Balken
Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG)
StartseiteBrancheInfocenterServiceMitgliedschaftInternKontakt
Balken
Balken

ZVG-News

 

Zurück News-Archiv
ARCHIV: Meldung vom 05.08.2010

Deutsche kaufen weniger Obst und Gemüse

Fachgruppen Obst und Gemüse appellieren für bequemste Art, auf die Gesundheit zu achten (AMI/ZVG) Die privaten Verbraucher in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2010 so wenig frisches Gemüse eingekauft wie noch nie in den vergangenen acht Jahren. Auch Obst landet in immer geringeren Mengen in den Einkaufskörben der deutschen Haushalte. Damit sind die Einkaufsmengen von Obst das fünfte Jahr in Folge rückläufig. Das zeigen zwei Analysen der Agrarmarkt Informations GmbH (AMI) auf Basis des GfK-Haushaltspanels.

Gerhard Schulz und Gerhard Kneib, Vorsitzende der Fachgruppe Gemüsebau und der Fachgruppe Obstbau, bewerten diese Ergebnisse vor dem Hintergrund der Gesundheitsvorsorge, für die die Gartenbau-Unternehmer diese wertvollen Erzeugnisse bereitstellen: „Der einfachste und bequemste Weg, seine Gesundheit zu erhalten, nämlich Obst und Gemüse zu verzehren, wird damit offenbar von vielen Menschen zaghafter beschritten. Das bereitet den Obst- und Gemüseerzeugern berechtigt Sorge, denn wer sich ausgewogen ernährt, kann sich ganz natürlich fit halten, ohne synthetische Zusatzpräparate. Apfel, Karotte & Co. können das Immunsystem stärken und vor Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Daher engagieren sich die Fachgruppen Gemüsebau und Obstbau bei der Kampagne „5amTag“, die den Menschen erläutert, wie wichtig, aber wie einfach es auch ist, den gesundheitlichen Wert von frischem Obst und Gemüse zu nutzen.“ (www.5amTag.org)

Mit durchschnittlich knapp 31 Kilogramm kaufte jeder Haushalt ein Kilogramm oder 3,5 Prozent weniger frisches Gemüse ein als im ersten Halbjahr 2009. Das Mittel der vergangenen fünf Jahre wurde sogar um sechs Prozent verfehlt. Bei dieser Entwicklung dürfte die Verfügbarkeit und damit der Preis eine entscheidende Rolle gespielt haben. Denn mit durchschnittlich 2,21 Euro je Kilo kostete Frischgemüse im ersten Halbjahr rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr und war damit teurer als in den vergangenen acht Jahren.

Anhaltend niedrige Temperaturen in Spanien – Deutschlands wichtigstem Lieferland im Winter – und ein spätes Frühjahr in Deutschland sorgten dafür, dass die Einkaufsmengen erst im Juni das Vorjahresniveau überschritten. Der Rückgang betraf allerdings nicht alle Gemüsearten gleichermaßen. Größere Einkaufsmengen waren im ersten Halbjahr vor allem bei kleineren Nischenprodukten zu verzeichnen.

Im Durchschnitt 40,4 Kilogramm Frischobst kaufte laut GfK Haushaltspanel jeder Haushalt in Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Das Vorjahresniveau mit 41,2 Kilogramm wird dabei um zwei Prozent verfehlt. Im Jahr 2005 lag die Einkaufsmenge der deutschen Haushalte im ersten Halbjahr noch bei 46,3 Kilogramm. Dabei mussten die Haushalte im ersten Halbjahr 2010 nicht mehr Geld beim Frischobsteinkauf in die Hand nehmen. Im Schnitt zahlten sie für ein Kilogramm Obst 1,54 Euro und damit sogar einen um vier Cent niedrigeren Preis als im Vorjahr.

Der Rückgang betraf allerdings nicht alle Obstarten gleichermaßen. Bei Äpfeln ist beispielsweise ein Plus zu verzeichnen. Dabei profitierten Äpfel von niedrigeren Preisen und von dem schwächeren Angebot anderer Obstarten sowie vom langen und kühlen Frühling, der Verbraucher eher zu Äpfeln greifen lässt. Auch der Absatz von Orangen ist trotz höherer Preise gestiegen. Zurückgegangen sind im Gegensatz zu Äpfeln und Orangen allerdings die Verkäufe von Bananen, Tafeltrauben, Ananas und Erdbeeren. Bei Erdbeeren ist gegenüber dem Vorjahr sogar ein Minus von einem Fünftel zu verzeichnen. Hintergrund waren die aufgrund von Unwettern geschmälerten Zufuhren aus Spanien und der späte Start der deutschen Saison. Nahezu konstant blieben die Einkäufe von Birnen, Kiwi und Melonen.
Die Entwicklungen am Markt stehen beim „1. AMI Europäisches Obst- und Gemüseforum“ am 11. und 12. November in Berlin im Fokus. Der Titel der Tagung lautet „Gibt es Strategien jenseits der Abwärtspreisspirale? Infos unter www.marktundpreis.de/foren.

Genauere Infos zum Kaufverhalten Obst und Gemüse in Deutschland auf http://www.marktundpreis.de/ueber_ami/presse.asp

Autor: Pressereferat
E-Mail: pressereferat@g-net.de

Volltextsuche
Suchbegriff eingeben:
Balken
© 2012, Zentralverband Gartenbau e.V., Tel: 0228-81002-0 / 030-200065-0, Fax: 0228-81002-48 / 030-200065-27, E-Mail: info@g-net.de | Impressum