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Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG)
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ZVG-Pressedienst

 

Übersicht 2009 Übersicht 2010
Informationsdienst Nr. 9 vom 04.03.2010
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Rechtsanwalt Stephan Jürgenliemk übernimmt Brüsselarbeit für den ZVG

Aufgabenschwerpunkte in Lobbyarbeit neu verteilt

(ZVG) Der Geschäftsführende Vorstand des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) hat sich
– zuletzt in seiner Sitzung am 1. März – intensiv mit den Arbeitsschwerpunkten der Lobbyarbeit in Berlin, Bonn und Brüssel auseinandergesetzt. Im Rahmen dieser Analyse wurde auch die damit zusammenhängende Aufgabenverteilung neu geordnet.
Rechtsanwalt Stephan Jürgenliemk, der sich in den vergangenen zwei Jahren intensiv in Struktur und Themen des Verbandes eingearbeitet hat, übernimmt ab sofort als neue Kernaufgabe die Arbeit auf europäischer Ebene.

Große Herausforderungen sieht der Geschäftsführende Vorstand des ZVG auch im Bereich der Sozialpolitik und will bei diesem Thema auf die langjährigen Erfahrungen der stellvertretenden Generalsekretärin Rechtsanwältin Romana Hoffmann nicht verzichten, was auch ihrem eigenen Wunsch entspricht. Daneben übernimmt sie wieder die angestammten Aufgaben Recht und Steuern.


Lohff fordert Rahmenbedingungen für leistungsfähigen Gartenbau

Verband diskutiert auf 3. Norddeutschen Gartenbautag die strukturelle Weiterentwicklung

(GVN) „Gartenbau 2015 – Rahmenbedingungen für einen leistungsfähigen Gartenbau“ lautete das Thema, unter das der Gartenbauverband Nord (GVN) den 3. Norddeutschen Gartenbautag in Hamburg gestellt hatte.

Andreas Lohff, Präsident des Gartenbauverbandes Nord, beleuchtete und kritisierte unter diesem Gesichtspunkt die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen für den Gartenbau: „Unübersichtliches Steuersystem, Hofladenurteil – Abgrenzung Landwirtschaft und Gewerbe: Primärproduktion wird steuerlich ins Gewerbe gedrängt! Wachstumsbeschleunigungsgesetz – kommt nicht im Gartenbau an! Mehrwertsteuersystemrichtlinie – ermäßigter Steuersatz auf Blumen und Zierpflanzen in Gefahr! Bundesprogramm zum effizienten Energieeinsatz im Gartenbau – Förderbedingungen an der Realität vorbei! Umsetzung der Verpackungsverordnung: Unpraktikables Bürokratiemonster!“

Keine so Mut machenden Aussichten für eine stabile Entwicklung der Betriebe. Der Gartenbau im Norden, so Lohff, sei bis jetzt in der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit mit einem blauen Auge davon gekommen. Großen Einfluss darauf, dass es keinen Totalabsturz des Gartenbaus gab, habe die Tatsache, dass die Betriebe fast ausschließlich familiengeführt und mit eigenem Kapital ausgestattet seien, das eingebracht werden konnte.

Mit Blick auf die Entwicklungen am grünen Markt forderte Lohff die Herstellung von Wettbewerbsgleichheit in Europa, insbesondere in den Bereichen Pflanzenschutz, Energiekosten und steuerlichen Belastungen. Eine der zentralen Forderungen des Zentralverbandes Gartenbau sei die Umsetzung der im Koalitionsvertrag vorgesehenen Vereinbarung über den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien und weitere Erhöhung der Energieeffizienz.

