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ARCHIV: Meldung vom 22.04.2010

Gärtner fordern: Grün ist „Mehr-Wert“!

Zentralverband Gartenbau zur Immobilienwertermittlungsverordnung


(ZVG) „Dass die Bundesregierung bei der Novellierung der Verordnung zur Immobilienwertermittlung dem Grün nicht den Stellenwert einräumt, der ihm gebührt, ist unserem Berufsstand völlig unverständlich. Das ist eher ein „Schlag ins Gesicht“ für die große Mehrheit der Menschen, die sich für Grün engagieren und fördert nicht die Bereitschaft von Investoren, grüne und lebenswerte Stadträume zu schaffen. Wir hoffen, dass die Bundesländer - insbesondere Nordrhein-Westfalen mit starkem Gewicht im Bundesrat – noch für eine Korrektur sorgen werden.“
Mit diesen Worten wies Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), in seiner Rede zur Eröffnung der Landesgartenschau Hemer am vergangenen Wochenende auf eine aktuelle Entwicklung hin, die aus Sicht des gärtnerischen Berufsstandes weit reichende negative Folgen für die Bewertung von Grün haben kann. Vor der Kulisse der überzeugenden Leistung der Gärtner auf der Landesgartenschau, mit der materielle und ideelle Werte neu geschaffen wurden, wandte er sich damit direkt an den anwesenden Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers sowie Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg.

Nach dem unbefriedigenden Ergebnis einer Anhörung der grünen Verbände im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS ) zur Novellierung der Verordnung am Montag, 12. April, hatte sich der ZVG bereits mit einer eigenen Stellungnahme an die Vertreter des Landes Nordrhein-Westfalen gewandt und um Unterstützung gebeten. Am heutigen Donnerstag beriet der Finanzausschuss des Bundesrates über die Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV).

Einer der Kritikpunkte richtet sich auf die Bestimmungen der ImmoWertV, die besagen, dass bei der Bewertung von Außenanlagen der Wert von Pflanzen und Bewuchs generell im Bodenwert enthalten sei. Im Kern sieht der ZVG eine besondere Problematik im Falle von Schadenersatzforderungen und Entschädigungen für Teilflächenentzug gegeben.

„In die weiteren Verfahren, auch bei der Ausarbeitung der Verwaltungsvorschriften und Erläuterungen, werden wir uns weiter aktiv einbringen, um den nachweisbaren hohen Stellenwert grün gestalteter Lebensräume bei der Wertermittlung von Immobilien verankert zu wissen. Denn Grün ist „Mehr-Wert“!“, betont ZVG-Präsident Heinz Herker.

Autor: ZVG-Pressereferat
E-Mail: pressereferat@g-net.de

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