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ARCHIV: Meldung vom 22.07.2010

EFSA veröffentlicht zweiten Jahresbericht über Pestizidrückstände

Bundesfachgruppe Gemüse lobt nationalen Beitrag dazu

(ZVG/EFSA) Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat ihren Jahresbericht 2008 über Pestizidrückstände veröffentlicht. Der Bericht enthält auch eine Übersicht über die Rückstände in Obst- und Gemüseerzeugnissen. Er umfasst alle 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen und Island. Insgesamt wurden mehr als 70 000 Proben von fast 200 verschiedenen Lebensmitteln auf Pestizidrückstände hin untersucht. Bewertet wird dabei, wie stark der Verbraucher über seine Ernährung diesen Rückständen ausgesetzt ist.

Laut Bericht liegen 96,5 Prozent der analysierten Proben unter den gesetzlich erlaubten EU-Rückstandshöchstgehalten. Erfreulich ist, dass der darin enthaltene Anteil der Proben, die keinerlei messbare Pestizidrückstände enthielten, auf 62,1 Prozent angestiegen ist. In den Jahren von 2005 bis 2007 betrug er noch zwischen 52,7 und 58,0 Prozent.

Demnach ist der Prozentsatz der Entnahmen, die die erlaubte Höchstgrenze überschritten haben, auf nur noch 3,5 Prozent gesunken. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor enthielten noch 4,2 Prozent Pestizidrückstände, die über den gesetzlichen Grenzwerten lagen.
Gerhard Schulz, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau, beurteilt diese Entwicklungen positiv: „Wir bewerten diesen Fortschritt auf EU-Ebene nicht nur als erfreulich, sondern vielmehr als sehr wesentlich. Unsere deutschen Gemüseerzeuger haben ihren weit-reichenden nationalen Beitrag dazu geleistet, denn im Monitoring des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) standen die deutschen Erzeuger im Jahr 2009 mit nur 1,9 Prozent Höchstmengenüberschreitungen überdurchschnittlich gut da. Wir werden weiterhin daran arbeiten, noch besser zu werden. Denn das Ziel, die Rückstandshöchstgehalte kontinuierlich zu minimieren, bleibt nach wie vor bestehen.“

Hingegen fand man in Lebensmitteln, die aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführt wurden, mehr über den Grenzwerten liegende Pestizidrückstände, nämlich 7,6 Prozent. Mit der in den EU-Mitgliedstaaten eingesetzten Überwachungsmethode können bis zu 862 verschiedene Pflanzenschutzmittel nachgewiesen werden.

Autor: Pressereferat
E-Mail: pressereferat@g-net.de

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