Ziel sei es, dass Erneuerbare Energien den Hauptanteil an der Energieversorgung übernähmen. Mit der nunmehr seit einigen Tagen erfolgten Öffnung des Marktanreizprogrammes für Erneuerbare Energien (MAP) auch für die landwirtschaftliche Primärproduktion inklusive Gartenbau, konnte der ZVG einen wichtigen Erfolg erzielen.
Zentraler Inhalt in den Winterversammlungen aller Kreisverbände sowie der Landesfachgruppen war die Bemühung der Verbandsführung, durch Änderungen der Verbandsstrukturen, die Leistung des Verbandes auch in Zukunft zu erhalten und für seine Mitglieder effizient zu arbeiten. Dabei wurden der Strukturwandel im Gartenbau, die Aufgaben der Verbände (auf Bundes- und EU-Ebene der Zentralverband Gartenbau (ZVG), regional und lokal der Gartenbauverband Nord GVN), die Mitgliederentwicklung und der Etatbedarf, resultierende Problemstellung und Konsequenzen sowie Modelle der Organisationsentwicklung in der Zukunft beleuchtet und intensiv diskutiert.

Folgende Motive für die Strukturdiskussion stehen im Raum: Strukturwandel in der Branche geht mit sinkenden Mitgliederzahlen in den Landes- und Bundesfachverbänden einher, d. h. immer weniger Mitglieder tragen die Finanzierung der Verbandsarbeit. Die Ansprüche der Mitglieder an die Verbände im Hinblick auf die politische Interessensvertretung und konkreten Service-/Dienstleistungen steigen und verändern sich kontinuierlich. Die einzelbetrieblichen Anforderungen an die Verbände werden differenzierter und komplexer zugleich. Das Kosten-/ Nutzendenken der Mitgliedsunternehmen tritt zunehmend in den Vordergrund. Tradition und Solidarität von Mitgliedschaften verlieren an Bedeutung. Die Entwicklung im Produktionsgartenbau zeigt einen Trend zu immer größeren Betrieben und/oder zu einer stärkeren Spezialisierung (Sparte, Kulturen, Qualitäten).

Bildunterschrift/Download:
Andreas Lohff, Präsident des Gartenbauverbandes Nord, beleuchtete und kritisierte die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen für den Gartenbau. Foto: GVN
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Quast mit Goldener ZVG-Ehrennadel ausgezeichnet und zu Ehrenpr äsident gewählt

Personelle Veränderungen auf 3. Norddeutschen Gartenbautag 2010 in Hamburg

(GVN/ZVG) Im Rahmen des 3. Norddeutschen Gartenbautages, der Delegiertenversammlung des Gartenbauverbandes Nord e.V. (GVN), wurde Vizepräsident Heinrich Quast, Finkenwerder, nach mehr als 45-jähriger ehrenamtlicher Verbandsarbeit am Mittwoch, 3. März in Hamburg feierlich verabschiedet. Präsident Andreas Lohff zeichnete Quast mit der Goldenen Ehrennadel des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) aus, da er sich in seiner berufsständisch ehrenamtlichen Arbeit um den deutschen Gartenbau besonders verdient gemacht hat. Die Delegierten des Gartenbauverbandes Nord wählten Quast anschließend zum Ehrenpräsident des GVN.

Heinrich Quast wurde 1942 in Finkenwerder geboren. Nach seiner Ausbildung zum Obstbauern übernahm er dort den elterlichen Betrieb 1963. Im gleichen Jahr wurde er stellvertretender Vorsitzender der Landesfachgruppe Obstbau im Gartenbauverband. Es folgten viele Ehrenämter für den Obstbau wie etwa als Mitglied im Bundesausschuss für Obst und Gemüse. Damit verbanden sich auch verschiedene Führungsaufgaben im Gartenbauverband Nord. So etwa seit 1977 als Beisitzer im geschäftsführenden Präsidium und seit 1998 als Vizepräsident.

Schon früh, so GVN-Präsident Andreas Lohff in seiner Laudatio, hat Quast die Bedeutung der landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Selbstverwaltung erkannt und wurde 1984 Mitglied im Vorstand des Hauptausschusses für Landwirtschaft und Gartenbau, dem Rechtsvorgänger der Landwirtschaftskammer Hamburg, deren Vorstand er seit Kammergründung 1991 angehört. Von 2001 bis 2006 war Quast Präsident der Kammer.

