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Infodienst Nr. 17 vom 02.05.2016

Gesucht wird: Die Deutsche Blumenfee 2016/2017

Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) sucht auch für 2016/2017 eine Botschafterin für die Grüne Branche

Engagierte Gärtnerinnen und Floristinnen können sich bis zum 10. Juni 2016 für das Ehrenamt der Deutschen Blumenfee bewerben, um ein Jahr lang den heimischen Gartenbau zu repräsentieren.
Grundvoraussetzung für das Amt der Blumenfee ist die eigene Leidenschaft für Blumen und Pflanzen.

Bei Auftritten im gesamten Bundesgebiet u.a. auf der Internationalen Grüne Woche in Berlin, bei dem traditionellen Valentinsgruß an die Bundeskanzlerin mit eigenem Werkstück, bei Interviews für Funk und Fernsehen weckt die Blumenfee Begeisterung für die Vielfalt des Gartenbaus.

„Eine Erfahrung fürs Leben“, so lautet stets das Fazit der ehemaligen Blumenfeen.

Der ZVG sucht Bewerberinnen,

  • mit einer abgeschlossene Berufsausbildung als Gärtnerin oder Floristin,
  • mit Spaß am Gestalten mit Pflanzen
  • die zeitlich sehr flexibel sind,
  • die offen, kontaktfreudig, selbstbewusst sind und Freude an öffentlichen Auftritten haben

Mehr über das ereignisreiche Leben als Deutsche Blumenfee und zum Bewerbungsverfahren gibt es auf www.facebook.com/deutsche.blumenfee und www.deutsche-blumenfee.de.

Für Fragen und weitere Informationen bitte unter: info@bundesverband-zierpflanzen.de oder telefonisch unter 0228 81002-60 melden.

Die Bewerbungsinformationen in Kurzform:
Wer kann sich bewerben?
Gärtnerinnen und Floristinnen

Wie bewerbe ich mich?:
Mit einem Lichtbild und Lebenslauf sowie einer aussagekräftigen Motivationsschreiben.

Bis wann muss ich mich bewerben?:
Bis zum 10. Juni 2016

An wen schicke ich meine Bewerbungsunterlagen?

Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG)
Werbeausschuss BVZ/BVE
z.H. Gabriele Harring,
Godesberger Allee 142-148
53175 Bonn


2015: Deutsche Champignons auf Rekordniveau

Tendenz zu frischen Produkten ist auch bei Speisepilzen deutlich erkennbar

(ZVG/BDC) Mit 67.000 Tonnen Champignons wurden im letzten Jahr in Deutschland so viele Pilze wie noch nie kultiviert. Diese Zahl gibt der Bund Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) bekannt. Der BDC verzeichnet dabei einen deutlichen Trend zu Frischeprodukten.

Die Menge der Champignons aus deutscher Produktion hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und der Anteil an Frischeprodukten hat merklich zugenommen. „Mit 60.000 Tonnen für die Produktion für den Frischmarkt verzeichnen wir den höchsten Wert, den wir je hatten“, freut sich Michael Schattenberg, Vorsitzender des BDC. Mit 7.000 Tonnen ist die Produktionsmenge für Verarbeitungsware dagegen im letzten Jahr deutlich gesunken. „Damit zeigt sich die Tendenz zu frischen Produkten, die wir bei einigen anderen Gemüsearten auch verzeichnen“, unterstreicht BDC-Geschäftsführer Jochen Winkhoff die Veränderungen auf dem Markt.
Bei den Edelpilzen, also allen anderen Speisepilzen wie Austernseitlingen oder Shiitake, wurden im letzten Jahr 2.800 Tonnen kultiviert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 300 Tonnen. „Auch für den Anbau von heimischen Edelpilzen sehe ich in der Zukunft noch großes Potential“, so Schattenberg.

