Gärtner fördern die Biologische Vielfalt
Bevölkerung informierte sich am UN-Tag der Artenvielfalt (ZVG/EFD) Artenvielfalt zum Anfassen präsentierte der Zentralverband Gartenbau (ZVG) gemeinsam mit der Initiative Entente Florale Deutschland (EFD) am Internationalen Tag der Vereinten Nationen zur Biologischen Vielfalt, der am vergangenen Samstag, 22. Mai, stattfand. Die Universität Bonn hatte die Bevölkerung in den Botanischen Garten zu einer Entdeckungstour eingeladen, bei der sich mehr als 40 verschiedene Initiativen, Gartenbau- und Umwelteinrichtungen präsentierten.
Der große Besucherandrang zeigte, dass Artenvielfalt ein Thema ist, das viele Bürgerinnen und Bürger interessiert. Am Gemeinschaftsstand von ZVG und Entente Florale informierten sich viele Menschen über seltene und gefährdete Pflanzen. Anschaulich wurde hier erläutert, wie der genaue Gefährdungsstatus an den natürlichen Standorten ist. Regionale Gärtnereien hatten diese Pflanzen aus dem eigenen Sortiment zur Verfügung gestellt. Die gesamte Gartenbau-Branche und ihre Unternehmer im Einzelnen haben ein starkes Interesse am Erhalt der Biologischen Vielfalt und der nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen. Beispielsweise geht man davon aus, dass das Zierpflanzensortiment allein in Deutschland schätzungsweise 80.000 Arten umfasst. Dieses wird genutzt, um einerseits ein umfassendes Angebot den Gartenliebhabern zur Verfügung zu stellen und andererseits, um eine möglichst breite Grundlage zur Züchtung und Weiterentwicklung zu erhalten. Wichtig ist dies, um auf zukünftige Anforderungen an die Pflanzen, beispielsweise ausgelöst durch den Klimawandel, reagieren zu können. Für den gestaltenden Gartenbau sind zudem insbesondere Funktionspflanzen wichtig, da sie helfen, die Biologische Vielfalt in den Städten zu erhalten und zu fördern. Dies sind etwa Stauden und Gehölze, die auch an die extremen innerstädtischen Standortbedingungen angepasst sind. Wie groß die Bedeutung der Biologischen Vielfalt für Erhalt und nachhaltige Nutzung genetischer Ressourcen ist, zeigt sich auch darin, dass zusätzlich zur Genbank Rosen nun auch die Genbank Rhododendron seitens des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) eingerichtet wurde. Da der Artenschutz gerade auch im besiedelten Raum gesichert und Lebensräume für Tiere und Pflanzen erhalten werden müssen, informierte die Stadt Andernach, die in diesem Jahr am Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ teilnimmt, auch über städtische Projekte zum Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt. Der Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ beruht auf einem starken bürgerschaftlichen Engagement, bei dem Bewohner aller Altersgruppen, Politik, Wirtschaft, Vereine sowie andere Akteure ihre Kräfte bündeln und sich für ein lebenswertes Wohn-, Geschäfts-, Freizeit- und Arbeitsumfeld einsetzen. Die grüne Bran-che ist mit ihren Dienstleistungen und Produkten dabei ein fachkompetenter Berater. „Das Internationale Jahr der Biologischen Vielfalt 2010 ist eine große Chance, unsere Kulturpflanzenvielfalt und ihre nachhaltige Nutzung in der Öffentlichkeit bekannter zu machen“, betont Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), abschließend zum Engagement der Gärtner in diesem wichtigen Bereich.
Autor: ZVG-Pressereferat
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