Heinrich Quast gilt bundesweit in agrarwirtschaftlichen Fachkreisen als Fachmann in umwelt- und naturschutzrechtlichen Fragen, auch mit hohem juristischem Kenntnisstand. Quast hat viele Entwicklungen angestoßen, wie beispielsweise den Aufbau der regionalen Dachmarke „Der Norden blüht auf!“ oder auch die länderübergreifende Zusammenarbeit im gartenbaulichen Versuchs- und Beratungswesen in Norddeutschland.

Auf Bundesebene, im Zentralverband Gartenbau (ZVG), hat sich Heinrich Quast langjährig als Beisitzer in der Bundesfachgruppe Obstbau sowie im Ausschuss Umweltfragen im ZVG engagiert. In seiner engagierten ehrenamtlichen Tätigkeit sei es das Ziel von Heinrich Quast, so Andreas Lohff, den Gartenbau in den gewachsenen Kulturlandschaften mit ökonomischen Maßnahmen weiterzuentwickeln, zu stabilisieren und zu fördern.

Thomas Heinemann, GVN-Vizepräsident aus Rostock und Vertreter derVerbandsführung aus Mecklenburg-Vorpommern, wurde im Amt bestätigt. Heinemann ist geschäftsführender Gesellschafter des Gartencenters und Gartenbaubetriebes Groenfingers.

Arno Albers, bisher Beisitzer im Geschäftsführenden Präsidium des Verbandes, wurde als Nachfolger von Quast zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Albers führt einen Schnittblumenbetrieb in Vier- und Marschlanden. Er ist auch Mitglied des Vorstandes der Marktgemeinschaft Blumengrossmarkt Hamburg.

Andreas Kröger, Hamburg, wurde als Beisitzer in das Geschäftsführende Präsidium des GVN gewählt. Kröger ist Inhaber eines Zierpflanzen-Produktionsbetriebes in den Hamburger Vier- und Marschlanden sowie amtierender Präsident der Landwirtschaftskammer Hamburg und Vorsitzender der GVN-Landesfachgruppe Blumen und Zierpflanzen.

Bildunterschriften/Downloads:
Arno Albers (rechts) ist neuer GVN-Vizepräsident. Es gratuliert GVN-Präsident Andreas Lohff. Foto: GVN
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Andreas Kröger, Hamburg, wurde als Beisitzer in das Geschäftsführende Präsidium des GVN gewählt. Foto: GVN
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Heinrich Quast (rechts) erhielt aus Händen von Andreas Lohff , ZVG-Vizepräsident und GVN-Präsident, die ZVG-Ehrennadel in Gold. Foto: GVN
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Heinrich Quast (rechts) wurde zum GVN-Ehrenpräsidenten gewählt. Es gratuliert GVN-Präsident Andreas Lohff. Foto: GVN
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Ein Gruß von der grünen Lobby an Ministerin Aigner

Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 erläuterte Themen des Freizeitgartenbaus

(DGG) Einen bunten Blumengruß gab es jetzt für Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zum meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März. Für die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. (DGG) und ihre insgesamt 18 Mitgliedsorganisationen erläuterten DGG-Präsident Karl Zwermann und der Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, Manfred Nagler, der Ministerin die aktuellen Themen, die die zahlreichen Verbände und Institutionen im deutschen Freizeitgartenbau und in der Gartenkultur bewegen.

Bei dem Gespräch im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in Berlin herrschte große Übereinkunft in den Sachfragen, die viele der im Freizeitgartenbau und in der Gartenkultur organisierten 6,5 Millionen Menschen interessieren. Dies sind Themen wie gesunde Ernährung auch durch biologischen Anbau, die Erziehung der Kinder zu verantwortungsvollem Umgang mit der Natur oder die Bewahrung der Artenvielfalt im Kleingarten und Privatgarten, in Parks und städtischen Grünanlagen. Die Palette der Themen ließe sich beliebig fortsetzen.

