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ARCHIV: Meldung vom 11.03.2010

30 Jahre Azaleen-Ausstellung im Bremer Rhododendron-Park

Azerca bekräftigt enge Zusammenarbeit und fördert gärtnerischen Nachwuchs

(ZVG) Mit 120 Azaleen-Sorten, die Züchter der Sondergruppe Azerca dem Bremer Rhododendron-Park spendeten, wurde die Topfazaleenausstellung vor 30 Jahren aufgebaut. „Mittlerweile sind mehr als 500 verschiedene Rhododendron simsii-Sorten dort zu finden“, berichtete der Leiter des Parks, Hartwig Schepker, bei der Eröffnung der 30. Azaleenausstellung am 5. März in Bremen. Parallel zum Aufbau des Sortiments stabilisierte sich auch die Partnerschaft des Bremer Rhododendron-Parks mit der Sondergruppe Azerca und weiteren Institutionen des Gartenbaues.

„Der Rhododendron-Park in Bremen ist eine Attraktion für die Besucher und eine Infor-mationsquelle für Züchter“, lobte Andreas Hintze, Vorstandsmitglied der Azerca. Rund 50 Azaleen-Produzenten, Vertreter der Azerca, des Bundessortenamtes, des Julius-Kühn-Institutes in Quedlinburg, der Lehr- und Versuchsanstalt Bad Zwischenahn sowie Berater begleiteten die Eröffnung.

Nach der Jubiläumsfeier wählten die Azerca-Züchter zusammen mit dem Leiter des Parks, Dr. Hartwig Schepker, und dem Betriebsmeister Axel Oehler Azaleensorten aus, die aus der Sammlung gegen neue Sorten ausgetauscht werden sollen.

Das Jubiläum inszenierte der Park mit einer floristischen Präsentation „Gestalten mit Azaleen“, die die Floristin Heike Damke-Holz im Auftrag der Azerca umsetzte. Auszubildende erstellten zudem Werkstücke mit Azaleen, die die Azerca für ihre Medienarbeit nutzt und finanziell unterstützte. Die einzelnen Arbeitsphasen wurden mit den Schülerinnen und Schülern professionell fotografiert. „Sie waren sehr dankbar für die Chance, ihre Arbeit dokumentiert zu bekommen und sich bekannt zu machen“, berichtete Mechthild Ottermann, Lehrerin an der Bremer Florist-Schule. Zur Förderung des gärtnerischen Nachwuchses überreichte Andreas Hintze an Dr. Hartwig Schepker auch ein Buch über Azaleen als Beitrag zur Bibliothek.

Hintze stellte die Bedeutung der größten europäischen Rhododendronsammlung als Spiegelbild von 200 Jahren Gartenkultur in Bremen und vor allem für die Deutsche Genbank Rhododendron heraus. Die gute Vernetzung der zahlreichen Kooperationspartner ermöglichte es, dass Rhododendron eine der ersten Gattungen einer Gendatenbank im deutschen Zierpflanzenbau wurde. Die Sondergruppe unterstützt das Anliegen aller Partner, auch Rhododendron simsii in diese Datenbank aufzunehmen. „Mit Sammlungen wie dieser wird die biologische Vielfalt gesichert“, hob Hintze hervor. „Wir erhalten uns damit die Chance, zum Beispiel durch Einkreuzung krankheitsresistenter oder Standort angepasster Sorten den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngern zu verringern.“ Hintze verwies zudem auf die lange Tradition der Azaleenproduktion und -vermarktung in Bremen. Bremen wird als „Stadt der Azaleen“ über den Gartenbau bekannt gemacht.

Die Azaleen-Ausstellung ist noch bis zum 2. Mai in Bremen geöffnet.

Autor: Pressestelle
E-Mail: pressereferat@g-net.de

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