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ARCHIV: Meldung vom 02.06.2010

Erdbeersaison 2010 ist in vollem Gange

Heimische Früchte vom Verbraucher bevorzugt


(ZVG) Bei keiner anderen Obstart achten deutsche Verbraucher so stark auf Regionalität wie bei der Erdbeere, so die Experten der Bundesfachgruppe Obstbau. Jeder Deutsche verzehre pro Jahr etwa drei Kilo frische Erdbeeren. Der Anteil aus heimischer Produktion habe dabei in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Mittlerweile stammten knapp zwei Drittel des Erdbeerkonsums aus heimischer Produktion. Besonders in puncto Frische und Geschmack seien heimische Erdbeeren den aus Spanien, Italien oder Marokko importierten Früchten weit überlegen.

In Deutschland werden laut der Bundesfachgruppe Obstbau Erdbeeren auf einer Fläche von etwa 12.900 Hektar angebaut. Schwerpunkte der deutschen Erdbeerproduktion lägen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bayern. Diese Länder vereinten knapp 70 Prozent der Anbaufläche auf sich und erzeugten rund 76 Prozent der gesamten Erdbeerernte.

Geschätzte 150.000 Tonnen Erdbeeren werden in diesem Jahr geerntet, rechnen die Experten. Dabei sei die kühle Witterung im vergangenen Monat Mai dafür verantwortlich, dass sich die einzelnen Anbauverfahren in ihrer Ernte deutlich voneinander unterschieden. Die ersten Früchte aus geschütztem Anbau habe es bereits Ende April gegeben. Mittlerweile sei die Haupternte im geschützten Anbau/Tunnel so gut wie abgeschlossen und die der doppelt abgedeckten Kulturen im Freiland habe begonnen. In den frühen Anbaugebieten, wie etwa Baden, sei die Ernte derzeit in vollem Gang, während sie in Norddeutschland erst in den kommenden Tagen überhaupt richtig einsetze.
Das nasskalte Wetter habe laut der Beobachtung der Experten die Freilandernte deutlich verzögert. Im Vergleich zu den vergangenen beiden Jahren, in denen die Erdbeerernte früh begonnen hatte, sei sie dieses Jahr um bis zu drei Wochen verspätet. Zudem hätten Nachtfröste in einzelnen Regionen erhebliche Schäden mit einem Ernteverlust von bis zu 20 Prozent verursacht.

Durch die verzögerte Reife hätten sich die Preise bisher auf stabilem Niveau gehalten. Wenn in der nächsten Woche die Temperaturen jedoch stiegen, sei auch mit steigenden Erntemengen und entsprechend sinkenden Erzeugerpreisen zu rechnen, so die Prognose der Bundesfachgruppe Obstbau.

Autor: ZVG-Pressereferat
E-Mail: pressereferat@g-net.de

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