Karl Zwermann und Manfred Nagler bekräftigten die Position der DGG-Mitgliedsorganisationen als starke Lobby und den Wunsch aller zur Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium. Gleichzeitig sagte Ministerin Aigner die weitere Unterstützung des Ministeriums bei zahlreichen, auf gemeinsame Ziele ausgerichteten Projekte zu. Abschließend überreichte DGG-Präsident Karl Zwermann eine „Gemeinsame Stellungnahme zum Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln“ der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. und des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG) vom 15. Januar, unterzeichnet von DGG-Präsident Karl Zwermann und BDG-Präsident Dr. Achim Friedrich. Diese wird an die entsprechenden Stellen weitergeleitet.

Bildunterschrift/Download:
Frühlingsgruß für Ministerin Ilse Aigner von DGG-Präsident Karl Zwermann (rechts) und Manfred Nagler, Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege. Foto: DGG
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Netzwerk auf 33 Forschungseinrichtungen erweitert

2. Forschungsforum Landschaft widmete sich dem Stadtgrün / Wissensmanagement mit „hortigate“

(FLL/ZVG) Am 4. und 5. Februar fand in der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim zum zweiten Mal das unter Federführung der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau (FLL) organisierte Forschungsforum Landschaft statt.
FLL-Präsident Dr. Karl-Heinz Kerstjens begrüßte fast 80 Teilnehmende, die zum Leitthema „Stadtgrün 2025 – Chancen und Herausforderungen“ gekommen waren. In drei Veranstaltungsteilen präsentierten und diskutieren Referenten Themen und neue Forschungsergebnisse zu Stadtgrün im Klimawandel, Wissenschaftsmanagement und die Umsetzung umweltbezogener EU-Richtlinien in die deutsche Rechtspraxis.

„Weitere fünf Forschungseinrichtungen haben sich in diesem Jahr zusätzlich in die For-schungslandschaft eingebracht, 33 sind es nun insgesamt“, stellte Dr. Kerstjens in seiner Betrachtung des 1. Forschungsforums 2008 und des aktuellen Sachstandes dar. Alle Daten, die von Forschungsinstituten über ihre Arbeit und Personen in einem Erhebungsbogen erfasst worden waren, hat die FLL in einige übersichtliche Tabellen zusammengeführt.

Leider war der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, kurzfristig erkrankt, so dass der Text seines Impulsvortrages verlesen werden musste. Er beinhaltete einen breiten Überblick über mit dem Klimawandel erwartete Veränderungen in unseren urbanen Räumen; Positionen zum Thema Feinstaub; hohe Wertigkeit von Grün in verdichteten Bereichen im Allgemeinen mit Forderung nach mehr Stadtgrün. Hierzu bedarf es aus Sicht des UBA weiterer Forschungen.

Anschließend berichtete die Klimatologin Professor Dr. Gisela Völksch über die klimatischen Aspekte, die bei der Konzipierung von Klimaanpassungsmaßnahmen unbedingt berücksichtigt werden sollten. Dabei sollten weniger die Durchschnittswerte als vielmehr die Häufigkeiten von Klimaereignissen eine Rolle spielen, weil diese meteorologische Ereignisse viel genauer beschreiben als langjährige Mittelwerte. Es müsse davon ausgegangen werden, dass mit strengen Wintern zu rechnen ist, auch wenn vielleicht nur noch selten. Insofern sei es eine Täuschung zu glauben, unsere Vegetation könnte zukünftig von frostempfindlicher mediterraner Flora dominiert sein.

Anhand eines Vorhabens zu Städtischen Grünsystemen im Kontext des Klimawandels berichtete Stefanie Rößler vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Dresden, über erste Ergebnisse und Empfehlungen für die Planung und das Management von Freiräumen mit Blick auf ihre unterschiedlichen klimatischen Ausgleichsfunktionen.