Bildunterschriften/ Downloads: Fotos BDC
Champignons aus deutscher Produktion knackten 2015 die 60.000-Tonnen-Marke.
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Bei den Edelpilzen wie diesen Austernseitlingen steckt noch Potential für die Zukunft.
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Gärtnereien nahmen am Girls Day teil

Betriebe informieren über Ausbildungsmöglichkeiten für den Beruf Gärtnerin

(ZVG) Am 28.04.2016 fand deutschlandweit der Girls Day statt. Auch in diesem Jahr nutzten zahlreiche Gärtnereien die Gelegenheit, Mädchen ab der 7. Klasse, die Betriebsabläufe zu präsentieren und über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten des Berufs Gärtnerin zu informieren.
So wurden in der Gärtnerei Kretschmer (Kiel) unter dem Titel „Naturerlebnisraum Friedhof – Ort der Kreativität“ die Inhalte des Friedhofgartenbaus dargestellt. Die Mädchen durften eine Grabstelle planen und eine Mustergrabanlage bepflanzen.
Auch die Gärtnerei Ziegltrum Gartenbau KG (München) hat in diesem Jahr erstmalig am Girls Day teilgenommen. In der Blumenzentrale in Parsdorf erhielten die Teilnehmerinnen Einblicke in die Warenpflege und –präsentation sowie die Preisauszeichnung. Bei einer Betriebsbesichtigung an den Standorten Taufkirchen (Vils) und Soyen konnten die potentiellen Nachwuchsgärtnerinnen viel über den Gartenbau lernen. Erste praktische Erfahrung im Beruf Gärtnerin der Fachrichtung Zierpflanzenbau erlangten die Mädchen beim Vermehren, Topfen und Verpacken von Zierpflanzen.
Im Jahr 2015 haben rund 9.450 Betriebe und Institutionen den Girls Day für ca. 103.000 Schülerinnen ermöglicht.

Bildunterschrift / Download: Foto: Gärtnerei Kretschmer
Die Teilnehmerinnen des Girls Day erhielten in vielen Betrieben einen guten Einblick in den Beruf der Gärtnerin.
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(Hier im Bild eine von Teilnehmerinnen des Girls Days bepflanzte Grabanlage)


ZVG bekräftigt Forderung nach gleichen Wettbewerbsbedingungen für gärtnerische Produkte und Dienstleistungen

13. TTIP-Verhandlungsrunde gestartet

(ZVG) Anlässlich des Besuchs von US-Präsident Barack Obama auf der Hannover—Messe sowie der laufenden 13. TTIP-Verhandlungsrunde in New York bekräftigt der ZVG erneut seine Forderung nach Einhaltung von gleichen und wettbewerbsgerechten Standards in den Bereichen Umwelt, Energie, Pflanzenschutz, Arbeitsstandards.

Zeitgleich mit dem Obama-Besuch in Hannover startete in New York die 13. Verhandlungsrunde zum Transatlantischen Handels- und Investitionsabkommen (TTIP). Unter anderem wird die Anerkennung geschützter europäischer Ursprungsbezeichnungen in der Landwirtschaft – z.B. der Frankfurter Grünen Soße – verhandelt. Bislang konnten hier keine Fortschritte verzeichnet werden. Der ZVG spricht sich für den Schutz regionaler gärtnerischer Produkte aus, um Missbrauch und Nachahmungen der Produktbezeichnungen zu verhindern.
Das im Verhandlungsmandat der EU-Kommission genannte bilaterale Dialogforum Pflanzenschutz muss zudem die Beteiligung von Interessensvertretern aus dem Bereich der landwirtschaftlich- gartenbaulichen Produktion und die Bedürfnisse der gartenbaulichen Praxis gewährleisten. Bei der Angleichung der Standards im Pflanzenschutz und der Pflanzengesundheit fordert der ZVG die Einhaltung von EU-Standards auch für US-Importware, bis durch das bilaterale Dialogforum gleichwertige Regulierungen in den Bereichen Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit entwickelt und festgelegt worden sind. Doppelte Prüfungs- und Zertifizierungsauflagen sollten abgebaut und vermieden werden. Die Bestrebungen, Bestimmungen über die Etikettierung und die Mittel zur Vermeidung irreführender Verbraucherinformationen zu prüfen, begrüßt der ZVG dagegen.
In der heutigen (26.04.2016) Debatte der EU-Parlamentarier zu dem Initiativbericht „Eine auf die Zukunft ausgerichtete innovative Strategie für Handel und Investitionen“ des EU-Parlamentes, vertrat die Mehrheit der Abgeordneten einen ähnlichen Standpunkt wie der ZVG. So sprach sich der Abgeordnete Albert Deß (CSU) für einen fairen Handel aus. Agrarimporte sollten nur dann zugelassen werden, so Deß, wenn „unsere“ Standards bei Tierschutz, Arbeitsstandards, Pflanzenschutz und –gesundheit durch die Vertragsparteien eingehalten werden. Ähnlich äußerte sich der Abgeordnete Peter Jahr (CDU). Handelsabkommen, so Jahr, sollten auch zu einem Nachdenken über EU-Standards anregen, die im Weltmarkt die höchsten seien.
Der Agrarausschuss wird sich diesbezüglich in den nächsten Tagen mit einem Schreiben an die EU-Kommission wenden.

