Zukunftsaufgabe: Bildungsqualität erhalten
ZVG und AdJ verdeutlichen gartenbauliche Positionen bei einem Spitzengespräch mit Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (ZVG/AdJ) Die Entwicklung des Lehrstellenmarktes, Sicherung des Berufsnachwuchses sowie zukünftige Anforderungen an Fach- und Führungskräfte waren zentrale Themen eines Spitzengespräches zur Berufsbildung im Agrarbereich. Hierzu hatte Bundesland-wirtschaftsministerin Ilse Aigner führende Verbände und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am 23. Juni nach Berlin eingeladen. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) wurde vom Vorsitzenden des ZVG-Bildungsausschusses Ralf Kretschmer, ZVG-Generalsekretär Dr. Siegfried Scholz und Bildungsreferent Walter Holbeck vertreten. Für die Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ) sprach der Bundesvorsitzende Mirko Lettberg. Gemeinsam verdeutlichten sie der Ministerin und führenden Vertretern des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) die Entwicklungen im Gartenbau, der 50 Prozent der Auszubildenden im Agrarbereich stellt. Erläutert wurden auch die strukturellen Veränderungen mit einer wachsenden Bedeutung im Handels- und Dienstleistungsbereich. Hier gelte es, die Berufsausbildung in den Unternehmen zu stärken, das bewährte duale System weiterzuentwickeln und Gesetze und Verordnungen praxisgerecht auszurichten. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der Altersstruktur in vielen Betrieben sowie eines wachsenden Wettbewerbs auf dem Lehrstellenmarkt gelte es, die Berufs-nachwuchswerbung zu verstärken. Ebenso wichtig sei es, durch eine qualifizierte Berufsausbildung und eine interessante Palette an Fortbildungsangeboten weitere berufliche Perspektiven zu bieten. In diesem Zusammenhang zeigte sich das Ministerium interessiert an dem Frauen- und Migrantenanteil in der Ausbildung sowie der Entwicklung der Abbrecherquoten in den einzelnen Agrarberufen. Gemeinsam mit den anderen Agrarverbänden und Jugendorganisationen wurde die Bedeutung der Berufswettbewerbe (BWB) herausgestellt. Sie seien nicht nur wichtige Leistungsvergleiche, sondern auch eine gute Möglichkeit, öffentlichkeitswirksam die Agrarberufe als Zukunftsberufe vorzustellen. Junggärtner und Landjugend dankten in diesem Zusammenhang der BWB-Schirmherrin Aigner für die Unterstützung und Förderung. Übereinstimmend nehmen sich das Bundeslandwirtschaftsministerium und die Sozialpartner vor, das Image der Agrarberufe weiter zu verbessern und alte Klischees abzubauen. Dazu soll der Dialog mit der Bundesagentur für Arbeit intensiviert werden mit dem Ziel, die Berufsberatung und -information für die Agrarberufe deutlich zu optimieren. Die Agrarverbände und die IG BAU sprachen sich abschließend für den Erhalt und die Stärkung des Konsensprinzips der Sozialpartner aus und unterstrichen die Bedeutung des BMELV als das für die Bildung im Agrarbereich zuständige Fachressort des Bundes. Gemeinsam gelte es, mit einer zukunftsorientierten Berufsbildung die grünen Branchen innovativ und wettbewerbsfähig zu halten.
Autor: Pressereferat
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