Professor Dr. Hartmut Kenneweg (LUP-Luftbild Umwelt Planung GmbH) schilderte Entwicklungen des Städtischen Grünvolumens in Potsdam seit der Wiedervereinigung. Die Anwendung eines neuen Analyseverfahrens ermögliche eine flächendeckende und kostengünstige Erfassung des Grünvolumens innerhalb kurzer Zeit.

Ein „Aktionsplan Alleen“ für den Landkreis Barnim präsentierte Professor Dr. Jürgen Peters von der Fachhochschule Eberswalde. Viele Kriterien würden in einer umfangreichen Datenbank berücksichtigt, sie erlaubten dadurch sachgerechte Ableitungen eines Handlungsbedarfes.

Welche Arten im Angesicht des Klimawandels gute Verwendungsmöglichkeiten hätten, un-tersucht derzeit Susanne Böll von der LWG Veitshöchheim. Es werden 20 verschiedene Baumarten getestet, von denen nur zwei als heimisch bezeichnet werden können, u. a. die Hainbuchensorte „Frans Fontaine“.

Professor Dr. Hartmut Balder von der Beuth Hochschule Berlin stellte Untersuchungen zum Einsatz von Unkrautvliesen bei der extensiven Pflege von Grünanlagen vor.

Mit überraschenden Ergebnissen wartete Dr. Achim Friedrich, Präsident des Bundesverban-des Deutscher Gartenfreunde (BDG), auf. Seine Organisation hatte in fast allen Bundesländern Untersuchungen zur Biodiversität von Haus- und Freizeitgärten durchgeführt. An 83 Kartierungsstandorten wurden mehr als 2.000 Kulturpflanzenarten und mehr als 1.500 Sorten gefunden.

Sebastian Wolter von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden informierte über ein neues Fassadenbegrünungssystem, das schnell und unabhängig von bewachsenem Boden begrünen kann.

Moderiert wurde der erste Veranstaltungstag von Prof. Dr. Bettina Oppermann.

Alessandra Kreibaum vom Verlag Eugen Ulmer führte in den Themenblock Wissensmanagement ein. Ihre wohl wichtigste These, dass derzeit auch in der Landschaftsarchitektur zwischen Wissenschaft und Praxis nur wenige Überlappungen bestehen, konnten ihr die Anwesenden bestätigen. Dies in Zukunft zu ändern, ist ein wichtiges Aufgabenfeld des Forschungsforums. Unter Moderation von Dr. Kerstjens wurden viele Aspekte diskutiert; man merkte deutlich, dass die Teilnehmer von diesem Thema berührt waren.

Professor Dr. Richard Stiles stellte das „Le:Notre-Projekt“ vor, das er an der TU Wien koordiniert und in dem alle interessierten Hochschulen weltweit kooperieren können.

Aktuelle Beispiele zum Wissensmanagement in der Pflanzenverwendung präsentierte
Frithjof Gutberlet mit dem Netzwerk „Hortigate“, das der Zentralverband Gartenbau (ZVG) mit dem inhaltlichen Schwerpunkt zur Unterstützung der Praxisfachberatung aufgebaut hat.

Eine bereits seit 1994 funktionierende Kooperation der Lehr- und Versuchsanstalten im Be-reich Landespflege beschrieb Dr. Philipp Schönfeld von der LWG Veitshöchheim. Hier kooperieren die Beteiligten jährlich ihre Forschungsergebnisse nach strengen Vorgaben als „Versuche in der Landespflege“ und veröffentlichen sie seit 2002 über die FLL sowie über „Hortigate“.

Konkrete Forderungen nach einer einwandfreien Kommunikation stellte Marcel Heins von der Hochschule Anhalt für Strategien und Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Informations- und Wissensmanagement. Alle Daten müssten nach einheitlichen Vorgaben aufbereitet und möglichst frei verfügbar gemacht werden, damit vielen Forschern wie Anwendern Verknüpfungen und Ableitungen ermöglicht werden.