Die ausführliche Position des ZVG zu den Leitlinien für die TTIP-Verhandlungen können Sie nachfolgend herunterladen:


„Willkommenskultur hört nicht beim Willkommen auf“

ZVG-Generalsekretär Fleischer mahnt beim „Dialog im BMEL-“ ganzheitliche Ausbildungsstrukturen für Flüchtlinge an

(ZVG) Im Rahmen der Podiumsdiskussionsreihe „Dialog im BMEL“ diskutierte der Generalsekretär des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) Bertram Fleischer mit dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt und dem Chef des Bundeskanzleramtes und Flüchtlingskoordinator Peter Altmaier sowie dem Präsidenten des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes Dr. Marco Trips am 26. April Chancen und Herausforderungen von Migration im ländlichen Raum. Fleischer bezeichnete eine erfolgreiche Ausbildung als wichtigsten Baustein für eine gelungene Integration in den Arbeitsmarkt und forderte flexiblere Förderungsstrukturen.

Arbeit fördert Integration. Darin waren sich alle Teilnehmer des Podiums einig. ZVG-Generalsekretär Fleischer erklärte, dass es im Gartenbau mit seinen 52.000 Betrieben durchaus Bedarf an der Beschäftigung von Flüchtlingen gebe. Die Praxis habe aber gezeigt, dass in unseren Betrieben kaum zusätzliche Saisonarbeitskräfte benötigt werden. „Der Gartenbau braucht in der Regel fachlich ausgebildete Arbeitskräfte. Dies haben die Betriebe deutlich signalisiert“, so Fleischer. Damit bestätigte der ZVG-Generalsekretär Bundesminister Schmidt, der dem Einsatz von Flüchtlingen als „spontane Arbeitsreserve“ eine klare Absage erteilte. Anerkannte Flüchtlinge bräuchten eine langfristige Perspektive. Eine dauerhafte Beschäftigung von Flüchtlingen erfordert allerdings Sprachkenntnisse, eine Anpassung an die hiesige Kultur und in der Perspektive möglichst eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Fleischer bezeichnete eine erfolgreiche Ausbildung als wichtigen Baustein für eine gelungene Integration in den Arbeitsmarkt. Insbesondere Flüchtlinge hätten aber häufig Startschwierigkeiten. Die gegenwärtig vorhandenen Förderungsstrukturen würden hier allerdings nur punktuell greifen. Praktika oder Sprachkurse seien zwar wichtig, bewirken aber für sich genommen zu wenig. Wichtig sei, dass die verschiedenen Förderungsinstrumente aufeinander abgestimmt werden. „Eine Willkommenskultur hört nicht beim Willkommen auf“, machte Fleischer die Bedeutung einer flexiblen Förderungsstruktur für den Bereich Ausbildung deutlich.
Deshalb stellte Fleischer noch einmal das vom ZVG entwickelte Ausbildungskonzept „Gärtner 1+3“ vor, welches generell Jugendliche mit Förderungsbedarf, so auch Flüchtlinge, anspricht. Das neue an dem Konzept ist, dass Betrieb, Berufsschule und Bildungsträger diese von Beginn an unterstützen und in einem Vorbereitungsjahr zu einer erfolgreichen Ausbildung hinführen. Wichtig dabei ist, dass die Zusammenarbeit über das erste Jahr beruflicher Vorbereitung hinausgeht und bis zum Ende der regulären Ausbildung fortbesteht.
Der ZVG hatte mit einem ausführlichen Informationspapier das Thema Flüchtlinge als Fachkräfte für den Gartenbau bereits im vergangenen Jahr aufgearbeitet und für seine Mitgliedsverbände und Betriebe einen praxisorientierten Leitfaden erstellt.

