung - erleben lernen“ des i.m.a - information.medien.agrar e.V. Verlages.

In Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverband Gartenbau e. V. stellt der ZVG den Beruf Gärtner im Rahmen der Kampagne „Gärtner. Der Zukunft gewachsen.“ in seiner Vielfalt und Attraktivität vor.

Einen lebendigen Einblick in eine frühzeitige Naturerfahrung für Kinder erhalten Lehrkräfte, Ausbilder und Erzieher am Gemeinschaftsstand. Pädagogen können sich zudem ein Bild über die erstellten Unterrichtsbausteine des i.m.a - Verlages machen. Dabei werden die Themen „Vegetative Vermehrung von Pflanzen“, „Kultur-Speisepilze entdecken“, „Wie Gärtner Schmetterlinge und Hummeln locken“, und „Natur und Kultur auf Friedhöfen“ vorgestellt. Die Beratungsgespräche werden von spannenden Mit-Mach-Aktionen begleitet. Weiterhin inspirieren Anschauungsmaterialien und die Info- und Werbematerialien Pädagogen und Erzieher.


Kleine Gärtner ganz groß

Europa Minigärtner für die BUGA gesucht

(ZVG/BUGA Heilbronn 2019) Die Europa Minigärtner suchen Verstärkung. Wer zwischen neun und elf Jahren alt ist, Spaß am Gärtnern hat und gerne von und mit Profis gemeinsam lernen will, ist bei den Europa Minigärtnern genau richtig.

Das Ziel der Initiative, die 2013 auf der Insel Mainau von Bettina Gräfin Bernadotte ins Leben gerufen wurde, ist einleuchtend. Beim Gärtnern sollen die Kinder die Natur mit Herz und Hand, ganz unmittelbar und aktiv erleben und dadurch ein ausgeprägtes Bewusstsein für Pflanzen, den Garten, den Wert der gärtnerischen Leistungen und der hergestellten Produkte entwickeln. Dazu besuchen die Minigärtner in regionalen Kleingruppen regelmäßig die Profis in umliegenden Gartenbaubetrieben und setzen sich aktiv mit den Themen und Aufgaben des Gartenbaus auseinander. Ausgebildete Fachleute leiten sie dabei an.

In Heilbronn gibt es bereits seit September 2017 eine Gruppe von Minigärtnern. Nun sollen in Zusammenarbeit mit der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH zwei weitere Gruppen entstehen, für die interessierte Kinder gesucht werden. Die Minigärtner-Gruppen sind normalerweise zwei Jahre lang aktiv. Mit ihren Teamleitern treffen sich die Kinder einmal pro Monat an einem Nachmittag unter der Woche für rund zwei Stunden. Die Teamleiter sind Ansprechpartner für Eltern, Kinder und Gartenbaubetriebe und organisieren die Besuche in den beteiligten Gärtnereien und Unternehmen. Verantwortlich für die Gesamtadministration des Projekts ist das Projektbüro der Europa Minigärtner gUG auf der Insel Mainau.

Wer bei den Europa Minigärtnern mitmachen und auf der BUGA gärtnerisch aktiv werden will, erreicht Konstanze Altmann von der Europa Minigärtner gUG per Telefon 0172-2624035 oder E-Mail Konstanze.Altmann@minigaertner.de.


Wanderausstellung der BUGA Heilbronn 2019 zieht ins Landratsamt Hohenlohekreis

(ZVG/BUGA Heilbronn 2019) Die Wanderausstellung der Bundesgartenschau (BUGA) Heilbronn 2019 bezieht eine neue Station. Seit dem 5. Februar 2018 ist sie im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis in Künzelsau ausgestellt. Zuvor war sie bereits im Zentrum Baukultur in Mainz und auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz zu sehen.

Auf den insgesamt zehn Stehlen der Wanderausstellung werden die Entstehung und die Inhalte der BUGA Heilbronn 2019 gezeigt. Texte, Bilder und anschauliche Visualisierungen vermitteln insbesondere Nicht-Ortskundigen ein eindrucksvolles Bild dieses Großprojektes. Ergänzt werden die Tafeln durch das Modell der Stadtausstellung, das die Gebäude auf dem BUGA-Gelände darstellt, die 2019 bereits bewohnt sein werden.

Die Wanderausstellung kann noch bis 2. März 2018 im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis, Allee 17, Künzelsau, besucht werden. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Mittwoch von 7.30 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag von 7.30 Uhr bis 18 Uhr und Freitag von 7.30 bis 12 Uhr.


Politische Meldung der letzten Woche

Gute Aussichten für Energieeffizienz im Gartenbau

ZVG begrüßt Koalitionsvereinbarung zum Fortführen des Bundesprogramms Energieeffizienz

(ZVG) Die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen der CDU/CSU und SPD sehen die Fortführung des Bundesprogramms zur Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau nach 2018 vor. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt die Verankerung im Koalitionsvertrag als wichtiges Signal für die Zukunft des deutschen Gartenbaus. Die Verlängerung des Programms ist Ergebnis der intensiven Arbeit des Verbandes im letzten Jahr.

„Die Verankerung der Fortführung des Bundesprogramms in den Koalitionsvereinbarungen zwischen CDU/CSU und der SPD ist ein wichtiger Schritt zu mehr Energieeffizienz im Gartenbau. So können die bisher erreichten Ziele nun verstetigt werden. Dieser Erfolg ist das Ergebnis unserer Aktivitäten im Bundestagswahlkampf und der vielen Gespräche mit der Politik, wie zuletzt im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin“, erklärt ZVG-Präsident Jürgen Mertz.

Der ZVG begrüßt weiterhin die Absicht, die Pflanzenschutzmittelzulassung in Deutschland durch Schaffung von mehr Personalkapazitäten in den zuständigen Behörden zu forcieren. Hier gilt es, Verfristungen abzubauen und die Harmonisierung in Europa endlich zu vollenden.

Auch über das, im Koalitionspapier verankerte, Erarbeiten einer Torfschutzstrategie, mit dem Ziel, klimafreundlicher Alternativen zur Minderung der Torfanteile zur Verfügung zu stellen, zeigt sich der Zentralverband erfreut. Dies entspreche dem Klimaschutzplan 2050 und eröffne jenseits von pauschalen Verboten praktikable Anpassungsmöglichkeiten für die Branche.

Der ZVG hofft, dass mit dem Ende der Koalitionsverhandlungen die Regierungsbildung zeitnah abgeschlossen werden kann. Denn der Gartenbau braucht die entsprechenden politischen Leitlinien für eine starke grüne Branche.


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