Im dritten Workshop ging es dann um die Integration Europäischer Richtlinien in die deut-sche Rechtspraxis und deren Auswirkungen. Einen breit angelegten Überblick gab Dr. Alfred Herberg vom Bundesamt für Naturschutz, das die Schirmherrschaft über das 2. Forschungs-forum übernommen hatte. Er ging auf Änderungen ein, die aufgrund der EU-Richtlinien in deutschen Gesetzen nötig geworden waren, vor allem im Bundesnaturschutzgesetz.

Über die Umsetzung der Feinstaubrichtlinie und die Umsetzung der FFH-Richtlinie in Dortmund berichtete Umweltamtsleiter Dr. Wilhelm Grote. Bei der Luftreinhaltung ergaben sich Konsequenzen in Form von erweiterten Messprogrammen, Aktionsplänen sowie in der Kommunikation. Im Zusammenhang mit der FFH-Richtlinie beschrieb Dr. Grote ein Projekt, in dem Befürchtungen ausgeräumt werden konnten, dass Artenschutz zwingend eine Bremse für die industrielle und gewerbliche Flächenentwicklung darstellt.

An konkreten Beispielen aus dem Amtsalltag berichtete Dr. Thomas Keller von der
Regierung von Unterfranken sehr anschaulich über Konsequenzen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Wasserrahmenrichtlinie. Sein Kollege aus der Wasserwirtschaft, Dr. Heribert Januszewski, schilderte die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Bayern.

Die Anwesenden waren sich einig, dass das 3. Forschungsforum Landschaft 2012 in zwei Jahren unbedingt stattfinden soll. Als Tagungsort ist dann Osnabrück geplant.

Eine ausführlichere Darstellung der Vorträge sowie die aktuellen Übersichten über die Forschungseinrichtungen sind unter http://www.fll.de/Presse-News.10.0.html sowie http://www.fll.de/Forschungsforum-Landschaft.27.0.html zu finden.


Schnell noch Lohnsummen melden

Beitragsfestlegung durch Schätzung kann vermieden werden / Bequem online melden

(GB-BG) In den nächsten Tagen wird die Gartenbau-Berufsgenossenschaft all die Unternehmen an die Abgabe der Lohnnachweise erinnern, die ihre Lohnsummen bisher noch nicht dorthin gemeldet haben. Spätestens Mitte März muss der „Arbeitswertnachweis“ beim Unfallversicherungsträger vorliegen.
Rund 20.000 Erinnerungen wird die Gartenbau-BG versenden. Wer jetzt angemahnt wird und nicht reagiert, riskiert, dass sein Beitrag anhand einer Schätzung festgesetzt wird.

Dass so viele Betriebe noch keine Meldung nach Kassel gesandt haben, verwundert den für den Beitragseinzug zuständige Geschäftsbereichsleiter Alfred Igel. „Dabei kann der Lohnnachweis bequem online abgegeben werden. Über das Extranet der BG. Einfach, sicher und schnell. Ohnehin ist das Extranet eine Erfolgsstory“, berichtet Igel weiter. „In diesem Jahr haben sich bereits 14.000 Unternehmen dort eingeloggt und ihre Daten hochgeladen.“ 2009 seien es ca. 11.000 Betriebe gewesen, die zu dieser Zeit die Meldung online abgegeben hätten.

Zugang zum Extranet erhalten die versicherten Unternehmen über eine verschlüsselte Verbindung mit individuellem Benutzernamen und Kennwort. Beides wurde den Betrieben bereits Ende vergangenen Jahres übersandt.

Wer Fragen zum Extranet hat, findet Hilfen unter www.gartenbau.lsv.de oder kann die zuständige Telefonhotline 0561-9281212 anrufen. Für Fragen zum Lohnnachweis selbst lautet die Servicenummer 0561-9282994.