Bildunterschriften/Downloads: Quelle: ZVG
Beim „Dialog im BMEL“ diskutierte ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer mit Bundesminister Christian Schmidt und Kanzleramtschef Peter Altmaier sowie dem kommunalen Spitzenvertreter Dr. Marco Trips Chancen und Herausforderungen von Migration im ländlichen Raum. (v.l.n.r., 2.v.r. Moderatorin)
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Bertram Fleischer bezeichnete eine erfolgreiche Ausbildung als wichtigsten Baustein für eine gelungene Integration in den Arbeitsmarkt und forderte flexiblere Förderungsstrukturen.
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ZVG: Biomasseanlagen müssen im EEG 2016 weiter gefördert werden

Insbesondere im energieintensiven Unterglasanbau spielt der Einsatz von Biomasseanlagen eine wichtige Rolle

(ZVG) In einer Stellungnahme an das Bundeswirtschaftsministerium fordert der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) Biomasseanlagen im Erneuerbare-Energien-Gesetz 2016 weiter zu fördern.
Nur damit würde Gartenbauunternehmen für anstehende Investitionsentscheidungen Orientierung und Planungssicherheit gegeben und ein wirtschaftliches Betreiben von Altanlagen mit Anschlussregelungen sichergestellt werden können.

Der Gartenbau habe in den zurückliegenden Jahren große Investitionen in Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energieträger getätigt, um sich den ökologischen und ökonomischen Herausforderungen zu stellen, so der ZVG. Insbesondere im energieintensiven Unterglasanbau spiele der Einsatz von Biomasseanlagen eine große Rolle, da in der Gewächshausproduktion Abwärmenutzung und Stromerzeugung optimal kombinierbar sind. Diese ökologisch wertvolle Kombination sei ökonomisch allerdings langfristig nur dann einsetzbar, wenn auch für Altanlagen ein planbarer Förderhorizont erhalten bleibe.
Ohne Anschlussfinanzierung könnten die Anlagen nicht weiter betrieben werden, effektives Modernisieren würde unterbleiben. Anlässlich der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz 2016 fordert der ZVG daher Biomasseanlagen weiter zu fördern.


Informationsnetzwerk Gartenbau leistet wichtigen Wissenstransfer in die Praxis

Gartenbaubetriebe informieren sich über das Pflanzenschutz-Informationssystem „PS Info“ zum sachgerechten und integrierten Pflanzenschutz

(ZVG) Die Internetangebote des Informationsnetzwerkes Gartenbau, die der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) in Kooperation mit den Bundesländern anbietet, werden von der gartenbaulichen Praxis gut angenommen und genutzt. Ein Beispiel dafür ist der Anstieg der Downloads von Versuchsberichten 2015 aus dem Infosystem hortigate um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 130.000. Das Pflanzenschutz-Informationssystem „PS Info“ fördert den sachgerechten und integrierten Pflanzenschutz.

Über das Netzwerk sind in den letzten zehn Jahren eine ganze Reihe von Internetangeboten für den Profi-Gartenbau entstanden, die allgemein die Wettbewerbsfähigkeit der Gartenbaubetriebe stärken, aber auch speziell den sachgerechten und integrierten Pflanzenschutz fördern.
Spezialangebote des Netzwerkes, wie das Pflanzenschutz-Informationssystem „PS Info“, wurden durch die Bundesländer - in dem Fall Rheinland-Pfalz - entwickelt und sind heute unverzichtbare Informationsgrundlage für den sachgerechten und integrierten Pflanzenschutz. So gibt „PS Info“ den gärtnerischen Betrieben benutzerfreundliche Informationen zum Zulassungsstand bei Pflanzenschutzmitteln an die Hand und informiert u.a. zum Resistenzmanagement, zur Wirkung auf Nützlinge und zu Bienenschutzauflagen.

Das Infosystem „hortigate“ (www.hortigate.de) beinhaltet ein breites Fachthemenangebot von Sortenhinweisen bis Marktanalysen. Hortigate wurde über eine Projektförderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) von 2002 bis 2008 finanziell unterstützt und finanziert sich heute selbst.

Weitere Wissens-Datenbanken zu aktuellen Branchenthemen, wie z.B. zum effizienten Energieeinsatz im Unterglas-Gartenbau (www.hortigate-energieportal.de) und zum Thema Torfersatzstoffe sowie das grüne Wiki-Lexikon „Hortipendium“ (www.hortipendium.de) ergänzen das Netzwerkangebot.


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