Steigender Bedarf an Zierpflanzen in Bulgarien

Deutscher Gemeinschaftsstand auf der Agra in Plovdiv

(INDEGA) Auf der Agra  - Internationale Landwirtschaftsmesse in Plovdiv vom 23. bis 27. Februar war ein deutlich steigendes Interesse an Zierpflanzen festzustellen. Mit fünf Ausstellern aus den Bereichen Jungpflanzen, Anzuchtplatten und Trays, Substrate und Bedarfsartikel für den Gartenbau zeigten deutsche Aussteller auf einem von der INDEGA – Interessenvertretung der deutschen Industrie für den Gartenbau – organisierten Gemeinschaftsstand Präsenz auf dem bulgarischen Markt. Die Besucher hatten großes Interesse an den Produkten „Made in Germany“. In einer Seminarveranstaltung präsentierten die Firmen ihre Produktpalette für den Gartenbau vor rund 50 Zuhörern. Der bulgarische Markt stellt sich aufgrund der Wirtschaftskrise als schwierig dar, die teilnehmenden Firmen hatten aber den Eindruck, dass es wirtschaftlich wieder bergauf gehe.

Bildunterschrift/Download:
Der deutsche Gemeinschaftsstand auf der Agra in Plovdiv. Foto: INDEGA
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Verlängerung der Bewerbungsfrist für Innovationspreis Gartenbau 2010

BMELV-Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert

(KTBL) In diesem Jahr werden wieder hervorragende, beispielgebende Innovationen im Gartenbau vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit dem „Deutschen Innovationspreis Gartenbau 2010“ ausgezeichnet. Der Bewerbungsschluss wurde nun um rund zwei Wochen verlängert.

Bewerben kann sich jedes Unternehmen das Gartenbauprodukte herstellt oder damit handelt, Hersteller von Produkten und Zubehör sowie andere Einrichtungen, die für den Gartenbau innovativ tätig sind und nicht der öffentlichen Hand angehören. Es sollte sich um eine Innovation pflanzenbaulicher, züchterischer, technischer, kulturtechnischer oder betriebswirtschaftlicher Art handeln, um eine beispielhafte Kooperation oder auch um eine Kombination aus diesen Merkmalen. Neu aufgenommen sind Innovationen im Bereich beispielhafter Unternehmenskonzepte, die der Kategorie Kooperation/Betriebsorganisation zugeordnet werden.

Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von der Bewertungskommission in den Kategorien Pflanzen, Technik, Kooperation/ Betriebsorganisation vergeben. Die Höhe des Geldbetrages richtet sich nach dem Innovationswert der Bewerbung. Jeder Preisträger erhält maximal 7.500 Euro. Neuer Einsendeschluss ist der 26. März 2010.

Die eingesandten Bewerbungen müssen neben der ausgefüllten Kurzdarstellung auch eine ausführliche Beschreibung und Erläuterung der Innovation enthalten (z. B. technische Beschreibungen oder Kulturbeschreibungen). Die Bewerbungsunterlagen sind im Internet unter www.bmelv.de in der Rubrik Landwirtschaft/Pflanze/Gartenbau oder auf www.g-net.de verfügbar.

Bewertungskriterien sind die Innovative Qualität, Bedeutung der Innovation innerhalb der Gartenbauwirtschaft, praktische Anwendung, Marktchancen sowie der Modellcharakter für andere Betriebe.

Die eingegangenen Bewerbungen werden von einer Bewertungskommission beurteilt. Die Entscheidung dieser Kommission ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preisträger werden durch den Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz oder seinem Vertreter im Amt ausgezeichnet.

Bewerbungen sind an das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL), Bartningstr. 49, 64289 Darmstadt, Telefon: 06151 7001-0, E-Mail: gartenbau@ktbl.de zu richten.

Für weitere Informationen steht Christian Reinhold, Telefon: 06151 7001- 151, E-Mail: gartenbau@ktbl.de zur Verfügung.

 

News-Ticker
08.09.2010: Zierpflanzenbautag Südwest: „Neue Wege gehen“
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